Übung macht den Meister
Künstlerin Edith Bein gibt Vorgeschmack auf "Sitzplatz 2020"

Farben so weit das Auge reicht - Edith Bein ließ den Niederrhein Anzeiger durch ihr Atelier stöbern. Ob man es glaubt oder nicht, dieses war früher übrigens ein Schwimmbecken.
  • Farben so weit das Auge reicht - Edith Bein ließ den Niederrhein Anzeiger durch ihr Atelier stöbern. Ob man es glaubt oder nicht, dieses war früher übrigens ein Schwimmbecken.
  • Foto: Laura Otten
  • hochgeladen von Laura Otten

Vom 26. Januar bis zum 22. März geht es künstlerisch vonstatten - Im Museum Voswinckelshof werden sich ab 11 Uhr ganze 35 Künstler des KulturKreises Dinslaken zusammenfinden und dort im Rahmen der Ausstellung "Sitzplatz 2020" ihre Werke präsentieren. Der Niederrhein Anzeiger  hat die Gelegenheit genutzt, sich vorab ein Bild davon zu machen.

"Das Malen ist mein Leben", sagt Künstlerin Edith Bein aus Hünxe. Auch sie steht mit ihren Malereien bereits in den Startlöchern. Der Name "Sitzplatz 2020" ist angelehnt an die Ausstellung "Sitzplatz 2010", die bereits vor zehn Jahren vom KulturKreis veranstaltet wurde und Kunstfreunde und -begeisterte dazu einladen sollte, die städtische Kunstszene etwas näher kennenzulernen. Ganz frei nach dem Motto "Kommen Sie und nehmen Sie Platz"."In diesem Jahr geht es vor allem darum, die Veränderung und Entwicklung unserer Kunst während der letzten zehn Jahre in den Vordergrund zu stellen", so die 70-jährige. Beispielsweise lassen sich viele Künstler vom Zeitgeschehen inspirieren, was im Rahmen der Ausstellung besonders spannend zu beobachten sein wird, findet Edith Bein.

Sie selbst sei quasi Quereinsteigerin und Autodidaktin, denn so richtig begonnen, sich mit der abstrakten Malerei auseinanderzusetzen, habe sie vor etwas über 20 Jahren - und das ohne ein Kunststudium oder dergleichen. So habe sie die ersten zehn Jahre ihrer künstlerischen Laufbahn - sprich bis 2006 - auf das Ausstellen verzichtet und sich gänzlich auf das Aneignen des Handwerks beschränkt.

Man lernt nie aus

"Ich lege total viel Wert darauf, dass man sich weiterbildet", so Bein, "denn Malen ist nicht nur Kreativität, Malen ist Handwerk. Und das muss erlernt werden, durch Übung, Übung und nochmal Übung." Nach diesem Motto lebt sie bis heute, denn das Besuchen von Workshops steht nach wie vor auf dem Programm. Und zwar so lange, wie die Hünxerin das Gefühl habe, etwas Neues dazuzulernen. Genau das ist es auch, worauf "Sitzplatz 2020" abzielt - und zwar die Entwicklung und Veränderung, die sich in den Werken der Maler vom Kulturkreis widerspiegeln. Eine Entwicklung, die die 70-jährige an sich selbst über die letzten zehn Jahre festgestellt habe, sei definitiv ihr kritischer Blick. "Entwicklung kommt daher, dass ich mich weiterbilde. Ich möchte mich entwickeln, ich möchte mich ausprobieren. Und mittlerweile sehe ich selber, ob ich eine Arbeit so zeigen kann oder nicht." Außerdem sei die Künstlerin um einiges experimentierfreudiger geworden. So käme es nicht selten vor, dass sie die ungewöhnlichsten Gegenstände in ihre Werke integriert - Flusen aus dem Wäschetrockner bilden da keine Ausnahme. "Sowas habe ich mich anfangs garnicht getraut", lacht sie. Bevorzugt benutze Bein aber die Farbe blau in allen Varianten, kombiniert mit runden, fließenden Formen.

Aber der KulturKreis bietet ab nächster Woche nicht nur was fürs Auge. Eine Neuerung im Programm ist nämlich die Sonderveranstaltung "Zwischen den Stühlen", die am 1. März um 15 Uhr stattfindet und auf Diskussion und Austausch mit Kunstinteressierten abzielt. Jeder der ausstellenden Künstler hat dazu einen eigenen Stuhl entworfen - man darf also gespannt bleiben.

Zweiter Teil der Serie: Finden Sie hier zu Jutta Warbruck

Dritter Teil der Serie: Finden Sie hier zu Elke Mölleken

Autor:

Laura Otten aus Voerde (Niederrhein)

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