"Karriere im MK" vor Veränderungen
Corona-Virus beschäftigt auch die Organisatoren der Ausbildungsbörse

Die Organisatoren von "Karriere im MK" gehen trotz bevorstehender Veränderungen auch zuversichtlich in die neunte Auflage der Ausbildungsbörse. Foto: Goor
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130 Aussteller, rund 3500 Besucher, unzählige Ausbildungs- und Studienangebote an einem Ort und einem Tag – am Rahmen von „Karriere im MK“ soll sich auch in diesem Jahr nichts ändern. Und doch steht die 9. Ausbildungs- und Studienbörse der Städte Iserlohn, Hemer, Menden und Balve unter einem etwas anderen Stern.

Epidemie hat Auswirkungen auf den Ausbildungsmarkt

Das liegt nicht nur, aber auch am Coronavirus. Zwar gehen die Organisatoren aktuell nicht davon aus, dass die Großveranstaltung am 10. September in Iserlohn abgesagt werden muss. Doch die Epidemie hat Auswirkungen auf die Wirtschaft und damit auch auf den Ausbildungsmarkt.
Das machte Horst-Werner Maier-Hunke, Vorsitzender des Märkischen Arbeitgeberverbandes und Chef der Firma Durable, ganz deutlich: „Ich gehe davon aus, dass Firmen in den nächsten Monaten ihre Ausbildungsstellen reduzieren werden.“ Der Coronavirus verschärfe die ohnehin angeschlagene Konjunktur. „Das geplante Wachstum lag bei 1 Prozent. Wir werden uns aber eher darüber unterhalten müssen, wie groß das Minus ist“, sagte Maier-Hunke, der aufgrund der Situation in China mit noch nicht genau kalkulierbaren Liefer- und Produktionsproblemen bis in den Spätsommer hinein rechnet. Er empfiehlt jungen Leuten, nicht, wie oft bisher geschehen, auf ein noch besseres Angebot zu warten, sondern einen Ausbildungsvertrag schnell zu unterschreiben: „Es kann sein, dass da nichts mehr kommt.“

"Karriere im MK" ist unverzichtbar

Trotzdem oder gerade deshalb sei „Karriere im MK“ unverzichtbar, sind sich die Verantwortlichen einig. „Nach 2020 kommen auch noch andere Jahre“, sagte Thomas Haude von der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Iserlohn: „Azubis werden gebraucht.“ Den Jugendlichen die Attraktivität der heimischen Unternehmen zu zeigen, beide zusammenzubringen – dieses Anliegen der Börse sei unverzichtbar, ergänzten die Bürgermeister Thorsten Schick und Michael Heilmann aus Iserlohn und Hemer.
Wie gut das in der Praxis gelingen kann, berichtete beim Pressegespräch zur Börse Pia Saghira, angehende Industriekauffrau bei Durable. Sie studierte nach dem Abitur 2017 „Management & Economics“, stellte aber fest, dass das nicht das Richtige war. Bei „Karriere im MK“ unterhielt sie sich lange mit Azubis am Stand, bekam Tipps für die Bewerbung, erfuhr viel über die Ausbildung, die sie dann im vergangenen Jahr auch antrat: „Ich fand das breite Informationsangebot der Messe sehr gut. Das hat mir geholfen.“

Anmeldungen ab 9. März möglich

Für Studienabbrecher, aber eben auch vor allem für die Schüler aller Schulformen in Iserlohn, Hemer, Menden und Balve soll „Karriere im MK“ wieder eine Fülle an Information aus erster Hand über Ausbildung und Unternehmen der Region bieten. Spezielle Angebote für Abiturienten sind dabei nicht mehr auf einer Extra-Fläche vertreten, sondern in die allgemeine Ausstellung integriert, um besser auf die Vielfalt und auch auf duale Studienmöglichkeiten aufmerksam zu machen. Die Messe findet am 10. September von 9 bis 17 Uhr in der Zeltstadt der Wirtschaftskonferenz Campus Symposium in Iserlohn auf dem Gelände der ehemaligen Bernhard-Hülsmann-Kaserne statt. Zu einem ersten Vorbereitungstreffen sind interessierte Unternehmen für Donnerstag, 5. März, 15 Uhr in die SASE Iserlohn, Max-Planck-Str. 11 eingeladen (ohne Anmeldung). Anmeldungen für die Messe sind ab dem 9. März unter www.karriere-im-mk.de möglich.
Wie in den vergangenen Jahren sollen auch diesmal wieder Veranstaltungen in den Schulen die Jugendlichen auf den Besuch vorbereiten. Erneut appellierten Veranstalter, Schirmherren und Sponsoren schon jetzt an die Eltern, die Möglichkeiten der Messe intensiv zu nutzen, um sich auch über neue Ausbildungen und veränderte Berufsfelder zu informieren.

Neue Veranstaltungsorte ab 2021

Und schon jetzt ist klar, dass sich ab dem kommenden Jahr einiges ändern wird. Im Hemeraner Sauerlandpark, Ort der Börse im Jahr 2021, wird das Oktoberfestzelt als Ausstellungsfläche nicht mehr zur Verfügung stehen, in Iserlohn wird man 2022 einen neuen Ort suchen müssen, da das ehemalige Kasernengelände bebaut wird. Die Veranstalter beschäftigen sich bereits mit Lösungen – auch bei ihnen wird es aber nach den Kommunalwahlen im Herbst einige neue Gesichter geben. (higo)

Autor:

Christoph Schulte aus Hemer

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