Wirtschaft und Hochschule Hand in Hand
Studienabbrecher am Niederrhein sollen auch  langfristig Unterstützung finden

Bildunterschrift: Dr. Ulrich Heublein trug über die Perspektiven von Studienabbrechern in der 
Berufsausbildung vor.
  • Bildunterschrift: Dr. Ulrich Heublein trug über die Perspektiven von Studienabbrechern in der
    Berufsausbildung vor.
  • Foto: Hochschule Niederrhein
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Wie können die Angebote für Studienaussteiger noch verbessert werden und vor allem, wie kann dies langfristig gesichertsein? Um diese Fragen ging es jetzt auf dem zweiten Treffen des Verbundprojekts
„NEXT STEP niederrhein“.

In dem Projekt arbeiten die Hochschule Rhein-Waal und
die Hochschule Niederrhein gemeinsam mit Arbeitsmarktakteuren der Region wie der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer, den  Arbeitsagenturen und den Wirtschaftsförderungen daran, Studienzweifler zielgerichtet Hilfe anzubieten und diese auf die Beratungsangebote desNetzwerks aufmerksam zu machen. Denn allen Projektbeteiligten ist klar: Im Regen stehen lassen möchte niemand die Studienabbrecherinnen und -abbrecher. „Wir haben eine Verantwortung für unsere Studierenden und diese hört auch dann nicht auf, wenn sie über einen Studienabbruch nachdenken“, sagte Professor Dr. Berthold Stegemerten, Vizepräsident für Studium
und Lehre an der Hochschule Niederrhein zu Beginn der Veranstaltung.
Dr. Ulrich Heublein vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) gab als Experte den Teilnehmenden einen Einblick in die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse. In seinem Vortrag beleuchtete unter anderem die Ergebnisse der Studie „Motive für den Studienabbruch und einen möglichen Einstieg in die berufliche Bildung“. Demnach beginnt der größte Teil (42 Prozent) derjenigen, die vor dem Studium keine berufliche Ausbildung
abgeschlossen haben, nach dem Abbruch mit einer beruflichen Ausbildung.
„Wir brauchen eine enge Begleitung derjenigen, die das Studium abbrechen, um
Perspektiven für sie zu entwickeln“, bemerkte Heublein. In der Studie wurde auch
gefragt, was die Berufsausbildung für die Studienabbrecherinnen und -abbrecher
interessant mache. Die meisten gaben einen starken Praxisbezug, einen schnellen
Abschluss, intensive Betreuung und eine niedrige finanzielle Belastung als Gründe an.
„Eine Berufsausbildung ist für Studienabbrecher daher attraktiv“, folgerte Heublein.
Wichtige Einflussfaktoren für die Aufnahme einer beruflichen Ausbildung sind die
Bildungsherkunft – also der Einfluss des Elternhauses – die Aussicht auf eine praktische Tätigkeit sowie als zu hoch empfundene Anforderungen im Studium. Gegen die Aufnahme einer Berufsausbildung nach dem Studienabbruch sprechen das empfundene geringere gesellschaftliche Ansehen einer Berufsausbildung sowie bei über einem Drittel der Befragten die Unklarheit über den Berufswunsch.Die vernetzte und individuelle Beratung und Unterstützung von
Studienaussteigerinnen und -aussteigern langfristig sicher zu stellen, dies war im
anschließenden Workshop das große Ziel. „Unsere Partner sind die großen Akteure
des Arbeitsmarktes am gesamten linken Niederrhein. Gemeinsam haben wir ein
starkes Netzwerk geschaffen. Das ist wirklich etwas besonders. Nun gilt es diese
Zusammenarbeit langfristig zu gestalten. Dafür haben wir heute wichtige Schritte
vereinbart“, so Stefanie Winde, Projektleitung der Hochschule Rhein-Waal für das Projekt „NEXT STEP niederrhein“.

Autor:

Lokalkompass Moers aus Moers

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