Nach Brand in Kleve
Polizeibeamte mit Rettungsmedaille des Landes NRW ausgezeichnet

Ministerpräsident Armin Laschet überreichte die Rettungsmedaille an  Polizeioberkommissar Patrick Schäfer aus Kranenburg, Polizeikommissar Lutz Klösters aus Hamminkeln, Polizeioberkommissar Mike Raadts aus Kleve und Polizeioberkommissar Volker Schmidt aus Kleve
  • Ministerpräsident Armin Laschet überreichte die Rettungsmedaille an Polizeioberkommissar Patrick Schäfer aus Kranenburg, Polizeikommissar Lutz Klösters aus Hamminkeln, Polizeioberkommissar Mike Raadts aus Kleve und Polizeioberkommissar Volker Schmidt aus Kleve
  • Foto: Land NRW/Uta Wagner
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Die Polizeioberkommissare Patrick Schäfer (Kranenburg),  Mike Raadts und Volker Schmidt (beide Kleve) sowie Polizeikommissar Lutz Klösters aus Hamminkeln sind am Freitag (16. November) von Ministerpräsident Armin Laschet  im Weltkulturerbe Zollverein mit der Rettungsmedaille des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet worden. 

Sie hatten Anfang des letzten Jahres mehrere Bewohner aus einer brennenden Wohnung in Kleve gerettet.  Hier die Laudatio im Wortlaut: "Am späten Abend des 8. Januar 2017 kurz vor Mitternacht hört eine Bewohnerin eines Mehrfamilienhauses in Kleve aus einer Nachbarwohnung einen lauten Familienstreit und ruft die Polizei. Kurze Zeit später nimmt sie Brandgeruch wahr.
Die beiden Polizeibeamten Patrick Schäfer und Lutz Klösters erhalten über Funk die Anweisung zur betreffenden Wohnung zu fahren.
Als sie vor dem Mehrfamilienhaus eintreffen, quillt aus dem Hausflur bereits starker Rauch. Trotz der starken Rauchentwicklung laufen beide in das Haus.
Die Polizisten bewegen zunächst die Bewohner des Erdgeschosses durch Zurufen dazu, ihre Wohnungen zu verlassen. Einen Bewohner am Fenster im Dachgeschoss, der seine Wohnung aufgrund der Dichte des Qualms nicht verlassen kann, fordern sie auf bis zum Eintreffen der Feuerwehr am Fenster zu bleiben.
Inzwischen kommt auch die zweite Streifenwagenbesatzung mit den Polizeibeamten Mike Raadts und Volker Schmidt am Einsatzort an. Die nunmehr vier Polizisten entschließen sich, trotz der zunehmenden Rauchentwicklung in das Haus zu laufen, um möglicherweise schlafende Hausbewohner zu wecken.
Nach mehreren Anläufen mit Atempausen im Freien treten Lutz Klösters, Mike Raadts und Volker Schmidt im 1. Obergeschoss die Wohnungstüren ein.
Danach bringen sie die jeweiligen Bewohner – darunter auch ein Kleinkind – ins Freie. Patrick Schäfer ist derweil dem Hinweis eines Anwohners gefolgt und entdeckt an der Gebäuderückseite auf den Balkonen einzelner Wohnungen noch Mieter. Er bleibt mit ihnen bis zum Eintreffen der Feuerwehr in Kontakt.
Die allermeisten Personen werden von der Feuerwehr befreit. Jedoch kann ein Hausbewohner leider nur noch tot geborgen werden.
Mit ihrem mutigen Einsatz haben Patrick Schäfer, Lutz Klösters, Mike Raadts und Volker Schmidt mehreren Bewohnern das Leben gerettet.
Durch das dicht verrauchte Treppenhaus hätte es vielleicht niemand mehr alleine ins Freie geschafft und alle wären Opfer der Flammen geworden oder durch eine Rauchgasvergiftung ums Leben gekommen. So wie es einem der Bewohner leider ergangen ist. Auch die vier Retter haben sich dabei in Lebensgefahr begeben, denn sie hätten allein durch das Einatmen des Kohlendioxids ersticken können."

"Sie sind Vorbilder für die Menschen in ganz Nordrhein-Westfalen" 

Insgesamt wurden 21 Retterinnen und Retter in NRW am Freitag mit der Rettungsmedaille geehrt. 
Bei einer Feierstunde dankte der Ministerpräsident für die selbstlosen Taten: „Unter Einsatz ihres Lebens haben die Retterinnen und Retter Mut und Entschlossenheit bewiesen. Sie haben Menschen in höchster Not geholfen und sind dabei in Situationen geraten, in denen sie sich selbst in höchste Gefahr gebracht haben. Dafür erhalten Sie heute die Anerkennung unseres Landes und meinen ganz persönlichen Dank. Und wir alle können froh sein, dass es Menschen wie Sie gibt. Sie sind echte Heldinnen und Helden und damit Vorbilder für die Menschen in ganz Nordrhein-Westfalen.“
Der Ministerpräsident weiter: „Mit der Rettungsmedaille wollen wir ein deutliches Zeichen setzen. Ein Zeichen für Hilfsbereitschaft, Zivilcourage und Mitmenschlichkeit. Liebe Retterinnen und Retter, genau dafür stehen Sie mit Ihren Taten und Ihren Namen. Sie verdienen unseren höchsten Respekt.“

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