Zwei Bischöfe in Deutschland haben Wurzeln im Kreis Kleve

Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst
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  • Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst
  • Foto: Bistum Limburg
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In der Politik spielen mit Dr. Barbara Hendricks, Schatzmeisterin der SPD und Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) seit Jahren zwei Politiker aus dem Kreis Kleve in der ersten Liga der Bundespolitik.

Zwei Persönlichkeiten aus dem Kreis Kleve haben es aber auch in der Kirche zu höchsten Ämtern geschafft: Der gebürtige Klever Dr. Werner Thissen ist seit zehn Jahren Erzbischof von Hamburg. Er wird in diesem Jahr 75 Jahre alt und muss nach geltendem Kirchenrecht dann dem Papst seinen Rücktritt anbieten.

Ein anderer Bischof, Franz-Peter Tebartz-van Elst, ist zur Zeit Tag für Tag in den Schlagzeilen: Der 53-Jährige ist wegen des teuren Neubaus seiner Bischofsresidenz und seines Führungsstils in Limburg heftig umstritten. Die letzte Presseerklärung des Bistums lautet: "Schon mit dem Besuch von Kardinal Lajolo in der Diözese Limburg, der auf Wunsch des Bischofs von Limburg, Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst, zustande kam, hat der Bischof deutlich gemacht, dass die Entscheidung über seinen bischöflichen Dienst in den Händen des Heiligen Stuhls liegt. Der Bischof ist betroffen über die Eskalation der aktuellen Diskussion. Er sieht und bedauert, dass viele Gläubige im Bistum und darüber hinaus unter der gegenwärtigen Situation leiden. Auch jetzt ist es für den Bischof selbstverständlich, dass die Entscheidung über seinen bischöflichen Dienst in Limburg in den Händen des Heiligen Vaters liegt, von dem er in die Diözese gesandt wurde."

Am Sonntag (13.10.2013) ist Tebartz-van Elst nach Rom gereist sei, um im Vatikan Gespräche zu führen. Der "Spiegel" widmet dem Geistlichen in seiner Ausgabe am Montag (14.10.2013) eine Titelstory.

Tebartz-van Elst stammt aus einer Bauernfamilie in Kevelaer-Twisteden, wurde 1985 zum Priester geweiht, war aber niemals Pfarrer einer Gemeinde. 2003 wurde er zum Weihbischof in Münster ernannt, 2007 zum Bischof in Limburg. Der Familie seines Bruders gehört der bekannte Freizeitpark "Irrland" in Kevelaer-Twisteden. "Nah dran an den Gläubigen war er wohl nie", wird Twistedens Ortsvorsteher Josef Kobsch in der RP zitiert. Auch die Mutter des Bischofs lebt in Twisteden.

Hintergrundinformationen zu Tebartz-van Elst von Martin Willing: blattus.de

Auch in der Vergangenheit gab es Geistliche aus dem Kreis Kleve, die hohe Würdenträger wurden: Wie etwa Bischof Heinrich Maria Janssen aus Rindern, der vor 25 Jahren starb. Der Ehrenbürger von Kleve, längst vergessen in seiner Heimatstadt, wurde 1957 zum Bischof von Hildesheim ernannt.

Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst
Autor:

Klaus Schürmanns aus Kleve

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