Ein Schatz an der Briener Schleuse
Die Spoyland-Piraten kommen

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Die Idee der Spoyland-Piraten
Mit der Marke „Spoyland-Piraten“ möchten die Mitglieder des Vereins Stadt . Land . Fluss … Schluss? e.V. auch schon die Kinder im frühen Alter für den Spoykanal begeistern.
Die Ideen, die mit den Piraten vermittelt werden, sollen das inzwischen verbreitete schlechte Image der Wasserstraße in Kleve und darüber hinaus verbessern und die Schleuse in Brienen in den Fokus rücken. Deshalb entsteht zurzeit auch ein Kinderbuch, in dem lustige und spannende Geschichten von den Abenteuern der Spoyland-Piraten an authentischen Orten erzählt werden. Schöne Illustrationen, die von den Kindern bunt gemalt werden können, wird das Buch ebenfalls enthalten.

Stadt . Land . Fluss … Schluss? e.V. ließ am vergangenen Samstag die Spoyland-Piraten auf dem Spoykanal los. Willi Girmes war mit an Bord, der Niederrheintaucher Clemens Venmans mit seinen Kollegen Janus Pancers und Sebastian Hormann im Wasser.
Am vergangenen Samstag konnten sechs Kinder der Kinder-Trauergruppe des Herzenswunsch Niederrhein e.V. ein Abenteuer auf dem Klever Spoykanal erleben. Eine Schatztruhe wurde aus dem Spoykanal im Beisein der Kinder geborgen.
Die erste fiktive Geschichte am realen Ort:
Seit langer Zeit lag eine Schatztruhe auf dem Grund des Spoykanals in Kleve. Es gibt dazu eine alte Legende, die erzählt, dass der Schatz im Jahr 1625 von einem Kapitän über Bord seines Schiffes geworfen worden sein soll, um ihn vor Meuterern und Dieben zu schützen. Die trieben nämlich damals ihr Unwesen auf dem Spoykanal, so die Legende. Seitdem gilt der Schatz als verschollen und ist in Vergessenheit geraten.
Nur durch Zufall entdeckten Taucher vor einigen Wochen die Schatztruhe in der Nähe der Briener Schleuse. Sie lag dort tatsächlich auf dem Grund des Spoykanals, ganz bedeckt von grünen Algen – fast unsichtbar. Die Legende sollte Recht haben. Die Taucher berichteten dem berühmten Schatzforscher Prof. Kupfernagel von ihrem Fund. Der beauftragte sie prompt, die Schatztruhe zu bergen und sie dann in sein geheimes Institut zu bringen.
"Es ist ganz wichtig: Der Schatz darf vorher nicht geöffnet werden, damit nichts von dem, was darin ist, verloren geht.", wies der Wissenschaftsmann die Taucher sorgfältig ein. Während sich die Taucher also gestern auf die Bergung des Schatzes vorbereiteten, machten sich in Kleve die Spoyland-Piraten von der Hochschule aus auf dem Weg, um den Tauchern die Schatztruhe abzuluchsen. Irgendwie hatte die Piratenbande von dem Schatz erfahren. Aber wer hat gezwitschert?
Die Taucher waren gerade dabei, eine stabile Holzkiste unter Wasser zu bringen, in der die Schatztruhe hineinkommen sollte, damit sie beim Transport nicht beschädigt wird, als sich ihnen die Spoyland-Piraten mit ihrem Piratenschiff näherten. Lautstark, mit kräftigen Stimmen kündigten sie ihr Kommen an.
"Hier kommen die Spoyland-Piraten ... hier kommen die Spoyland-Piraten. Gebt uns den Schatz!", riefen sie. Einige hielten zudem ihre Säbel in die Luft.
Die Taucher aber fühlten sich im Wasser sicher, weil Piraten bekanntlich wasserscheu sind. Die Piraten würden niemals ins Wasser kommen, um den Tauchern den Schatz zu mopsen. Außerdem können Taucher viel länger unter Wasser bleiben, als die Piraten, waren sie sich sicher.
"Nein, das dürfen wir nicht! Niemals bekommt ihr den Schatz!" rief einer der Taucher den Piraten überzeugt zu. Da zögerte der Piraten-Kommandeur Willi (Girmes) nicht lange und versuchte die Taucher mit einem ganz besonderen Angebot zu überreden den Schatz herauszugeben. Willi war der größte von allen. Ein stattlicher Kerl, mit einem langen roten Mantel und einem Piratenkopftuch. Der wirkte sehr überzeugend.
"Was haltet ihr davon, wenn wir jetzt den Tauchern unseren Piratentanz zeigen um ihnen damit den Schatz abkaufen?", fragte er seine Spoyland-Piraten-Mannschaft.
"Jaaaaa!", rief die ganze Bande laut über Bord.
Und schon tanzten alle auf dem Schiff, das dabei zu wackeln begann. Wellen vom Rumpf schwappten die in Richtung der Taucher und bis an das Ufer des Spoykanals.
"...lauft herum wie ´ne Gans, so geht der Piratentanz", sang Willi lautstark und es dauerte nicht lange, bis auch die Taucher zur Musik ihre Arme in der Luft hin und her wedelten wie hohes Gras im Wind.
Stand damit der Piratenvertrag jetzt fest??? Hatten die Taucher doch den Auftrag vom Professor Kupfernagel, die Schatztruhe unversehrt und verschlossen in sein Institut zu bringen.
Einer der Taucher bot den Piraten einen anderen Vertrag an, in dem er den Spoyland-Piraten erklärte, dass es viel zu gefährlich sei, den Schatz in Gegenwart von Kindern zu öffnen. "Der Schatz müsse erste einmal gesäubert werden.", überredete er die Piratenbande. Er versprach den Piraten, dass der Schatz in das geheime Institut von Prof. Kupfernagel gebracht werde. Dort wird er dann sauber geputzt und geöffnet.
Der Taucher - nicht dumm - bot den Meuterern an: "Der Professor wird den Finderlohn mit euch Piraten teilen und ihn selbst in ein paar Wochen zu euch bringen. Seid ihr damit einverstanden?"
Die Spoyland-Piraten baten um etwas Bedenkzeit, bevor sie schließlich dem Vertrag einwilligten. Jeder einzelne Pirat erklärte sich einverstanden, damit es später an Bord keinen Zank geben sollte.
Und so fuhren die Spoyland-Piraten zufrieden und laut singend fort zurück nach Kleve. Und als sie am Horizont nach einigen Minuten nicht mehr zu sehen waren und nur noch ihr Gesang zu hören war, holten die Taucher die Holzkiste mit dem wertvollen Inhalt ans Ufer des Spoykanals, luden sie ins Auto und brachten sie zum Institut des Professors. Der freute sich über den Schatz. Die Taucher berichteten ihm von dem abgeschlossenen Vertrag mit den Spoyland-Piraten.
"Sie waren einfach zu viele, Professor; sie haben uns einfach mit ihrem Piratentanz verzaubert. Deshalb konnten wir nicht anders und haben mit ihnen den Vertrag ausgehandelt", rechtfertigte sich einer der Taucher. Der Professor nickte zufrieden. "Das ist schon in Ordnung. Die Hauptsache ist, dass der Schatz jetzt hier sicher ist. Den Finderlohn werde ich den Piraten bringen und mit ihnen aushandeln, in Zukunft nur noch in friedlicher Mission über den Spoykanal zu schippern", plante Kupfernagel.
"Ich werde jetzt meine Assistenten bestellen und den Schatz schon bald öffnen und das Geheimnis des verlorenen Briener Schatzes lüften.", erklärte der Wissenschaftler den Tauchern und gab ihnen ihren verdienten Lohn.
Währenddessen - die Piraten waren wieder zurück an der Hochschule - feierten sie noch lange den geschlossenen Vertrag. Ihr Piratenkapitän steuerte das Schiff immer wieder im Kreis zwischen den beiden Ufern des Flusses. Dabei wackelte es hin und her, weil die Piraten wieder ihren Piratentanz zum Besten gaben. Der Piraten-Kommandeur Willi lud die Besucher am Ufer ein, auch zu tanzen und sich mit den Piraten über den Erfolg zu freuen...
(Fortsetzung folgt....)

Text: Helmut Plecker, Bilder Birgit Merfeld)

Autor:

Birgit Merfeld aus Bedburg-Hau

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