BI–„Lünen ohne Forensik“ besiegelt höchstpersönlich das Ende der Bürgerinitiative Gründung im Jahre 2012 ein fataler historischer Fehler

Dass Friedhelm Schroeter, stellvertretender Vorsitzender der BI „Lünen ohne Forensik“ (BI- LoF), dem Land eine Standortalternative im nahen Umfeld der Victoriabrache vorgeschlagen hat, ist für viele Beobachter der Forensik-Debatte in Lünen eine impertinente Form der Selbstdarstellung Schroeters auf dem Rücken der noch wenigen verbliebenen BI-Mitglieder.

Auch wird die Doppelmoral der BI- LoF hier in ausgeprägter Form gelebt: Nach außen eine vorgegaukelte Eintracht und nach innen wohl eher eine Art von Uneinigkeit, ja Zerrissenheit, kombiniert mit selbstzerstörerischen Alleingängen.

Die Sinnhaftigkeit des Schroeter-Vorschlags, erst fünf Jahre nach dem Entscheid des Landes pro dem Victoriagelände, lässt sich nicht erkennen. Vermutungen drängen sich aber auf.

War der Vorschlag gedacht als ein gezieltes Störfeuer gegenüber den Kräften in unserer Stadt, die eine sachgerechte Einbindung einer forensischen Klinik in die Gestaltung der Gesamtfläche des Victoria-Areals sich zum Ziel gesetzt haben? Und dies, obwohl gerade hier die angestrebte Win-Win-Situation (forensische Klinik einerseits, optimale städtebauliche Einbindung andererseits) realitätsbezogen umgesetzt werden würde?

Es soll nicht nachgekartet wirken. Dennoch darf nicht der Hinweis fehlen, dass die BI- LoF Anfang 2014 drei ihrer Mitglieder ausgeschlossen hat, eben weil diese sich dem jetzt doch allseits für besser gehaltenen Standort des RWE-Geländes pro aktiv zugewandt hatten.

Warten wir nun die Entscheidung des BI- LoF-Vorstandes ab. Gegebenenfalls könnte aber Friedhelm Schroeter durch Rücktritt einem Zwangsaustritt durch den Vorstand zuvorkommen.

Wie schrieb doch Dirk Hartmann (damaliger BI- LoF-Vorsitzender) in seiner BI-Mitgliederinformation vom 20.12.2012:

„Wer nach gründlicher Prüfung der Lage und einer realistischen Betrachtung an der These ,Lünen - ohne Forensik‘ festhält, ohne auch nur ein einziges, ernsthaftes und wirkungsvolles Argument gegen die Entscheidung der Ministerin anführen zu können, bewegt sich auf einer Wunsch-Ebene und handelt verantwortungslos.“
Eine heute auch noch nach sechs Jahren mustergültige Darstellung und ein BI-Verhaltungskodex, an den sich die heutigen Verantwortlichen der BI- LoF leider nicht mehr erinnern wollen.

Auf den Punkt gebracht:
Die BI- LoF mit ihrem uninformierten Vorsitzenden, Reiner Dzuba, kann und darf als konstruktiver Partner in Sachen Forensik nicht mehr ernst genommen werden. Die BI- LoF entwickelt sich mit zunehmender Geschwindigkeit zu einem beschämenden Peinlichkeitsfleck in der Lüner Stadtgeschichte! Ihre Gründung im Jahre 2012 kann daher als historischer Fehler eingeordnet werden. Nichts ist dringlicher als die zeitnahe Auflösung dieser Bürgerinitiative.

Es war mehr als schofelig, ehrenwerte und gestandene Herren unserer Stadt dazu zu bewegen, sich vor einen BI-Karren spannen zulassen, der zu keiner Zeit ins Ziel zu bringen war. Dass der Verwaltung wie auch der Politik die Gründung einer Bürgerinitiative wichtig erschien, ohne selbst in ihr Verantwortung übernehmen zu wollen, spricht schon alleine für sich.

Die „Zeremonie“ des Landes in Sachen Forensik ist erprobt und auch in Lünen von Erfolg gekrönt.

Nur über den Weg der Kooperation anstatt einer Konfrontation kann ein Weg der Vernunft, wie er jetzt endlich begangen wird, für beide Seiten Fortschritt und Gewinn verbinden.

Für die Bürgergemeinschaft PRO Victoria
Hans Laarmann (Vorstand Technik/Pressesprecher)
20.12.2018

Autor:

Hans Laarmann aus Lünen

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