Nachbarstädte regeln es besser
GFL fordert bürgerfreundliche Freibad-Öffnung

Keine Kasse und nur Teilöffnung: Die Bädergesellschaft Lünen macht ihr Bad am Cappenberger See unattraktiv im Vergleich zu anderen Städten im Umland. Foto: GFL
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  • Keine Kasse und nur Teilöffnung: Die Bädergesellschaft Lünen macht ihr Bad am Cappenberger See unattraktiv im Vergleich zu anderen Städten im Umland. Foto: GFL
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Die GFL-Ratsfraktion fordert die Bädergesellschaft auf, unverzüglich für eine bürgerfreundliche Öffnung des Freibads am Cappenberger See zu sorgen. Auch dürften bestimmte Personengruppen nicht länger ausgegrenzt werden.

„Es ist unglaublich, wie die Bürgerinnen und Bürger in Lünen von der Bädergesellschaft behandelt werden“, so GFL-Ratsherr Ulrich Böhmer. „Die aktuellen Maßnahmen erinnern eher an einen Rausschmiss als an eine Einladung an Badegäste.“

Bei allem Respekt vor den Corona-Schutzmaßnahmen - im Umland zeigten die Bäder-Betreiber, wie man trotz der Pandemie gerade in den großen Ferien bürgerfreundliche Angebote macht. „Viele Leute können oder wollen nicht in den Sommerurlaub fahren. Gerade deshalb ist von der Bädergesellschaft zu erwarten, dass sie flexibel und bürgernah Schwimmvergnügen und Badespaß ermöglicht. Leider ist das Gegenteil der Fall“. Böhmer weiter: „Bei mir klingelt täglich das Telefon, weil sich Bürger beschweren wollen.“

Der GFL-Ratsherr nennt zahlreiche Beispiele, wie andere Städte mit Corona umgehen. Lünen brauche nur über den Tellerrand schauen. In Werne herrscht weitgehend Normalbetrieb. Frühschwimmer können ab 6 Uhr abtauchen, Besucher müssen keine Bahnen schwimmen. Aktuell in den Ferien lockt das Bad mit fünf verschiedenen „Summer Specials“ - darunter ein Eltern-Kind-Schwimmkurs, ein „Kids-“ sowie verschiedene Fitness-Kurse. Dazu heißt es: „Unsere Kursinhalte sind an die aktuelle Corona-Schutzverordnung angepasst.“

Selm sammelte in den vergangenen Wochen Corona-Schutzerfahrungen und lockerte die Beschränkungen im Rahmen der Vorschriften nach und nach. „Ab sofort wird den Badegästen wieder das gesamte Schwimmbad zur Verfügung stehen“, frohlockt das Freibad, man kehre „zurück zu unseren gewohnten Zeiten“. 780 Gäste dürfen sich im Bürgerfreibad Selm tummeln, damit stehe den Bürgern gerade an heißen Tagen eine Abkühlung zur Verfügung, ohne Schutzmaßnahmen zu verletzen. Selbst in Gütersloh, dem bundesdeutschen Corona-Hotspot, können Badegäste den normalen Betrieb bis zu vier Stunden nutzen: Sprungturm, Baby-Bereich und Gastronomie haben geöffnet, Besucher müssen keine Bahnen schwimmen.

Kein Verständnis habe die GFL-Fraktion auch für die Einführung von Online-Tickets als einzige Eintrittsmöglichkeit in Lünen. Böhmer: „Viele Senioren, aber auch andere Personen, haben kein Internet und damit auch kein Online-Banking. Auch Kinder und Jugendliche können nicht spontan ins Bad, wenn die Eltern gerade nicht verfügbar sind. Das ist ein Unding!“ Gerade Senioren und Schülern tue Bewegung besonders gut. Böhmer: „Die GFL-Fraktion fordert die Bädergesellschaft auf, sofort eine Kasse vor Ort als Alternative zu öffnen.“

Mehr Informationen erhalten Sie auf der GFL-Homepage

Keine Kasse und nur Teilöffnung: Die Bädergesellschaft Lünen macht ihr Bad am Cappenberger See unattraktiv im Vergleich zu anderen Städten im Umland. Foto: GFL
GFL-Ratsmitglied Dr. Ulrich Böhmer: Bürgerfreundliche Öffnung sollte gerade in den Ferien ein Auftrag der Bädergesellschaft sein. Foto: GFL
Autor:

Alexander Ebert aus Lünen

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