Licht für die Münsterstraße

UWG Freie Wähler fordern Aufwertung des nordöstlichen Stadttors

Naturschutz oder lebhafte Helligkeit? Dies ist die Gretchenfrage der Münsterstraße. Unzählige Platanen säumen die schnurgerade Bundesstraße zwischen Hauptbahnhof und Zwolle Allee. Ob morgens, mittags oder abends, Sommer oder Winter. Nur selten finden Sonnenstrahlen ihren Weg durch das dichte Blätterdach.

Lichtmessungen an der Münsterstraße der UWG Freie Wähler Lünen ergaben teilweise nur 4700 Lux, während an anderen Straßenzügen bis zu 41.000 Lux gemessen werden konnten. Eine Fahrt in einem Auto mit automatischer Fahrlichtsteuerung unterstützt diese Messung. Die Sensoren messen selbst an einem sonnigen Tag so wenig Licht, dass der Bordcomputer die Scheinwerfer einschaltet. Der ständige Schatten ist folgenschwer.

Viele Menschen nehmen die Münsterstraße als Angstraum war und meiden sie. Darüber hinaus stehen die Bäume so eng aneinander, dass vorbeifahrende Autofahrer ihren optischen Fokus auf die Baumstämme legen - die Schaufenster werden trotz Beleuchtung kaum wahrgenommen.

Jede zweite Platane fällen und die verbliebenen Bäume massiv zurückschneiden: Das ist der Vorschlag der UWG Freie Wähler Lünen. „Nur so kann die Sonne und somit aktives Stadtleben Einzug in die Münsterstraße erhalten“, sagt Gabriele zum Buttel, Vorsitzende der UWG Freie Wähler Lünen. Gewinner dieser Maßnahme gäbe es viele: Anwohner, Geschäftsleute und jeder einzelne Lüner Bürger. Die Münsterstraße bietet viel Potenzial als alternative Einkaufsstraße für Lünen. „Selbstverständlich müssen die gefällten Bäume in der näheren Umgebung ersetzt werden“, erklärt zum Buttel. Umweltschutz ist der Lüner Wählergemeinschaft wichtig. „Die Natur ist die Grundlage unseres Lebens. Wir dürfen jedoch nicht jeden einzelnen Baum über den Wohlstand eines ganzen Stadtteils stellen“, sagt zum Buttel. Eine mögliche Lösung: Ein neuer Stadtforst auf der Viktoriabrache.

Autor:

Gabriele zum Buttel aus Lünen

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