Der Tod kommt in beige

Kerstin Jordan über ihr erstes eigenes Buch „Guten Tag, Tod mein Name. Der Tod.“
  • Kerstin Jordan über ihr erstes eigenes Buch „Guten Tag, Tod mein Name. Der Tod.“
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Das Thema Tod mit Humor zu verbinden ist eine schwierige Angelegenheit. Doch Kerstin Jordan ist es gelungen, eine humorvoll erzählte Sammlung an Kurzgeschichten darüber zu verfassen.

„Guten Tag, Tod mein Name. Der Tod.“ So lautet der Titel ihres Buches, das die Moerserin sich hart erarbeitet hat. „Geschrieben habe ich schon immer sehr viel“, sagt sie. Genauso, wie die Liebe zum Lesen bei ihr immer vorherrschend war. Als ihr dann aber einmal der Stoff zum Lesen ausging, wollte sie endlich selber welchen produzieren. Es ergab sich, laut Jordan, ein „Autorenkurs neben Kind, Kegel und Büro“. Als gelernte Groß- und Außenhandelskauffrau konnte Kerstin Jordan diesen bei einer Autorin aus Kleve per Mail machen.

Dabei werden Aufgaben verschickt, die schließlich erledigt zurück gesendet werden und innerhalb dieses Kurses entstand die Idee zum Buch. „Ich hatte eine Schreibblockade, während einer Hausaufgabe und bat einen Freund: Gib mir ein Stichwort und dazu schreib ich jetzt das, was mir als erstes einfällt.“ Dieses eine Wort, das alles ins Rollen brachte, war „tot". Ihr kam sofort die Zeile „Guten Tag, Tod mein Name. Der Tod.“ in den Kopf. Die erste Kurzgeschichte war zügig geschrieben und so ergab eine die nächste. Dabei geht es stets um den personifizierten Tod, der die Menschen in Alltagssituationen heimsucht. Der Herr Tod, „mein Tod“, wie Frau Jordan betont, ist ein netter, älterer Herr in beigem Anzug, der im Alltag auch lustige Situationen erlebt. Außerdem sei er sehr menschlich, hat seine eigenen Probleme und Schmerzen.

Im Genre des schwarzen Humors mit Herz ist es allerdings schwierig, gerade beim Thema Tod, niemandem zu nahe zu treten. Für Jordan ist es daher eher die „Ansicht, dass der Tod auch nur seinen Job macht“ und genau diese kommt beim Leser sehr gut an. Doch einen Verlag zu finden war eine schwierige Angelegenheit. Über einen Wettbewerb hat sie schließlich beim Piepmatz Verlag Erfolg gehabt. Bereits bei ihrer ersten Lesung im Café Friesen in Repelen, zeichnete sich eine heitere Stimmung ab, die wohl auch demnächst bei ihrer ersten Signierstunde so sein wird.
Positives Feedback gibt es auch im Internet. „Mein Tod hat seine eigene Facebookseite“, berichtet Jordan und alle seien dem Thema gegenüber positiv aufgeschlossen. Denn „den Tod mal von einer anderen Seite zu sehen, von einer humorvolleren Seite“, begeistert die Leser. Vielleicht auch, weil in Deutschland das Thema Tod eher tabuisiert ist.

Auch für Kerstin Jordan ist es nicht immer leicht gewesen, sich stets mit dem Tod beschäftigen zu müssen. „Das Manuskript stand und das Thema war eigentlich für mich abgesagt“, erzählt sie. Geht es dann überhaupt mit Herrn Tod weiter, fragt sich der angefixte Leser. Frau Jordan war zumindest folgendes zu entlocken: „Ich schließe eine Fortsetzung oder ein 2.0 nicht aus“.

Signierstunde
Am Sonntag, den 10. April von 15 bis 16 Uhr besteht die Möglichkeit die sympathische Autorin persönlich kennen zu lernen. In der Barbara Buchhandlung, Burgstraße 3, in Moers kann man ein Exemplar ergattern und signieren lassen. Der Eintritt ist frei.

Autor:

Stefanie Rink aus Moers

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