Kunst im Schaufenster
Erinnerungen an Joseph Beuys

Joseph Beuys - Ohne Rosen geht es nicht.
  • Joseph Beuys - Ohne Rosen geht es nicht.
  • Foto: Quelle: Kunstmuseum Temporär
  • hochgeladen von Andrea Rosenthal

Seit Donnerstag, 14. Januar, gibt es für Kunstliebhaber in Mülheim zumindest einen kleinen Lichtblick: Das Kunstmuseum Temporär erinnert mit einer Schaufenster-Ausstellung noch bis zum 21. Februar an Joseph Beuys (1921-1986).

Die Leiterin des Kunstmuseums, Dr. Beate Reese, erklärt: "Da uns die Corona-Pandemie weiterhin in Atem hält und die Möglichkeiten begrenzt sind, Kunst und Kunstwerken zu begegnen, startet das Kunstmuseum Temporär mit einem ungewöhnlichen Format in das neue Jahr: der Schaufenster-Ausstellung. Anlässlich des diesjährigen Jubiläums 100 Jahre Joseph Beuys (1921-1986) erinnern wir im Vorgriff auf unsere kommende Ausstellung „Joseph Beuys: Plakate – Stationen seiner Kunst“ mit Büchern, Plakaten und Archivalien an diese herausragende Künstlerpersönlichkeit des 20. Jahrhunderts.

Mit Nekes-Film

Erinnert wird in dem Themenfenster auch an den mit dem Preis der deutschen Filmkritik  ausgezeichneten Film „BEUYS“ von Werner Nekes und Dore O., der 1981 im Atelier am Kassenberg in Mülheim an der Ruhr gedreht wurde. In diesem elfminütigen Kurzfilm steht Beuys mit dem Rücken zur Kamera vor einer weißen Wand. Äußerlich unbewegt, referiert er während der Aufnahmezeit über sein weitgefasstes geistiges und gesellschaftspolitisches Konzept. Wie kaum ein anderer Künstler verstand er sich als „Sender“, der stets den  Dialog suchte.

Mit seinem erweiterten Kunstbegriff hat Joseph Beuys die Bildhauerei der Moderne aus traditionellen und  figürlichen Bindungen herausgeführt. Im Sinne seiner plastischen Vorstellungen von „Energie“ und „Bewegung“, „Gestalt“ und „Ungestalt“ führte er Filz und Fett, Honig und Kupfer als neue Materialien in die  Kunst ein. Beuys΄ Ansatz, die Kunst in die Gesellschaft zu tragen und somit Bewusstsein bildende Prozesse anzustoßen, schloss das Denken sowie dessen Ausformung in Schrift und Sprache ausdrücklich mit ein.

Die Kunst in die Gesellschaft zu tragen hat das Team vom Kunstmuseum um Beate Reese nun mit der Schaufenster-Ausstellung wörtlich genommen. Die Beuys‘sche Kunst- und Ideenwelt wird im Schaufenster an der Schloßstraße 28-30 unmittelbar in den Stadtraum hineingetragen. Das Schaufenster kann bis zum 21. Februar rund um die Uhr besichtigt werden. Die aktuellen Vorgaben der Coronaschutzverordnung sind dabei zu beachten. Die kleine Werkschau entstand in Zusammenarbeit mit dem Museum für Moderne Kunst München und dem Förderkreis für das 
Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr.

Weitere Informationen findet man auf www.kunstmuseum-muelheim.de , www.foerderkreis-kunstmuseum-mh.de und www.beuys2021.de.

Autor:

Andrea Rosenthal aus Mülheim an der Ruhr

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