Neue Produktion der Voxbühne
Was für eine Art von Stadt wollen wir haben?

Polis: Die Stimmen der Stadt - Auch wenn Jörg Fürst für das Plakat der aktuellen Volxbühnen-Premiere Kölner Stadtmotive ausgewählt hat, ist das Thema der sich wandelnden Urbanität auch in Mülheim brandaktuell.
  • Polis: Die Stimmen der Stadt - Auch wenn Jörg Fürst für das Plakat der aktuellen Volxbühnen-Premiere Kölner Stadtmotive ausgewählt hat, ist das Thema der sich wandelnden Urbanität auch in Mülheim brandaktuell.
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"Wir sind eine Bürgerbühne. Das bedeutet: Bei uns können Bürgerinnen und Bürger unter professionellen Rahmenbedingungen und zusammen mit Profi-Schauspielern Theater für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger machen." So charakterisiert Regisseur Jörg Fürst den Charakter der von ihm geleiteten Volxbühne, die am 21., 22. und 23. Oktober, jeweils um 19.30 Uhr in ihrem Studiotheater an der Adolfstraße 89a mit ihrer neuen Produktion "Polis - Stimmen der Stadt" aufspielt. 

Der Titel des 80-Minuten-Stücks ist Programm. Fürst möchte dem Publikum der Volxbühne einen Denkanstoß geben und die Frage aufwerfen: "Welche Art von Stadt wollen wir, will ich in Zukunft haben?" Das Thema Stadt im Wandel, siehe Innenstadt, könnte nicht aktueller sein. Wo ist die Stadt heute noch Polis, Stadt und Marktplatz, Ort der Begegnung und der Kommunikation, wenn immer mehr Ladenlokale in der City leer stehen und immer mehr Menschen nicht mehr im Geschäft oder auf dem Marktplatz, siehe Rathausmarkt, sondern auf den virtuellen Marktplätzen des Internets einkaufen und immer mehr Dinge ihres täglichen Bedarfs vor dem Computer im Homeoffice erledigen. Wird unsere urbane digitale Zukunft eine fröhliche Nichtbegegnung oder eine traurige Vereinsamung? 

In diesem Spannungsfeld führt uns das generationsüberspannende und multikulturelle Ensemble der Volxbühne spannende und bewegende Lebensgeschichten vor Augen. Wir erleben die Geschichte eines Bergmanns, der seinen Arbeitsplatz und damit auch sein soziales Milieu verloren hat, gespielt von einem syrischen Flüchtling, der auf ganz andere Weise die Entwurzelung einer radikalen Lebenswende erfahren musste und jetzt nach neuen Lebensperspektiven sucht. Wir begegnen einer Frau aus der Generation U 100, deren Jugend von einer Darstellerin aus der Generation U 20 verkörpert wird. Es ist eine spannende und vitale Frau, deren Lebenserfahrung von der Mitwirkung an den Olympischen Spielen im Berlin des Jahres 1936 bis zur Inhaberin einer Essener Kultkneipe in der jüngsten Vergangenheit. Wir lernen eine Straßenmusikerin kennen, die in ihrem Leben das Dur und das Moll in vollen Zügen erlebt und erlitten hat. Und wir schauen  mit den Augen eines Taxifahrers auf die Stadt, altgriechisches Wort zum Beispiel der Politik und der Polizei ihren Namen gegeben hat. Beide Institutionen sind eng mit dem Drama der Entwicklung unserer Städte verbunden.

Multimediale Performance

Am 21., 22. und 23. Oktober lohnt es sich aber schon vor der Zeit zur Volxbühne zu kommen, wenn dort an der Adolfstraße 89a um 18.30 Uhr die Abendkasse öffnet und Interessierte Theatergänger vor dem ersten Vorhang die Gelegenheit haben, mithilfe einer VR-Installation auch virtuell in die auf der Bühne dargestellten Lebensgeschichten einzutauchen. 

Aber nicht nur die Protagonisten und Schauspieler, sondern auch die musikalischen Begleiter der Volxbühne, Kyusang Jeong (Bassklarinette) und Peter Eisold (Percussion, Electronics & Objekte) lassen bei der Polis-Premiere und den nachfolgenden Polis-Aufführungen im Oktober und Januar von sich hören.

Eine Kartenvorbestellung ist möglich unter: der Rufnummer
0208 43 96 29 11 oder per E-Mail an: KARTEN@VOLXBUEHNE.DE Das Theaterticket kostet 12 Euro und ermäßigt 8 Euro. Wer mit der Bahn zur Volxbühne kommen will, erreicht sie mit der U18 (Haltestelle Von-Bock-Straße) oder mit der 112 (Haltestelle Weißenburger Straße)

Zur Volxbühne

Autor:

Thomas Emons aus Mülheim an der Ruhr

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