Mülheimer Honigtage
WiK-Mitglied Jürgen Zier hat eigene Bienenstöcke

Sonntag, 19. Juni, in der Freilichtbühne: (v.l.) Jürgen Zier, Birte Kellermeier-Rehbein und Reinhard Netzeband vom Imkerverein Mülheim an der Ruhr
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Am Sonntag, 19. Juni, fand der Familientag der Mülheimer Honigtage in der Freilichtbühne statt. Auch schon 2020 hatte sich der Imkerverein Mülheim an der Ruhr e.V. - aus bekannten Gründen - für diesen Veranstaltungsort entschieden, so ihr 1. Vorsitzender Reinhard Netzeband. Bei den Vorträgen am Sonntag ging es u.a. um harmlose Insekten – wie Bienen, Wespen und auch Hornissen.
Unter dem Motto „Keine Angst vor den dicken Brummern“ sollten den Besuchern die Angst vor nützlichen Insekten genommen werden. „Auch ein Wespen-Nest muss nicht gleich immer entfernt werden,“ so Reinhard Netzeband. – Auch das Anlegen eines Bienen-freundlichen Gartens sollte gut durchdacht sein. Der Imkerverein berät gerne. Netzeband: „Blühmischungen bringen oft keinen Effekt, da diese Blüher von Bienen nicht angesteuert werden.“
Seit drei Jahren betreibt Jürgen Zier 14 Bienenstöcke in vier Mülheimer Stadtteilen – in Dümpten, in der Altstadt, in Heißen und am Auberg. Zier: „Das Hobby ist aus einer Laune heraus entstanden.“ Ende Mai kann man einen sehr milden Honig ernten, so der Hobby-Imker. Wenn die Linde ausgeblüht hat, ist die Saison vorbei. Einmal in der Woche kontrolliert Jürgen Zier der gleichnamige Dümptener Metzgerei jetzt seine Völker. Nach Saisonende werden die Bienen gegen Milbe behandelt und dann beginnt die Winterfütterung mit Sirup. Bei sehr niedrigen Temperaturen ziehen sich die Bienen zu einer Kugel zusammen, zur sogenannten Wintertraube, erklärt Jürgen Zier.
Käuflich erwerben lässt sich sein Honig im Laden am Anne-Frank-Platz oder im Haus Ruhrnatur. Nicht erwiesen, aber empfehlenswert ist es, regionalen Honig zu verzehren, was sich positiv auf Allergien – wie Heuschnupfen – auswirken soll. So kann man sich durch Honig-Verzehr aus der Region selbst desensibilisieren.
Die Vorträge wurden am Sonntag gut angenommen und auch das Angebot des Familientages für Kinder kam gut an – „spannend“ fanden die Kinder.
Das Vereinsbienenhaus, Am Fährbaum 30, gibt es seit 1979, den Verein selbst seit 1913. Das Bienenhaus wurde zum Lehrbienenstand. Dort werden nicht nur Versammlungen abgehalten, auch Schulklassen können - nach Anmeldung - einen Einblick in die Imkerei bekommen. Denn – einige Vereinsmitglieder haben dort ihre Bienenvölker stehen. Interessierte und zukünftige Imker finden im Imkerverein Mülheim Paten, die sie gern auch begleiten.

Sonntag, 19. Juni, in der Freilichtbühne: (v.l.) Jürgen Zier, Birte Kellermeier-Rehbein und Reinhard Netzeband vom Imkerverein Mülheim an der Ruhr
Sonntag, 19. Juni, in der Freilichtbühne: (v.l.) Jürgen Zier, Birte Kellermeier-Rehbein und Reinhard Netzeband vom Imkerverein Mülheim an der Ruhr
Autor:

Claudia Leyendecker aus Mülheim an der Ruhr

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