Badminton: Wechselbad der Gefühle für Johanna Goliszewski
Schlecht gespielt - groß geehrt

DBV-Präsident Thomas Born übergab den „Markus-Keck-Gedächtnispokal“ an Johanna Goliszewski. Foto: Claudia Pauli
  • DBV-Präsident Thomas Born übergab den „Markus-Keck-Gedächtnispokal“ an Johanna Goliszewski. Foto: Claudia Pauli
  • hochgeladen von Marc Keiterling

 „Das war leider das schlechteste Badminton von mir seit längerer Zeit. Es ist blöd, dass es auf diesen Tag gefallen ist. Vorher haben wir uns gut gefühlt und gut gespielt. Aber so ist der Sport – und es geht immer weiter“.

Äußerst selbstkritisch ging Johanna Goliszewski mit ihrer Leistung im Damendoppel bei den Deutschen Einzelmeisterschaften am vergangenen Wochenende in Bielefeld ins Gericht. Mit ihrer Partnerin Lara Käpplein ging sie topgesetzt ins Endspiel, doch das Mülheimer Duo zog gegen die noch relativ neu formierte Kombination Linda Efler/Isabel Herttrich (SC Union Lüdinghausen/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) überraschend den Kürzeren. Mit 15:21 und 18:21 verloren die Mülheimerinnen in zwei Sätzen.
„Linda und ich haben uns im letzten halben Jahr gut gefunden und viel trainiert. Da es auch menschlich gut bei uns passt, kriegen wir es auch auf dem Feld gut hin“, sagte Isabel Herttrich. Die 26-Jährige gewann damit ihren dritten DM-Titel in Folge, nachdem sie 2017 und 2018 an der Seite von Carla Nelte (TV Refrath) triumphiert hatte.
Johanna Goliszewski hingegen verpasste ihren insgesamt fünften DM-Titel im Damendoppel nach 2013, 2014 (jeweils mit Birgit Michels), 2015 und 2016 (jeweils mit Carla Nelte). Die Olympiateilnehmerin von 2016 im Damendoppel (mit Carla Nelte) und Lara Käpplein waren bereits im Vorjahr Deutsche Vizemeisterinnen geworden.

"Mich ehrt dies sehr!"

Den sechsten Titel nicht geholt - und dennoch konnte Goliszewski einen Pott entgegen nehmen. Traditionell erfolgt im Rahmen der Deutschen Meisterschaften die Verleihung des „Markus-Keck-Gedächtnispokals“. Diese Trophäe wurde im Jahr 1997 von der Familie des viel zu früh verstorbenen, 20-maligen deutschen Nationalspielers Markus Keck für zehn Jahre gestiftet, seitdem führt der Deutsche Badminton-Verband (DBV) die Ehrung fort. Mit dem Pokal zeichnen die Verantwortlichen im Deutschen Badminton-Verband (DBV) stets einen hervorragenden Athleten aus, der nicht allein in sportlicher Hinsicht überzeugt, sondern auch in Bezug auf seine Persönlichkeit. 2019 erhielt die 32-jährige Goliszewski den Pokal. „Ich habe damit nicht gerechnet. Ich habe die ganze Zeit schon überlegt, wer den Pokal in diesem Jahr bekommt. Mich ehrt dies sehr“, sagt die 51-malige deutsche Nationalspielerin.

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