Sportpolitik
Staatssekretärin besucht Mülheimer Badminton-Zentrum

Für das Foto mit der Staatssekretärin Andrea Milz sowie Vertretern des MSS und des Badminton-Lanesverbandes unterbrachen die Badmintonspieler des laufende Training.
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  • Foto: Claudia Pauli
  • hochgeladen von Marcel Dronia

In der Trainingshalle des Deutschen Badmintonzentrums an der Mülheimer Südstraße läuft gerade das Nachmittagstraining. In einer Ecke der Halle spielen die beiden besten deutschen Einzelspielerinnen Yvonne Li und Fabienne Deprez gegeneinander. Daneben schlägt sich der deutsche Meister von 2017, Fabian Roth, gerade ein. Andrea Milz, die NRW-Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, betrachtet das bunte Treiben mit einiger Begeisterung. Die Politikerin besucht aktuell alle städtischen Sportämter und alle Stadt- und Kreissportbünde.

Die Staatssekretärin ist im Sport aktuell gerne gesehen. Schließlich verkündete sie nicht nur eine deutliche Aufstockung des Förderprogramms "1000 x 1000", sondern macht sich nun auch noch mit dem Programm "moderene Sportstätte 2022" einen Namen, mit dem die Landesregierung bis zu jenem Jahr 300 Millionen Euro für die Modernisierung von Sportanlagen zur Verfügung stellt.

In Mülheim gehört dazu auch das Deutsche Badminton-Zentrum an der Südstraße. Da die Badminton-Asse in einem Haus mit dem Mülheimer Sportservice untergebracht sind, ließ sich der Besuch beider Institutionen verbinden, ehe es für Andrea Milz abends noch in die Stadthalle zur Gala zum 100-jährigen Bestehen des Mülheimer Sportbundes ging.

Ab 14 Jahren im Internat

Neben der Trainingshalle wurde der Staatssekretärin vor allem das angeschlossene Internat vorgestellt. Ab 14 Jahren können Badminton-Talente aus ganz Deutschland hier wohnen. Die Zimmer sind ungefähr 16 Quadratmeter groß. "Es ist besser als im Studentenwohnheim", sagt Internatsleiter Alexander Müller. Die Verantwortlichen haben sich bewusst gegen Doppelzimmer entschieden und machen keine Vorschriften bei der Einrichtung.

Das Internat kooperiert in erster Linie mit der Luisenschule als NRW-Sportschule, aber auch mit der Realschule Stadtmitte und dem Berufskollege an der Kluse. Klausuren können mittlerweile auch unterwegs während der Wettkampfreisen geschrieben werden. "Es werden pragmatische Lösungen mit den Schulen gesucht", erklärte Müller. Sollte es mit dem Leistungssport doch nicht klappen, können die Schüler trotzdem bis zu ihrem Abschluss im Internat bleiben.

Rente für Sportler wird zum Thema

Andrea Milz hat den Werdegang der Sportler genau im Blick. "Das Thema Rente für Sportler soll jetzt umgesetzt werden", verspricht sie. Bundestrainer Detlef Poste, der sein Büro in der ersten Etage der Sporthalle zeigte, und sein Vorgänger Holger Hasse, mittlerweile Geschäftsführer des Landesverbandes, würden sich eine ähnliche Regelung auch für Trainer wünschen. Das gaben sie der Politikerin eindringlich mit auf den Weg. Hasse sprach von vielen befristeten Verträgen und zeitlich begrenzten Förderungen - und überspitze die Problematik mit einem Beispiel: "Trainer, die bei Olympia in Tokio eine Goldmedaille holen, können trotzdem sechs Tage später zum Arbeitsamt gehen." Er wünscht sich eine Berufstrainerausbildung in NRW. Aktuell müsste das letzte Jahr für den Bachelor in Leipzig absolviert werden. 

"Es war ein sehr interessanter Kontakt mit dem Bundestrainer", fasste Andrea Milz ihren Besuch zusammen. "Ich war schon einmal bei den German Open und habe die Elite gesehen." Sie versprach, bei zukünftigen Bauvorhaben auch zuerst mit den Athleten zu sprechen.

Autor:

Marcel Dronia aus Mülheim an der Ruhr

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