SWB investiert in Großprojekt mit fast 600 Wohnungen in Heißen

Entlang der Kleiststraße entsteht der erste Bauabschnitt mit 101 Wohneinheiten.
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Bevor Ulf Lennermann am Ende des Jahres die Mülheimer Wohnungsbaugesellschaft SWB verlässt, hat der Geschäftsführer noch ein bedeutendes Projekt auf den Weg gebracht: die Eichbaumsiedlung. In diesem Gebiet in Heißen wird die SWB in den kommenden acht Jahren 547 Wohnungen grundlegend modernisieren, um-, aus- oder zum Teil auch neubauen.

Seit 2015 haben sich die Mülheimer mit dem Projekt beschäftigt, das nach der gleichnamigen U-Bahn-Haltestelle der Linie U18 benannt ist. „Wir gehen mit dem Namen offensiv um und erhoffen uns natürlich, dass er in einigen Jahren positiv besetzt ist und nicht im Zusammenhang mit Angsträumen verwendet wird“, sagt Ulf Lennermann.

Das Gebiet ist mit fast 600 Wohnungen einer der größten, zusammenhängenden Siedlungsbereiche im SWB-Portfolio. Die Häuser stammen zum überwiegenden Teil aus den 50er und 60er Jahren. „Es wäre in der Zukunft mit teuren Ausfällen zu rechnen gewesen“, erklärt Lennermann. Sein Geschäftsführer-Kollege und Nachfolger Andreas Timmerkamp bringt es auf den Punkt: „Das Entwicklungspotenzial war gleich null.“

Ein vom damaligen NRW-Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr ausgerufenes Pilotprojekt brachte schließlich Bewegung in das Vorhaben. Als eine von neun Wohnungsbaugesellschaften reichte die SWB ihren Plan für die Eichbaumsiedlung ein. Am 8. November nahmen Timmerkamp und Lennermann in Düsseldorf das Zertifikat für die „Entwicklung einer Gesamtstrategie“ entgegen. Es ist mit einer Fördersumme von bis zu zehn Millionen Euro zu rechnen. Die Auszeichnung übernahm Ina Scharrenbach, Chefin des neuen Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung.

Gerade diese Umbennenung des Ministeriums hat die Mülheimer Wohnungsbauexperten in einem ihrer Hauptslogans bestärkt. „Wir schaffen Heimat“, lautet der. „Wir haben einmal ein Zehn-Punkte-Programm für neue Wohnprojekte aufgestellt und am Ende gemerkt, dass das alles Quatsch ist. Letzten Endes läuft es alles auf diesen Satz hinaus: Wir schaffen Heimat“, betont Andreas Timmerkamp.

Zurück zur Eichbaumsiedlung: Dort werden im ersten Abschnitt – genannt „Heißen-Süd“ - 76 bisherige Wohneinheiten entlang der Kleiststraße und des Amundsenwegs durch 101 neue ersetzt. Die Hälfte davon wird unmittelbar öffentlich gefördert (48), die andere Hälfte (53) wird auf andere Bereiche in Heißen verteilt. Entstehen werden vor allem Wohnungen mit zwei (30) und drei Zimmern (49), aber auch mit vier (16) oder fünf (6). Am frühen Donnerstagabend fand die erste Informationsveranstaltung für die Anwohner statt, ab dem 27. November wird vor Ort ein Beratungsbüro eingerichtet. Mit dem Bau soll im Spätsommer 2018 begonnen werden, die Fertigstellung ist für Anfang 2020 geplant. Investitionssumme: 23 Millionen Euro.

Wohnungsbaugesellschaft nimmt 150 Millionen Euro bis 2022 in die Hand

Insgesamt wird die SWB in den kommenden fünf Jahren 150 Millionen Euro in Instandhaltung und Modernisierung investieren. „So viel haben wir in meiner Zeit hier noch nie innerhalb von fünf Jahren investiert“, so Geschäftsführer Andreas Timmerkamp. Der SWB-Chef zeichnete für das Jahr 2017 ein glänzendes Bild. Die SWB verzeichnet aktuell nur einen marktbedingten Leerstand von 0,5 Prozent. 2016 wurde ein Jahresüberschuss von 1,6 Millionen Euro erwirtschaftet, für das laufende Geschäftsjahr erwartet Timmerkamp sogar noch ein leicht besseres Ergebnis. In den 8500 SWB-Wohnungen leben Menschen aus über 30 Nationen. Und all das, obwohl Auflagen immer größer werden. „1990 gab es 4000 Vorschriften bei einem Hausbau, heute 20.000“, erklärt Ulf Lennermann. Das führt dazu, dass immer mehr Fachingenieure eingestellt werden müssen. Auch die verlässlichen Handwerksbetriebe sind vollkommen ausgelastet. Dennoch konnte die SWB in diesem Jahr mehrere Projekte wie an der Frintroper Straße in Dümpten, an der Hinnebecke in Heißen oder an der Kappenstraße in Winkhausen abschließen.

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