Drei Bewohner gerettet
Dachstuhl brannte lichterloh

Die Flammen, die aus dem Dachstuhl schlugen, waren weithin sichtbar
  • Die Flammen, die aus dem Dachstuhl schlugen, waren weithin sichtbar
  • Foto: Feuerwehr
  • hochgeladen von Karin Dubbert

Am vergangenen Samstagabend, 8. Januar, meldeten mehrere Anrufer der Leitstelle der Feuerwehr Oberhausen einen Brand in einem 3,5 geschossigen Mehrfamilienhaus auf der Schlägelstraße. Mehrere Personen sollten sich nach Aussagen der Anrufer noch im Gebäude befinden. Sofort schickte die Leitstelle alle verfügbaren Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen 1 und 2 sowie den Führungsdienst zum Einsatzort. Beim Eintreffen der ersten Einheiten waren Brandrauch und Flammen im Bereich des Dachstuhls des Mehrfamilienhauses sichtbar. Mehrere Personen machten am Fenster auf sich aufmerksam, da der Treppenraum aufgrund von Brandrauch nicht passierbar war. Ebenso drohte das Feuer unmittelbar auf die benachbarten Wohngebäude überzugreifen.

Unverzüglich wurde durch die Einsatzkräfte eine umfassende Menschenrettung mit drei Trupps unter Atemschutz im Inneren des Gebäudes eingeleitet. Bevor auch die Drehleiter zur Menschenrettung eingesetzt werden konnte, musste zunächst ein Baum am Straßenrand entfernt werden. Eine relevante Zeitverzögerung ergab sich hierdurch nicht. Insgesamt wurden drei Personen gerettet, welche im Anschluss mit einer Rauchgasvergiftung in umliegende Krankenhäuser transportiert wurden.
30 weitere Personen aus dem betroffenen- und den angrenzenden Gebäuden konnten sich eigenständig in Sicherheit bringen. Diese wurden durch den leitenden Notarzt der Stadt Oberhausen untersucht. Eine vierte Person wurde im Zuge dessen ebenfalls in ein Krankenhaus transportiert. Während des gesamten Einsatzes wurden die betroffenen Personen durch Betreuungseinheiten des DRK und des ASB versorgt und unter anderem in einem Bus der STOAG untergebracht.

Unmittelbar nachdem alle Menschen gerettet werden konnten, kam es zu einer so genannten Durchzündung, in dessen Folge der Dachstuhl in Vollbrand stand.

Aufgrund der Altbausubstanz gestalteten sich die Löschmaßnahmen schwierig; zeitweise wurde das Feuer über zwei Drehleitern mit Wenderohren, drei B-Rohren und drei C-Rohren bekämpft.

Durch den Brandverlauf und die baulichen Gegebenheiten dauertenn die Nachlöscharbeiten bis in die frühen Morgenstunden an. Die Kräfte der Feuerwehr wurden zeitweise durch das Technische Hilfswerk mit zwei Fachberatern, die Johanniter-Unfallhilfe mit einer Drohne und die Höhenretter der Berufsfeuerwehr unterstützt.

Zu Spitzenzeiten waren daher 123 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Johanniter-Unfallhilfe, Arbeiter-Samariter-Bund, Deutschem Roten Kreuz und Technischem-Hilfswerk vor Ort. Die Feuerwehr Essen und die Feuerwehr Mülheim an der Ruhr unterstützten mit jeweils einem Rettungswagen vor Ort.

Noch während der laufenden Nachlöscharbeiten kam es um 0:54 Uhr parallel zu einem Feuer auf einem Balkon auf dem Postweg. Die Einsatzkräfte konnten das Feuer zügig löschen. Personen kamen bei diesem Einsatz nicht zu schaden.

Die Brandursache wird durch die Kriminalpolizei ermittelt.

Autor:

Karin Dubbert aus Oberhausen

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