Neues Mobilitätsangebot in Oberhausen
Bus kommt "On-Demand"

"On Demand" bedeutet, dass Fahrzeuge auf Anforderung die Fahrgäste direkt von sogenannten virtuellen Haltepunkten, die etwa alle 200 Meter im Stadtgebiet eingerichtet werden, oder von regulären Haltestellen zu ihrem Ziel bringen. Einen festen Fahrplan oder Linienweg gibt es nicht.

Dabei werden nach Möglichkeit verschiedene Fahrtwünsche der Fahrgäste so kombiniert, dass im Idealfall mehrere „On-Demand-Fahrgäste“ zusammenfahren bzw. mitgenommen werden können. Die Buchung und Bezahlung erfolgt über eine Fahrgast-App, die in Echtzeit berechnet, welche Fahrten sich ohne nennenswerte Umwege und mit nur geringen Wartezeiten bündeln lassen und die Fahrtroute optimiert.
Mit dem Unternehmen Via Van hat sich die STOAG Ende August für einen Softwareexperten entschieden, der seit Jahren praxiserprobt ist und inzwischen in vielen Städten der Welt geteilte Fahrten koordiniert, so beispielsweise auch in Berlin. Via Van wird nun für die STOAG eine entsprechende Fahrgast-App entwickeln. Oberbürgermeister Daniel Schranz begrüßt das neue Mobilitätsangebot der STOAG: „Damit kommen wir dem Bedürfnis der Bürgerinnen und Bürger nach möglichst großer Flexibilität und Spontanität bei ihrer Mobilität entgegen und können mehr Menschen zum Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr motivieren. Zielgruppe sind sowohl Autofahrer als auch ÖPNV-Nutzer.“

Projektstart im Norden

Der Einsatz des On-Demand-Verkehrs wird zunächst im Oberhausener Norden erfolgen, d. h. nördlich der A 42 einschließlich des Bereichs Neue Mitte und Lipperfeld. Die Fahrzeuge werden, so die Planung, täglich ab 21 Uhr bis 2 Uhr des Folgetages, am Samstagmorgen bis 6 Uhr und am Sonntagmorgen bis 9 Uhr im Einsatz sein.
„Mit On-Demand gibt es zukünftig eine attraktive Bedienform in Zeiten der geringeren Nachfrage und der geringeren Taktdichte“, verspricht STOAG-Geschäftsführer Werner Overkamp. „Wir ergänzen die bestehende Verkehrsinfrastruktur mit dem Ziel, das Angebot zu attraktivieren und neue Fahrgäste zu gewinnen, bleiben aber unserer Kernkompetenz verbunden, mehrere Fahrgäste gemeinsam von einem Ziel zum anderen zu befördern“, so Overkamp weiter.
Neben der Entwicklung der Software muss noch entschieden werden, welche Fahrzeuge zum Einsatz kommen und wer diese fährt. Auch die Frage des Tarifs ist zu klären. Hier sind die Gespräche mit dem VRR noch nicht abgeschlossen, der On-Demand-Tarif wird preislich zwischen dem klassischen VRR- und dem Taxitarif liegen.
Anfang nächsten Jahres soll der Betrieb beginnen und die Akzeptanz des Angebots durch die Oberhausener getestet werden. Umweltdezernentin Sabine Lauxen sieht beim On-Demand-Verkehr deutliche Vorteile für Oberhausen: „Dieses Angebot ist ein weiterer Baustein in unserer Strategie, die Attraktivität der umweltfreundlichen öffentlichen Verkehrsmittel in unserer Stadt zu erhöhen.

Sicherheitsaspekt

Wer zu früher oder zu später Stunde sicher und schnell in die Stadt, zu Freunden und wieder nach Hause fahren möchte, ist nicht mehr auf das eigene Auto angewiesen. Der Sicherheitsaspekt“, so Lauxen, „wird zweifellos auch für viele junge Menschen ein Motiv sein, die On-Demand-Fahrzeuge zu nutzen.“

Autor:

Klaus Bednarz aus Dinslaken

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