BUND Oberhausen:
Gemeinsam für den Erhalt der Grünflächen – keine weitere Versiegelung!

Am 29.07.2021 kamen in der Kleingartenanlage an der Wilhelmstraße in Oberhausen-Sterkrade Mitglieder der BUND-Kreisgruppe Oberhausen, der Bürgerinitiative Grüne_Lunge 3.1 und der Bürgerinitiative Auf dem Horst zusammen, um sich auszutauschen und über weitere Schritte zur Erhaltung der Kleingärten zu beraten. Mit Infoständen und einer Fahrraddemo soll auf die Bedrohung der Kleingartenanlagen durch die geplante Bebauung aufmerksam gemacht werden.

Die Kleingartenanlagen in Sterkrade und Borbeck bestehen seit vielen Jahrzehnten und bilden inmitten der dicht bebauten Stadt Flächen, die sich durch große Artenvielfalt auszeichnen. Singvögel, Fledermäuse, Amphibien und Insekten haben dort Rückzugsorte und Trittsteinbiotope für Wanderungen zu anderen Kleingärten und zum benachbarten Parkanlagen. Die Gärten sind individuell gestaltet und werden unterschiedlich genutzt. Hier werden Artenschutz und Klimaschutz gestärkt. Pflanzen nehmen große Mengen Kohlenstoffdioxid auf. Die Grünflächen im Siedlungsraum schützen im Klimawandel vor zu starker Hitze in den Innenstädten.

Nach der Hochwasserkatastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz müssen die Bedeutung der Grünflächen als Retentions- und Versickerungsflächen neu bewertet werden. Klimaforscher und Metereologen gehen von einer Zunahme der Extremwetterlagen aus. Oberhausen muss sich auf vermehrte Unwetter einstellen und im Sinne einer „Schwammstadt“ Sickerflächen bereitstellen.

Ute Joffroy-Limbeck von der Bürgerinitiative auf dem Horst in Borbeck: „Oberhausen ist eine sehr dicht besiedelte und stark bebaute Stadt - nach München stehen wir an zweiter Stelle in einer aktuellen Studie zur Versiegelung der Stadtfläche. Deshalb darf die Stadt Oberhausen als Eigentümerin der Fläche der Bebauung nicht zustimmen.“

„Es gibt in Sterkrade große Flächen, die bebaut und versiegelt sind, aber seit Jahren nicht mehr genutzt werden – warum werden diese nicht für Wohnbebauung genutzt? Warum soll ausgerechnet eine Grünfläche mit Kleingärten zerstört werden?“ fragt Karlheinz Hartmann von der Bürgerinitiative Grüne Lunge 3.1.

Es darf nicht sein, dass die wenigen vorhandenen Grünstrukturen in Oberhausen noch zugebaut werden. Auch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Klimaschutz sollte die Mitglieder des Planungs-ausschusses und des Stadtrates der Stadt Oberhausen auf die Bedeutung des Klimaschutzes in der Bau-leitplanung aufmerksam machen, denn unsere Stadt muss auch für kommende Generationen bewohnbar sein.

Den VW-Konzern, der die MAN/GHH übernommen hat, nehmen wir beim Wort. VW-Chef Michael Jost erklärte unlängst „Volkswagen will nicht nur gesetzliche Vorgaben erfüllen, Volkswagen übernimmt gesellschaftliche Verantwortung für das Klima.“ Es wäre ein gutes Zeichen und würde die Glaubwürdigkeit des VW-Konzerns unterstreichen, wenn auf die Veräußerung und Bebauung der 30 000 m² großen Grünfläche mitten in Sterkrade zugunsten des Klimaschutzes verzichtet würde.

Gemeinsam mit den Bürgerinitiativen fordert der BUND Oberhausen den Erhalt der Kleingartenanlagen. Cornelia Schiemanowski, Sprecherin der BUND-Kreisgruppe: „Wir unterstützen nachdrücklich die BI Grüne Lunge 3.1 und die BI Auf dem Horst. Wir hoffen, dass die jetzigen Eigentümer die Kleingartenanlagen erhalten und der Stadtrat die Fläche nicht zur Versiegelung und Bebauung mit Wohnhäusern freigibt.“

Autor:

Cornelia Schiemanowski aus Oberhausen

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