Pflege daheim aus Geldgier oder?

Ist die Gesellschaft, sind wir krank, wenn mindestens 200.000 illegale Osteuropäer für die Pflege daheim genutzt werden?

Die Angehörigen der Pflegebedürftigen sparen, wie es die Mehrheit der Gesellschaft wünscht. Die Altenheime werden verteufelt. Das Argument ambulant vor stationär ist im Pflegeversicherungsgesetz aus 1994 (SGB XI) bereits festgelegt. Ab 1996 gilt es für die Einrichtungen, damals reichten die Bettplätze für die Nachfrage. Heute nur, wenn mehrheitlich das schlechte Gewissen der Angehörigen die Oberhand behält.

Mindestens 200.000 Menschen lassen sich aus eigener Not zu einem Hungerlohn auf die Arbeit rund um die Uhr bei einem Menschen ein. Die Abhängigkeit besteht beidseitig. Dazu kommt oft noch die unentgeltliche Hilfe der Angehörigen.

Was kostet eine 24 Stunden Betreuung oder Haushaltshilfe? Die notwendige Pflege muss extra oft über den ambulanten Dienst geleistet werden.

365 Tage x 24 Stunden mit 8 Euro Stundenlohn ergeben im Jahr 70.000 € netto. Zuzüglich 19,9% Sozialversicherung 13.900 €, Berufsgenossenschaft 600 €, und ca. 14.000 € Steuern ergeben 98.500 €, bei knapp 10 Euro in der Stunde sind es jährlich 120.000€. Der Sozialversicherung fehlen im Jahr bei 8 €/Std. 2.800.000.000 €. Die gleiche Summe fehlt an allgemeiner Steuer oder monatlich 233.333.333 €.

Die Hilfskräfte erhalten ca. 1.600 € monatlich oder 19.200 € im Jahr, dies ergäbe einen Stundenlohn von 2,19 €, zuzüglich freie Unterkunft und Verpflegung.
Die Hilfskräfte leisten keine Pflege, sie betreuen.

Die Brisanz liegt in der Demographie. Wir werden alle älter, die Bevölkerung nimmt ab, bald ist jeder dritte über 60. Dies war und ist den Fachleuten und der Politik seit 1995 bekannt.

Wann ist uns der Mitmensch wichtiger als Auto und Pc?

Wenn wir Menschenhilfe, die Krankenschwester, die Altenpflegerin, die Erzieherin, mindestens so entlohnen, wie den Automechaniker, den EDV-Helfer, usw. werden wir die Kinder achten und zufrieden Alt werden können.
Der Pflegenotstand wird im reichen Europa nicht ausbrechen, wenn alle Steuern zahlen und solidarisch handeln und sich nicht aus der Gesellschaft verabschieden.

Wann beginnen wir mit der aktiven Nachbarschaftshilfe und bauen uns ein Betreuungsstundenkonto auf, wie in Japan und Österreich.

Hilfe gegen Hilfe!

Autor:

Siegfried Räbiger aus Oberhausen

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