Arbeits- und Ausbildungsmarkt
Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt im Mai

„Wie schon im letzten Monat gibt es abermals positive Nachrichten zum Arbeits-markt: im Mai gab es mit einem Minus von 1,7 % zu April und von 3,8 % zu Mai 2020 einen deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit“ resümiert Christiane Artz, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Oberhausen und fügt hinzu: „Im Mai fanden knapp 500 Menschen eine neue Beschäftigung, das waren 78,8 % mehr als im Mai 2020. Zudem reduzierte sich die Anzahl der Menschen, die sich nach einer Beschäfti-gung arbeitslos gemeldet haben. Dies waren im Mai 423 Beschäftigte und somit weitaus weniger als im April und im Vorjahr. Also durchaus positive Signale, die abermals zeigen, dass der Arbeitsmarkt trotz der vorherrschenden Pandemie an Dy-namik gewinnt. Auch die Stellenmeldungen runden dieses Bild ab. Seit Jahresbeginn wurden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service mehr als 2.100 neue Stellen gemel-det, das waren 38 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Sinkende Inzidenzwerte werden die positive Entwicklung sicherlich noch stärker ermöglichen.“

Arbeitslosigkeit
Im aktuellen Berichtsmonat sank die Arbeitslosigkeit in Oberhausen um 205 Personen auf 11.825. Im Jahresvergleich gab es einen Rückgang um 470 Arbeitslose (-3,8 %). Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 10,7 %
(-0,2 %-Punkte).

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)
Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Agentur für Arbeit) waren im Mai 2.518 Per-sonen arbeitslos gemeldet, 183 Personen weniger als im April. Im Vergleich zu Mai des letzten Jahres gab es einen Rückgang um 383 Personen (-13,2 %).

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)
Im Jobcenter Oberhausen wurden im Berichtsmonat 9.307 Arbeitslose gezählt, 22 we-niger als im Vormonat und 87 weniger als im Mai 2020 (-0,9 %).

Jugendarbeitslosigkeit
879 junge Arbeitslose unter 25 Jahren im Mai bedeuten einen Rückgang von 10 Perso-nen gegenüber April und von 163 Personen gegenüber dem Vorjahr. Damit lag die Ju-gendarbeitslosenquote bei 8,5 % (+0,2 %-Punkte zum Vormonat).
Von den Jugendlichen befanden sich 255 Personen in der Betreuung des Rechtskreises SGB III (Arbeitslosenversicherung), 41 weniger als im April und 77 weniger als im Vor-jahresmonat. Beim Jobcenter Oberhausen waren 624 arbeitslose Jugendliche registriert, 31 mehr als im Vormonat und 86 weniger als im Mai 2020.

Langzeitarbeitslosigkeit
Mit aktuell 6.343 Personen hat die Zahl derjenigen, die bereits ein Jahr oder länger bei der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter arbeitslos gemeldet sind, gegenüber April um 9 Perso-nen abgenommen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gibt es einen Anstieg von 924 Frauen und Männern.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung umfasste im Mai 15.802 Personen. Das waren 136 weniger als im April und 52 weniger als im Mai des letzten Jahres. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt aktuell 13,9 %. Im Rechtskreis des SGB III befanden sich in der Unterbeschäftigung 3.172 Personen, 138 weniger als im April und 244 Personen weniger als im Vorjah-resmonat. Die Unterbeschäftigung im Rechtskreis des SGB II hat gegenüber Mai 2020 um 192 Personen zugenommen und liegt aktuell bei 12.630 Personen.

Arbeitskräftenachfrage
Die Vermittler/innen des gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Oberhausen und des Jobcenter Oberhausen haben im Berichtsmonat insgesamt 320 neue Stellen von den Unternehmen akquiriert, 25 weniger als im April und 26 weniger als im Vorjahresmonat. Zum Stichtag standen 1.661 freie Stellen zur Verfügung, 63 weniger als im Vormonat und 80 weniger als im Mai 2020. Die meisten freien Stellen kamen im Mai aus dem Bereich Produktion und Fertigung (vor allem für Mechatronik-, Energie-, und Elektroberufe), gefolgt von dem Gesundheits- und Sozialwesen (inklusive Lehre und Er-ziehung).

Kurzarbeit
Im Mai haben 11 Oberhausener Betriebe für potentiell 34 Beschäftigte Kurzarbeit ange-zeigt. Die Anzeigen auf Kurzarbeit haben damit merklich abgenommen. Wie viele Unter-nehmen die Kurzarbeit dann tatsächlich in Anspruch nehmen, zeigt sich erst nach einer Wartezeit von sechs Monaten. Demnach befanden sich im November 2020 in Oberhausen 623 Betriebe in Kurzarbeit mit insgesamt 3.359 betroffenen Beschäftigten.

Ausbildungsmarkt
Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober 2020 meldeten sich 1.485 Bewer-ber/innen für Berufsausbildungsstellen (+0,5 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum). Im gleichen Zeitraum wurden insgesamt 1.013 freie Ausbildungsstellen gemeldet. Das ent-spricht einem Rückgang von 9,6 % zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum.
Aktuell gelten noch 732 Bewerber/innen als unversorgt (-10,4 % im Vergleich zu Mai 2020). Dem stehen 478 unbesetzte Ausbildungsstellen gegenüber (-4,4 % im Vergleich zum Vorjah-resmonat).
Unbesetzte Ausbildungsstellen gibt es noch in fast allen Bereichen.
Zu den TOP 10 gehören Verkäufer/in, Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Fachverkäufer/in-Lebensmittelhandwerk – Bäckerei, Elektroniker/in- Energie-/Gebäudetechnik, Kaufmann/-frau – Büromanagement, Handelsfachwirt/in (Ausbildung), Maler/in/Lackierer/in – Gestaltung/Instandhaltung, Anla-genmechaniker/in – Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik, Gebäudereiniger/in, Zahnmedizini-sche/r Fachangestellte/r.

„In wenigen Wochen werden in Oberhausen und Mülheim tausende Schülerinnen und Schüler die Schule abschließen und viele von ihnen haben noch keinen konkreten Plan, wie es dann für sie weitergeht. Deswegen werden wir im Juni noch einmal ver-stärkt auf die jungen Menschen zugehen und ihnen unsere Beratung offensiv anbie-ten. Neben bereits geplanten Videot@lk-Aktionen und Walk&Talk-Angeboten mit Unternehmen werden wir am 23. Juni eine virtuelle städteübergreifende Ausbildungs- und Berufsorientierungsmesse durchführen. Bei dieser können sich die Jugendlichen umfassend zu Berufen und Zukunftschancen der Branchen informieren. Unsere Be-rufsberaterinnen und Berufsberater werden neben der individuellen Beratung auch verschiedene Vorträge zu spannenden Themen anbieten. Zudem werden Unterneh-men aus der Region mitwirken, die noch auf der Suche nach passenden Azubis für 2021 sind. So können auch direkt erste Kontakte zu Betrieben geknüpft und weitere Vereinbarungen getroffen werden. Alle Jugendlichen sind jetzt schon herzlich einge-laden, sich bei Interesse an der Messe bei der Berufsberatung zu melden.“ betont Christiane Artz und fügt hinzu: „Die genannten Angebote bringen die Unternehmen bei der Suche nach Auszubildenden entscheidend weiter. Wir sind auch mit den Ar-beitgebern im Gespräch und machen nach wie vor darauf aufmerksam, wie wichtig es ist, im eigenen Betrieb Ausbildung anzubieten. Mit den aktuell zur Verfügung ste-henden Ausbildungsstellen werden wir nicht alle Oberhausener Jugendlichen ver-sorgen können.“

Die Berufsberatung der Arbeitsagentur Oberhausen ist wie folgt erreichbar:
Telefonnummer: 0208 8506 112 (montags bis donnerstags von 9 – 16 Uhr und freitags von
9 Uhr bis 14 Uhr)
Mail an: oberhausen.berufsberatung@arbeitsagentur.de

Autor:

Agentur für Arbeit Oberhausen aus Oberhausen

Mülheimer Straße 36, 46045 Oberhausen
Webseite von Agentur für Arbeit Oberhausen
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