Urlaub mit dem Baby

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Ab in den Süden: Worauf Sie beim Urlaub mit Baby achten sollten

Ab wann können wir unser Baby mit in den Sommerurlaub nehmen? Wie schützen wir es am besten vor der Sonne? Und wie war das noch mit dem Fliegen? Begibt sich eine junge Familie auf die erste große Reise, tauchen plötzlich tausend Fragen auf.

Grauer Himmel, Dauerregen: Wenn der typische deutsche Sommer wieder seine Aufwartung macht, zieht es viele in den Süden und auch sonst lockt immer wieder ein Ort fernab der Heimat. Während solche Trips zu zweit noch ohne große Planung möglich waren, wirft der erste Urlaub mit dem jüngsten Familienmitglied oft viele Fragen auf. Keine Sorge, hier ist zwar etwas mehr Organisation gefragt als früher, aber in vielen Fällen ist die Reise mit einem Baby sogar wesentlich unkomplizierter, als mit einem Kleinkind. Warum? Sie brauchen nur wenige Spielsachen, schlafen viel, können in Kinderwagen oder Tragetuch überall mit hingenommen werden und gerade in der Stillzeit können sie nach Belieben gefüttert werden.

Der ideale Startzeitpunkt

In der Regel könnte man sowohl Eltern als auch Kind drei Monate nach der Geburt als reisefähig bezeichnen, auch wenn sich dies natürlich von Fall zu Fall anders verhält. In diesem Zeitrahmen hat sich aber meist ein gewisser Alltag entwickelt und Eltern und Kind sind aufeinander eingespielt. Wenn also keine gesundheitlichen Probleme des Kindes im Wege stehen und sich die Mutter ausreichend von der Geburt erholt hat, kann die erste gemeinsame Reise geplant werden.

Wohin soll es gehen?

Das Reiseziel bleibt natürlich Ihnen überlassen. Generell können Sie fahren, wohin Sie wollen; fällt die Wahl auf südliche Regionen empfiehlt es sich aber, nicht im Sommer, sondern im Frühling oder Herbst zu fahren, um große Hitze und extreme Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Bei der Unterkunft sollte ein Kinder- oder Babybett vorhanden sein, außer, Sie schlafen zu dritt im Bett. Wenn Sie ein kinderfreundliches Hotel wählen, verfügt dieses in der Regel über eine gute Ausstattung und mittlerweile bieten auch viele Standardunterkünfte Babynahrung, Hochstühle, Wickeltische und vieles mehr an. Das kann einiges an Gepäck sparen kann, vorher also unbedingt gut informieren!
Auf jeden Fall in die Planung mit einbezogen werden sollte die Entfernung des Urlaubsorts, denn quengelt das Jüngste gerne, kann eine lange Anreise zum Spießrutenlauf für die Eltern werden – egal welches Transportmittel man wählt.

Welcher Schutz bei Sonnenschein?

Auch wenn es ein breites Angebot an Sonnenschutzprodukten für Babys gibt, gilt wie Sie wissen als oberste Prämisse für alle Eltern: Das Baby nie der Sonne aussetzen. Die Haut ist viel zu dünn uns sensibel und verfügt noch nicht über den körpereigenen UV-Schutz. Bleiben Sie im Schatten und bekleiden Sie das Jüngste stets mit Sonnenhut, langen, dünnen Hosen und T-Shirts, Schuhen und Socken. Empfehlenswert ist Kleidung mit UV-Schutz oder sogar Ausstattung mit dem Siegel UV-Standard 801, die im Gegensatz zu Baumwollkleidung auch in nassem Zustand noch schützt.
Eingecremt werden sollten nur die Stellen, die nicht bedeckt werden und zwar mit wasserbeständiger Sonnencreme, die mindestens über Lichtschutzfaktor 25 bis 30 verfügt. Insbesondere bei Babys unter einem Jahr wird vom Gebrauch von Sunblocker abgeraten, also nur cremen, wenn es unumgänglich ist. Das Verhältnis von Hautoberfläche zur Körpergröße ist hier anders als beim Erwachsenen, weshalb Babys über die Haut mehr Chemikalien aufnehmen. Zudem schwitzt der kleine Körper noch nicht richtig und durch Sonnencreme kann ihm dieser Mechanismus zusätzlich erschwert werden. Also bitte nur die notwendigsten Hautstellen bedecken, auch Ohren, Füße und Augenbereich nicht vergessen und immer darauf achten, dass der Schutz wirklich für Ihr Kind geeignet ist.
Weitere Tipps zum Sonnenschutz für Babys nachzulesen bei Hebamme Nicola Schwarz

Wie kommen wir von A nach B?

Ob Auto, Flugzeug oder Bahn, mit der richtigen Vorbereitung ist alles möglich. Am bequemsten reist es sich wohl mit letzterem Transportmittel (wenn es nicht gerade Verspätung hat): Hier haben Sie viel Bewegungsspielraum und müssen nicht die ganze Fahrt auf einen Platz gezwängt verbringen. Wie in den meisten Fällen reisen Babys und Kleinkinder auch bei der deutschen Bahn kostenlos, ebenso von 6 bis 14 Jahren; hier müssen sie allerdings in die Fahrkarte der Eltern oder Großeltern eingetragen sein. Außerdem besteht die Möglichkeit in einem Abteil für Kleinkinder zu reservieren und das Gepäck vor Fahrtantritt aufzugeben, was Zeit und Nerven ersparen kann.

Auch gegen eine Flugreise ist nicht einzuwenden, sofern sie nicht zu lange dauert. Nach zwei bis drei Stunden könnte es durchaus ungemütlich werden, wenn Ihr Junior sich auf dem Schoß nicht mehr wohl fühlt und die Gesichter der Mitpassagiere Bände sprechen. Liegeplätze für die Kleinsten sind leider schwierig zu bekommen und viele Fluglinien bieten diese Option auch nicht an, weshalb die Babys zusammen mit den Eltern auf einem Platz untergebracht werden. Dafür werden sie meist kostenlos oder für 10 Prozent des Flugpreises befördert. Bei Start und Landung sollte etwas zu trinken gegeben werden, um den Druck auszugleichen und für die Reise selbst gilt: Das Baby vor der Klimaanlage schützen und für die richtige Verpflegung sorgen.

Autofahrten sollten nachts stattfinden, um große Hitze und Zugluft durch Klimaanlage und offene Fenster zu vermeiden. Muss tagsüber gefahren werden, sollte stets darauf geachtet werden, dass das Baby genug zu trinken bekommt und hohe Temperaturen nicht überhand nehmen. Wer die Möglichkeit hat, kann auch versuchen, sich an den Schlafphasen des Jüngsten zu orientieren und so die Autofahrt etwas ruhiger zu gestalten.

Wir packen unseren Koffer ...

... und dürfen Kinderreisepass und Auslandskrankenschein unter keinen Umständen vergessen! Ins Handgepäck ganz nach Bedarf auch die nötigen Utensilien zum Windeln wechseln, Verpflegung und Babykleidung, eine Extra-Decke und das liebste Spielzeug nehmen. Ansonsten die übliche Alltagsausstattung, ergänzt durch eine kindgerechte Reiseapotheke mit geeigneten Medikamenten, Fieberthermometer und umfangreichem Sonnenschutz. Zu empfehlen wäre natürlich auch ein Reisebett für Babys, da es passieren kann, dass ein Hotel oder auch eine Pension keine Kinderbetten mehr haben und das Baby so im Bett der Eltern schlafen müsste.

Haben Sie die Ruhe weg!

Zittern Ihnen jetzt schon die Knie vor der Reise? Keine Bange – Sie werden sehen, ein wenig Planung und schon kann es losgehen. Wenn Sie sich im Urlaub umschauen, werden Sie merken, wie viele Familien mit kleinen Kindern unterwegs sind. Vieles ergibt sich von selbst und Sie müssen weniger nachdenken, als Sie jetzt womöglich befürchten. Am besten setzen Sie sich rechtzeitig zusammen und sprechen den Urlaub gemeinsam durch, auch eine Liste mit den wichtigsten Punkten ist immer hilfreich. Und denken Sie daran: Im Urlaub sollte die ganze Familie entspannen, also tief durchatmen und einfach ins kalte Wasser springen.

Autor:

Nicole Weigel aus Oberhausen

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