Pöppinghauser Schüler trainiert das Fliegen am Simulator
Mats (13) will hoch hinaus

Neben der Tastatur ist Mats Möllers Computer für die Flugsimulation mit Steuerhorn, Schubhebel und Ruder ausgestattet.
  • Neben der Tastatur ist Mats Möllers Computer für die Flugsimulation mit Steuerhorn, Schubhebel und Ruder ausgestattet.
  • hochgeladen von Vera Demuth

Eine Boeing 737 auf dem Flughafen Düsseldorf landen? Kein Problem für Mats Möller (13) aus Pöppinghausen. Der Gymnasiast trainiert seit mehr als zwei Jahren fast täglich zu Hause am Computer. Dass er auch die Kenntnisse für eine reale Landung drauf hätte, konnte er jetzt in einer professionellen Flugschule testen.

Mats ist flugbegeistert. Und das von klein auf. Der 13-Jährige fliegt gern als Passagier, fährt nach Düsseldorf, um dort „Planespotting“ zu machen, und nahm an Führungen durch die Flughäfen Düsseldorf und Frankfurt teil. Doch vor allem fliegt er selbst. Noch ist seine Flugleidenschaft ein Hobby und findet nur in der Theorie statt, aber dass er Pilot werden will, steht für ihn fest.
Durch einen Freund und durch Youtube-Videos kam Mats zu seinem Hobby. Dabei sind seine Flugsimulationen am heimischen Computer, der neben der Tastatur mit Steuerhorn, Schubhebel und Ruder ausgerüstet ist, weit mehr als ein Computerspiel. „Es ist alles in Echtzeit. Wenn ich zwölf Stunden nach San Francisco fliege, gehe ich nachts auf Autopilot und lande dann morgens“, erklärt er.

„Es ist alles in Echtzeit. Wenn ich zwölf Stunden nach San Francisco fliege, gehe ich nachts auf Autopilot und lande dann morgens.“

An seinem Rechner simuliert er Flüge und arbeitet sich in verschiedene Flugzeugtypen ein. „Mein Lieblingsflugzeug ist eine Bombardier Dash-8 Q400. Es ist eines der schwersten.“ Außerdem tauscht Mats sich über Online-Communitys mit anderen Flugbegeisterten aus und verfolgt deren Flüge auf dem Radar genauso, wie sie seine verfolgen. „Wir benutzen die richtigen Funksprüche der Deutschen Flugsicherung.“
Nur abheben kann Mats nicht. Näher dran ans reale Fliegen kam er jedoch jetzt durch die ARD-Familienshow „Frag doch mal die Maus“. An sie hatte er sich mit der Frage gewandt, ob er aufgrund seines Wissens in der Realität ein Flugzeug landen könnte. „Ich dachte, dann komme ich vielleicht mal in einen echten Simulator.“

Test im echten Flugsimulator

Mats' Taktik ist aufgegangen, denn die Sendung lud ihn zur RWL German Flight Academy in Mönchengladbach ein. Dort konnte er in einem Flugsimulator, in dem Piloten ausgebildet werden, von Düsseldorf aus starten, eine Platzrunde drehen und wieder landen. „Das war sehr eng. So hatte ich es mir nicht vorgestellt“, erzählt er über das Gefühl, in dem nachgebauten Cockpit zu sitzen. Doch alle drei Starts und Landungen – beim zweiten und dritten Mal mit Hydraulik, die die Flugbewegung simuliert – schaffte er locker.
Wenn er 14 Jahre alt ist, möchte Mats beim Luftsportclub Castrop-Rauxel mit dem Segelfliegen beginnen. Mit 16 Jahren könnte er den Motorflugschein machen. „Kleine Motorflugzeuge interessieren mich nicht“, sagt er jedoch. „Ich mache mein Abitur und werde dann direkt Pilot“, hat er stattdessen sein Ziel, große Passagiermaschinen zu fliegen, klar vor Augen.

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