Landrat Makiolla gab heute vor dem Kreistag keine Entwarnung
"Pandemie hält die Menschen im Kreis Unna weiterhin im Griff"

Landrat Michael Makiolla gibt vorerst noch keine Entwarnung und hielt heute zum Thema eine ernste Rede vor dem Kreistag. Archivfoto: Udo Kath
  • Landrat Michael Makiolla gibt vorerst noch keine Entwarnung und hielt heute zum Thema eine ernste Rede vor dem Kreistag. Archivfoto: Udo Kath
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"Die Corona-Pandemie hält die Menschen im Kreis Unna nach wie vor im Griff. Und das wird auch in den kommenden Monaten so bleiben! Nach meiner tiefsten Überzeugung stehen wir alle vor einem sehr schwierigen Herbst und einem sehr schwierigen Winter", so begann Landrat Michael Makiolla seine Rede vor dem heutigen Kreistag in Unna.
Seit dem 1. März haben sich im Kreisgebiet insgesamt 1.163 Menschen infiziert, von denen die Kreisverwaltung Kenntnis hat. 42 Menschen sind seither verstorben. 1.025 sind genesen. "Das Dunkelfeld dürfte allerdings deutlich höher liegen", ist sich der Landrat sicher und warnt vor Gleichgültigkeit im bevorstehenden Herbst und Winter, denn seit Ende Juli habe das Infektionsgeschehen im Kreis Unna wieder erheblich an Fahrt aufgenommen. Mitte August hatte der Kreis sogar eine unrühmliche Spitzenposition bei der sogenannten „Sieben-Tages-Inzidenz“ je 100.000 Einwohner.
Eine expizite Ursache für den drastischen Anstieg an Neuinfektionen im Juli und August gibt es anscheinend nicht. "Aus der Dokumentation und den Statistiken des Gesundheitsamtes ergibt sich jedoch, dassinfizierte Reiserückkehrer zwischenzeitlich rund 20 bis 25 Prozent der aktuell infizierten Personen ausmachten, Ausbrüche in einer Altenpflegeeinrichtung in Werne und in einer Fußballmannschaft in Bergkamen unddiverse Infektionsketten im Zusammenhang mit Feierlichkeiten und gemeinsamen Freizeitaktivitäten
ursächlich für den relativ hohen Anstieg der Fallzahlen waren", erklärte Michael Makiolla den Zuhörern im Kreistag.
Die Erfahrung der letzten beiden Monate habe gezeigt, dass dabei auch das Durchschnittsalter der Infizierten sinke. "In vielen Fällen liegt der Verdacht nahe, dass es zu Ansteckungen gekommen sein könnte, weil die Menschen inzwischen zu sorglos und nachlässig mit der etablierten AHA-Regel des Bundesgesundheitsministeriums (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske) umgegangen sind", meint der Landrat

Autor:

Anja Jungvogel aus Stadtspiegel Kamen

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