SC Velbert erlebt erneutes Derby-Debakel
Akute Abstiegsgefahr nach 0:4-Pleite gegen die SSVg Velbert

Robert Nnaji von der SSVg (l.) lieferte sich packende Zweikämpfe mit SC-Spieler Deniz Duran (r.).
  • Robert Nnaji von der SSVg (l.) lieferte sich packende Zweikämpfe mit SC-Spieler Deniz Duran (r.).
  • Foto: Ulrich Bangert
  • hochgeladen von Christian Schaffeld

Die Woche hätte für den SC Velbert kaum schlechter laufen können. Nach der 0:3 Derby-Pleite gegen den TVD, setzte es am Sonntag gleich die nächste Derby-Klatsche. 0:4 hieß es nach 90 Minuten aus Sicht des Sportclubs gegen die SSVg. Letztere ist damit Velberts Nummer eins. Nach dem 4:1 im Hinspiel gegen den SC und dem 2:1 beim TVD, ist es der dritte Saison-Sieg gegen einen Velberter Verein.

Durch die Niederlage haben sich die Abstiegssorgen des SC nochmal vergrößert. Nach 18 Spieltagen hat sich der Abstand aufs rettende Ufer auf acht Punkte vergrößert. Dort steht mit dem TVD nach einer 2:5 Niederlage gegen den 1. FC Bocholt übrigens ebenfalls eine Velberter Mannschaft.

Knapp 200 Besucher sorgen für eine enttäuschende Kulisse

Die knapp 200 Zuschauer in einer erschreckend schlecht besuchten BLF-Arena sahen etwa eine Stunde lang ein Spiel auf Augenhöhe. Auch wenn der SC selbst nicht zu Torchancen kam, hielt die Mannschaft von Patrick Knieps bis dato gut dagegen und verlangte der SSVg einiges ab. Einzig in der 28. Minute wirkte die Mannschaft für einen Moment zu schläfrig. Das nutzte SSVg-Stürmer Shunya Hashimoto und bestrafte das zu passive Abwehrverhalten bei einer Freistoßflanke von Max Machtemes eiskalt. Doppelt bitter: Der nur 1,76 Meter kleine Hashimoto traf per Kopf.
In der Folge stand die Hintermannschaft des SC wieder geordneter und ließ kaum etwas zu. Das lag auch an den tief stehenden Gästen von der Poststraße, die auf Konter lauerten.

65 Minuten gut mitgehalten

So dauerte es 65 Minuten lang, bis der Favorit auf 2:0 erhöhte. Erneut war es der quirlige Japaner Hashimoto, der an diesem Nachmittag einfach reaktionsschneller als die komplette SC-Abwehr war.
Zunächst kam SSVg-Außenstürmer Hasan Ülker frei zum Schuss, der Abpraller fiel Max Machtemes vor die Füße, der den ungedeckten Hashimoto dann nur noch bedienen musste.
Damit hatte die SSVg die Gastgeber dann geknackt. Erst war es Oguzhan Coruk, der in der 76. Minute auf 3:0 für die Gäste erhöhte, in der 81. Minute war es dann Robert Nnaji, der mit seinem Treffer zum 4:0 den Endstand besorgte. Auf das Trainerteam der Clubberer um Patrick Knieps, Andre Adomat und Andi Berkenkamp wartet jetzt viel Arbeit, um das Ziel vom Klassenerhalt doch noch zu realisieren.

Vereinsvorsitzender nach Derby-Klatsche enttäuscht

Der Vereinsvorsitzende Dirk Graedtke zeigte sich nach der Partie sichtlich geknickt. „Ich bin sehr enttäuscht. Wir haben gegen eine aus meiner Sicht gar nicht so gute Mannschaft mit 0:4 verloren.“
Am kommenden Sonntag, 15. Dezember, kommt es für den SC dann wohl zum Abstiegsendpiel. Ab 15 Uhr gastiert die Mannschaft beim Tabellenletzten aus Niederwenigern. Der Aufsteiger ist mit einem Punkt nach 18 Spieltagen abgeschlagener Tabellenletzter. Nach einem 1:1 im Heimspiel gegen TuRu Düsseldorf am ersten Spieltag, setzte es zuletzt 17 Niederlagen in Folge.
Die SSVg trifft im Spitzenspiel bereits am Samstag, 14. Dezember, ab 14 Uhr, auf den 1. FC Bocholt. Gewinnt die Mannschaft von Trainer Marcus John mit mindestens vier Toren Differenz, würde man sogar am Tabellendritten aus Bocholt vorbeiziehen.
Der TVD spielt ebenfalls am Samstag. Ab 16 Uhr empfängt die Mannschaft von Hüzeyfe Dogan den Tabellenneunten ETB Schwarz-Weiß Essen und könnte sich mit einem Sieg von der Abstiegszone absetzen. Aktuell steht die Mannschaft mit acht Punkten Vorsprung einen Platz über den Abstiegsrängen.

Autor:

Christian Schaffeld aus Oberhausen

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