Ein Nebeneinander der Schulen gibt es nicht

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Ein großer Teil der Eltern der Velberter Schüler ist für die Einrichtung der Sekundarschule. „Der Zuspruch war überraschend hoch“, bewertet Bürgermeister Stefan Freitag. Doch es gibt auch viele Eltern, die sich für den Erhalt der Heinrich-Kölver-Realschule (HKS) einsetzen. Das Problem: Ein Nebeneinander der beiden Schulen kann es nicht geben.
Initiiert durch den Verein „Pro Realschule“ haben nun über 5.000 Bürger mit ihren Unterschriften für den Erhalt der HKS gestimmt. Daher kommt nun der Stadtrat in einer Sondersitzung am 28. Januar zusammen und steht vor der Entscheidung, ob er dem Bürgerbegehren zustimmt oder ob er es zurückweist und somit ein Bürgerentscheid bevorsteht.
Kommt es zum Bürgerentscheid müssten insgesamt 15 Prozent der wahlberechtigten Velberter für die Realschule stimmen, um deren Erhalt zu sichern.
Eins stellen die Mitarbeiter der Verwaltung im Vorfeld aber nochmals klar: Ein Nebeneinander beider Schulen wird es nicht geben. Entweder bleibt die Realschule erhalten oder es kommt zur Errichtung einer Sekundarschule, deren Klassen dann unter anderem in dem Gebäude der jetzigen HKS unterkommen. „Weitere Klassen werden dann auch in der Hardenbergschule in Neviges untergebracht“, so Fachdezernent Holger Richter.
Für die Eltern, die ihre Kinder zum kommenden Schuljahr an den weiterführenden Schulen anmelden müssen, ist das gesamte Geschehen äußerst ungünstig. Denn das Anmeldeverfahren muss regulär bis zum 21. März abgeschlossen sein, doch der frühestmöglich Termin für den Bürgerentscheid wäre der 16. März. „Das bedeutet, dass nach dem Bürgerentscheid gerade mal fünf Tage Zeit wären“, so Richter.
„Wir werden dem Rat vorschlagen, das Bürgerbegehren als zulässig anzusehen“, informiert Stefan Freitag. Zwei mögliche Varianten, wie nun gehandelt werden könnte, wurden erarbeitet, erklärt Ulrich Stahl, Fachbereichsleiter Bildung, Kultur, Sport bei der Stadt Velbert. „Möglichkeit eins ist es, die Anmeldefrist bestehen zu lassen. In diesem Fall würden wir dem Rat vorschlagen, das Ergebnis des Bürgerentscheids abzuwarten und die Entscheidung bezüglich der Errichtung der Sekundarschule zunächst auszusetzen.“
Oder aber es kommt zu Variante zwei, diese trifft ein, wenn die Bezirksregierung der angeforderten Verlängerung des Anmeldeverfahrens zustimmt. „Schon in diesen Tagen rechnen wir mit der Antwort.“
Stahl befürchtet, dass die Situation an der Realschule nicht besonders erfreulich sein wird, falls es zu deren Erhalt kommt. „Im Vergleich zur Sekundarschule wird es größere Klassen, weniger Lehrpersonal und keine Ganztagsschule geben“, erklärt er.
Am morgigen Donnerstag, 16. Januar, findet eine Infoveranstaltung zur Sekundarschule statt. Von 18 bis 20 Uhr erhalten Eltern und Kinder in den Räumen der Hardenbergschule alle Infos. Außerdem haben sie die Gelegenheit, sich verschiede Klassenräume sowie die Fachräume und die Mensa anzusehen. Die Mitglieder der Gruppe, die das Konzept der Sekundarschule erarbeitet hat, stehen den Eltern für Gespräche und Informationen zur Verfügung. Mehr dazu unter www.sekundarschule-velbert-neviges.de.

Autor:

Maren Menke aus Velbert

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