„Velbert karibisch“ fällt aus - Auflagen des Ordnungsamtes zu hoch

Foto: Dabitsch
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Der karibische Traum fällt für Velbert ins Wasser. Für vier Tage sollte sich der Europaplatz am letzten Juniwochenende in einen karibischen Sandstrand verwandeln. Jetzt sagte der Veranstalter Young4mation dieses Event an.

„Wer träumt nicht von feinstem karibischen Sand unter den Füßen, von tropischen Palmen, karibischen Klängen und von einem fruchtigen Cocktail in der Hand?“ Mit dieser Frage leitete die Velbert Marketing Gesellschaft (VMG)ihre Pressemitteilung zu dem geplanten Sommerevent „Velbert karibisch“ ein.

Gemeinsam mit dem Veranstalter hatte man ein vielseitiges Rahmenprogramm für die ganze Familie auf die Beine gestellt. Eine Urlaubsoase mit Beachvolleyballturnier, Live Acts, karibischem Essen, Cocktails, Sand und Palmen und einer Latino-Band hätte es werden sollen, doch jetzt zog sich der Veranstalter in letzter Minute zurück. „Uns flatterte vor drei Tagen eine Ordnungsverfügung mit gleichzeitiger Strafandrohung ins Haus“, so Tobias Hölper vom Veranstaltungsteam, das schon in den Städten Dortmund, Hamm, Herne und Witten mit dem Karibikfest punkten konnte. „Diese Verfügung war Neuland für uns. In anderen Städten gibt es das in dieser Form nicht.“

„Mussten die Reißleine ziehen“

Darüber hinaus seien fünf Toilettenwagen, vier Sicherheitskräfte und zwei Sanitäter als Auflage schlichtweg zu hoch gewesen und nach Aussagen des Veranstalters in einem letzten Gespräch vor drei Wochen anders besprochen worden. Da hätte man jetzt die Reißleine ziehen müssen, so Hölper. Leider, denn die Zusammenarbeit mit der Stadt Velbert war bis hierhin sehr positiv und Hölper betont weiter: „Jede Stadt hat hier ihre Vorgaben. Die der Stadt Velbert waren für uns finanziell nicht umsetzbar.“

Stadtsprecher Hans-Joachim Blißenbach bedauert die Entscheidung des Veranstalters und wundert sich: „Eine Ordnungsverfügung ist ein ganz normaler Verwaltungsakt und alle Auflagen, die dort formuliert wurden, waren so abgesprochen.“

Auch Nils Juchner, Geschäftsführer der VMG, bedauert das Scheitern der Festpläne: „Wenn selbst für einen externen Veranstalter die Kosten für die Umsetzung einer Veranstaltung zu hoch sind, muss sich die Stadt fragen: ,Machen wir im Vergleich zu anderen Städten alles richtig?‘. Die VMG bliebe aber mit den Veranstaltern im Gespräch und im nächsten Jahr gebe es einen neuen Versuch.
Für die Velberter heißt es bis dahin: Leider nur geträumt...

Foto: Dabitsch
Karibisches Flair in Dortmund. Das war in Velbert leider nicht möglich und scheiterte an der Umsetzung. Foto: PR
Autor:

Astrid von Lauff aus Velbert-Langenberg

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