Betti-Hartmann-Platz vor dem Rathaus

Heinz-Werner Kessler (l.) und Hannes Bienert am kürzlich installierten Schild für den Platz vor dem neuen Rathaus. | Foto: privat
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Der Platz vor dem neuen Rathaus an der Freiheitstraße hat einen neuen Namen: Kürzlich wurde der Beschluss der Bezirksvertretung aus dem Frühjahr umgesetzt und ein Schild zur Erinnerung an Betti Hartmann an einem Masten links neben dem Haupteingang befestigt.
Das Leben der gebürtigen Wattenscheiderin Betti Hartmanns Leben war nur kurz, sie gilt als eines der jüngsten Opfer der Shoa im Nationalsozialismus und starb im Alter von 15 Jahren im Konzentrationslager Ausschwitz. Dieses belegt die Todesurkunde, die Schülerinnen und Schüler der Märkischen Schule und der Maria Sibylla Merian-Gesamtschule vor zwei Jahren von ihrer Studienfahrt nach Ausschwitz mitbrachten.

Am 70. Todestag von Betti Hartmann, dem 31. August 2012, hatte Hannes Bienert, der Sprecher der Antifa WAT, einen Bürgerantrag an das Bezirksparlament gestellt, mit dem Ziel die Erinnerung an die 15-jährige Schülern wachzuhalten und ihr den Platz vor dem Rathaus zu widmen.

Dort treffen sich alljährlich am 9. November die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung an die Pogromnacht und gehen von dort zu den drei Stelen am Nivellesplatz, die an die 87 in dieser einzigen Nacht ermordeten Wattenscheider Juden erinnern. Der Betti-Hartmann-Platz hat somit eine besondere symbolische Bedeutung bekommen, wie auch die Bezirksvertretung im April mit ihrem einstimmigen Votum dokumentierte. „Ich bin begeistert“, freute sich Hannes Bienert an diesem Tag.

Auch der Heimat- und Bürgerverein begrüßte ausdrücklich diese Entscheidung der Bezirksvertretung und die Umsetzung dieser Idee an einem der zentralen Orte in der Hellwegstadt. „Die Wattenscheider Bezirksvertreter wollten neben der Erinnerung an Betti Hartmann auch ein unübersehbares, öffentliches Zeichen gegen jede Art von Antisemitismus und gegen Faschismus setzen“, betont Klaus-Peter Hülder für den HBV.

Autor:

Holger Crell aus Wattenscheid

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