Hallenfreibad Südpark
Wir wollen unser altes Freibad im Südpark wiederhaben

Ich höre mich sehr intensiv um, höre die Meinungen der Anwohner
und der potentiellen Nutzer unseres Südparks, und das sind wirklich
zahlreiche Meinungen, die erstaunlich alle ziemlich identisch sind.
Fazit: Alle wollen eigentlich nur ihr altes Hallenfreibad im Südpark wiederhaben!

Die Planungen, aus unserem Südpark ein Spaßbad zu machen stoßen
auf große Ablehnung.
Wer in ein Spaßbad gehen will, hat die Möglichkeiten im Wananas bzw.
Gysenberg in Herne oder am Kemnader See in Heveney.
Selbst genannte Anstalten klagen in den letzten Jahren über geringe Auslastungen, was
soll denn dann das mit einem weiteren Investitionsgrab hier im Südpark?

Die Menschen hier liebten ihren Südpark so wie er war, ja, das Bad war und ist immer
noch ein Wahrzeichen unserer Stadt, nicht nur der Sprungturm, sondern auch die einfache Betonarchitektur der Umkleidekabinen des Freibades, was seines Gleichen sucht.
Die Tribünenplätze, die mit den Jahren ja hautsächlich als Liegeplatz genutzt wurden, einmalig.
Das 50 Meter Freibadbecken, das 25 Meter Hallenbadbecken, beliebt bei Schwimmfans, Schwimmvereinen und Schulen.., die „Planschbecken“, herrlich – „die Pommesbude“ unten zu attraktiven Preisen, die große Beliebtheit hatte, gerade wenn das Freibad voll war, eine Institution.
Viele trauern auch dem Saunabereich des Südparks hinterher, auch ich.
Es war eine tolle Sauna mit einem Tauchbecken, komplikationslose Anbindung
ans Hallenbad, klein aber fein, ein Traum. Und alles zu wirklich fairen Preisen.

Eine Modernisierung und Instandsetzung steht wohl außer Frage. Mehr muss aber nicht sein.

Aber warum um Himmels Willen soll diese beliebte Idylle einem Superspaßbad weichen. Die bekannten Pläne sind ja die reinsten Horrorszenarien (das reine Sportschwimmbad weicht einem überdimensionalen Planschbecken, eine Saunalandschaft, sogar ein Fitness- und Wellnessbereich ist geplant, Zufahrtstraßen sollen gebaut werden). Da wird alles zerstört, was den Südpark ausgemacht hat. Die Idylle weicht dem erhofften Kommerz. Wie die Marketing-Strategen auf solch utopische Besucherzahlen kommen ist mir ein Rätsel. Die sollen sich mal bei den oben genannten Bädern erkundigen.
Als ob wir das Geld nicht anderswo investieren müssten.
Dazu kommt zu guter Letzt, dass die Menschen auch nicht dauernd bereit sind, die hohen
Eintrittspreise zu zahlen. Wir sollten immer noch daran denken, wo wir wohnen und wer
das Bad nutzt…
Die Kinder werden das im Sommer sicher nicht tun, jeden Tag ins Schwimmbad, wie das bis
zu Schließung ging – selbst mit Ferienpass wird sich das keine Familie leisten können.

Fazit: Die Menschen wollen einfach ein instandgesetztes, wo es nötig ist, modernisiertes Hallenfreibad
im Südpark, ohne diese hochtrabenden Ideen von Sauna- und Wasserlandschaft. Das Ende vom Lied ist,
dass wir dann in ein paar Jahren wieder vor der Entscheidung stehen, das Bad zu schließen. Dann haben wir erst recht eine riesige Bauruine in unserem Park stehen….

Bleiben Sie auf dem Teppich….

Autor:

Eckard Faltinath aus Wattenscheid

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