Landesliga: VfB kaum noch zu retten

Ausgerechnet der Ex-Günnigfelder Marco Gruner leitete mit seinem Treffer die VfB-Niederlage ein. Foto: Peter Mohr
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Im Wattenscheider Landesliga-Lokalderby setzte sich am Samstag die DJK Wattenscheid mit 2:0 (1:0) an der Kirchstraße durch und lässt die Günnigfelder Hoffnungen auf den Klassenerhalt fast auf den Nullpunkt sinken.

Beide Teams mussten vor rund 250 Besuchern kräftig improvisieren. Auf beiden Seiten fehlten etliche Stammspieler. Ob dies der Grund war, dass die Zuschauer nur ein mäßiges Landesliga-Spiel zu sehen bekamen?
„Es war kein Leckerchen“, meinte DJK-Coach Tibor Bali nach dem Sieg seiner Truppe und ergänzte: „Für uns sind die drei Zähler ganz wichtig.“ Sein Konkurrent Sascha Wolf zeigte sich ernüchtert und bemängelte vor allem „die fehlende Leidenschaft und ein richtiges Derby-Feeling.“
Die erste halbwegs vielversprechende Aktion hatten die Hausherren auf dem schwer bespielbaren Rasenuntergrund, doch Winterneuzugang Fabrice Meinert brachte in der 7. Minute keinen Druck hinter seinem Abschluss.Auf der anderen Seite prüfte Timo Farris (13.) VfB-Schlussmann „Palle“ Pohlmann.
Überhaupt war das Wattenscheider Lokalduell ein Spiel mit nur wenigen Höhepunkten, Strafraumaktionen musste man mit der Lupe suchen. Kein Wunder, dass in der 18. Minute ein Eckball für die DJK-Führung herhalten musste. Ausgerechnet der Ex-Günnigfelder Marco Gruner stand am „langen“ Pfosten völlig frei und konnte einschieben – schon der fünfte Saisontreffer des Abwehrspielers.
Von einem echten Aufbäumen der Günnigfelder war nichts zu sehen. Die einzig hochkarätige Chance der Hausherren resultierte auch aus einem „Standard“. Kapitän Christian Luvuezo köpfte kurz vor dem Pausentee nach einem Freistoß von Marvin Missun knapp vorbei.
Missun war es auch, der in der 66. Minute eine Unsicherheit von Schlussmann Plohmann ausbügelte und das Leder von der eigenen Torlinie schlug.
Zwei Minuten später dann die endgültige Entscheidung zugunsten der fußballerisch deutlich besseren Gäste vom Stadtgarten. Nach einem langen Ball aus der Abwehr ging René Löhr auf und davon und „überlupfte“ den aus dem Tor geeilten VfB-Keeper Plohmann.
Die gelb-rote Karte gegen Saliou Sow, der zunächst gefoult hatte und dann dem Schiedsrichter applaudierte, war der negative Höhepunkt aus Günnigfelder Sicht. In der Schlussphase boten sich dem eingewechselten DJK-Debütanten Luca Uslaub noch zwei Möglichkeiten für einen deutlicheren Sieg.
Das bittere Fazit des Derbys: In dieser Form ist der VfB Günnigfeld nicht landesligatauglich.
Die DJK hingegen hat die Abstiegsplätze erst einmal hinter sich gelassen.

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