MEZZOMAR, wir waren da!
"Nicht nur Pasta e Basta“ oder "Little Italy im Herzen von Wesel“ – Eine Restaurant Empfehlung

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Liebe Leute, ich fahre gerne in den Urlaub, bin zwar bisher noch nicht über Europa/Nordafrika herausgekommen, aber ich habe ja noch ein paar Jahre Zeit, hoffentlich…
Bis dato war ich auch nie unbedingt der All Inklusive Urlauber (klar, mit dem Kleinkind war das schon praktisch, aber 1-2 x reichte mir vollends) und liebe es, mich in kleine Tavernen oder Restaurants abseits der großen Touristenströme zu begeben und probiere hier auch sehr gerne die landestypischen Spezialitäten. BY THE WAY: Na gut, an Haggis habe ich mich trotz zahlreicher Schottland Urlaube noch nicht herangewagt, obwohl der schottische Mann meiner Cousine mir schon mal sein Hausrezept gekocht hat – aber nein, auch da habe ich dankend abgelehnt.
Vielleicht ein Fehler oder Vorurteil, aber ich würde in Asien auch nix kleines, krabbelndes probieren und schmeckt es auch noch so nussig oder süß.

Aber worauf ich hinaus will und ich hoffe das klingt jetzt nicht politisch unkorrekt:

Ich gehe gerne in Restaurants, wo der Koch die Sprache seines Landes "spricht“,

sei es zum Griechen, Türken, Asiaten, Italiener. Natürlich unterstelle ich niemanden, sich nicht auch diverse Kochkünste aneignen zu können, aber Läden, in denen (kürzlich erst in der Nachbarschaft eröffnet) indische, mexikanische UND italienische Küche von arabisch aussehenden Betreibern angeboten wird, sind mir erst mal suspekt.
Natürlich koche ich zuhause auch sehr gerne fremdländisch, bezweifle aber, dass meine Pasta vor einem italienischen Gaumen 100prozentig bestehen könnte.
Tja, und genau deshalb gönne ich mir ab und an auch mal einen Restaurantbesuch und bin unlängst gestern Abend mit Kind und Hund im Mezzomar in Wesel aufgeschlagen, denn so ein Besuch füllt nicht nur den Bauch, sondern auch die Seele und lässt das Wohlfühlbarometer in die Höhe schnellen, Hach.

Im Mezzomar kommt einem vieles "italienisch“ vor:

Der Chef heißt Marco und wuselt mit breitem Lächeln zwischen den Gästen hin und her, versprüht mit Charme und angenehmer Stimme Gastfreundlichkeit und lässt auch etwas persönliche Nähe nicht außen vor. Nach gelegentlichen Besuchen dort erkennt er einen bereits am Telefon und man fühlt sich bei der Ankunft sehr herzlich empfangen. Es gibt einen Kellner, der Gino heißt (genau wie unser Hund) - finden wir sehr amüsant und wie gut, dass unser vierbeinige Freund so brav unterm Tisch liegt und wir ihn nicht andauern rufen müssen, sonst würde der junge Mann sich vermutlich angesprochen fühlen und fortwährend an unseren Tisch eilen (er ist überhaupt sehr flott und mit offenen Augen unterwegs). Und das Wichtigste: In der Küche kocht ein Sizilianer und das macht er offensichtlich mit CUORE.

Beim Bruschetta schließe ich vor Wonne die Augen und laufe durch die Pinienwälder, Zypressenalleen und Sonnenblumenfelder der Toscana, bei der Pasta blicke ich auf das adriatische Meer und bei der Pizza döse ich im Schatten des Vesuv und atme die leicht rauchige Luft ein. Der Lambrusco dazu stillt meinen Durst nach Süßem und ich kann getrost auf eine Nachspeise verzichten, was wiederum das (Kalorien-) Gewissen beruhigt. Okay, meine Ausschmückungen sind dem ein oder anderen vielleicht zu weit hergeholt, aber ich bin nun mal ein Mensch mit Phantasie und leicht zu begeistern – YEAH! Und gestern Abend war ich begeistert, was natürlich auch an der Live Musik lag, dargeboten von Cesare Siglarski, einem lieben Bekannten, der mit gefühlvoller Stimme wunderbare Stücke vortrug, überwiegend Balladen oder Coverversionen anderer Songs die er zu einer machte.  Großartig, zwar nicht in italienisch vorgetragen aber da lasse ich die Kirche mal besser im Dorf.

Der Abend war rund und der Besuch hat sich gelohnt, sehr empfehlenswert und kleinere Patzer, wie dass die Vorspeise vor den Getränken serviert wurde und der Löffel zur Pasta erst nachgeordert werden musste, kann man getrost entschuldigen, denn das komplette Personal überschlägt sich vor ungespielter Freundlichkeit und macht einen guten Job.

GRAZIE MILLE ihr Lieben, wir freuen uns schon auf unseren nächsten Besuch im MEZZOMAR –

und wie bemerkte der geschichtsinteressierte Junior (der unbedingt im nächsten Sommer mal nach Rom möchte) auf dem anschließenden Spaziergang noch so treffend: "Die Italiener können eben nicht nur Imperien aufbauen sondern auch mit ihrer Küche die Welt erobern!"
Recht hat er – BÄÄM!

Autor:

Heike Mühlen aus Wesel

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