Alpenglühen und Schneesturm

Aufstieg zur Alp Run
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Die NAJU Wesel und Hamminkeln haben wieder nach bewährtem Rezept eine Sommerfreizeit hinter sich gebracht. Drei erlebnisreiche Wochen verbrachten sie in der Schweiz. In Hörhausen, nahe am Bodensee im Kanton Thurgau gelegen, schlugen sie bereits zum dritten Mal ihre Zelte auf.

„Man kennt sich und man mag sich“ kommentiert dies Freizeitleiter Arndt Kleinherbers. Der Lagerpatz ist bekannt, helfende Hände stehen zur Verfügung und Unterstützung kommt tatsächlich von allen Seiten. „Langweilig ist es außerdem nicht, denn die Region hat für uns immer wieder Neues zu bieten“, ergänzt er.
Zwar gab es auch in diesem Jahr Altbewährtes im Programmablauf, wie den Besuch der nahegelegenen Ruine Neuburg. Der Rheinfall bei Schaffhausen und die Insel Mainau haben für jeden Teilnehmer jedoch einen eigenen Reiz und Neues gab es eben auch. So wurde ein dreitägiger Abstecher auf die Alp Run in Graubünden zum absoluten Höhepunkt des Sommers. Beim Aufstieg auf 1.600 Meter war es noch warm und sonnig; nach einer sturmdurchwehten Gewitternacht präsentierte sich die Alm jedoch schneebedeckt. An den geplanten Aufstieg über die Baumgrenze war selbstverständlich nicht mehr zu denken, doch die vorangegangene Gewitternacht hatte der Wandergruppe zu tun gegeben. Eine zweistämmige Fichte war über den Weg zur Materialseilbahn gestürzt. Um den Transport von Bergkäse und Butter ins Tal und umgekehrt eine reibungslose Versorgung der Alm zu ermöglichen, musste der Baum beiseite geräumt werden. Der Hörhausener NAJU-Freund Hermann Meyer schnappte sich eine Motorsäge und zerlegte den Baum – die Niederrheinischen Gäste trugen das Gezweig zusammen, das noch vor Ort verbrannt wurde. Das Stammholz wurde kurzerhand zu einer der Almhütten transportiert. Anschließend war Holz hacken angesagt. So konnte unplanmäßig bereits der Brennholzvorrat für das Jahr 2013 aufgefüllt werden.
Einblicke in die Käserei, ausführliche Kostproben von Bergkäse und frischer Alpenmilch sowie ein gemütlicher Abend mit allen Alp-Bewohnern rundeten den Trip in den kurzfristigen Wintereinbruch ab.

Zurück in der sommerlichen Bodenseeregion ging es noch nach Konstanz, zur Festungsruine Hohentwiel, zum Pfahlbautenmuseum Unteruhldingen und natürlich zum Baden. Nächte am Lagerfeuer mit Stockbrot und verschiedene Lagerspiele ergänzten das Programm. Die NAJU freut sich bereits auf die nächste Fahrt in die Schweiz, hofft jedoch erst mal auf einen Gegenbesuch vom anderen Ende des Rheins – wenn schon keinen Schnee im Sommer hat doch schließlich auch der Niederrhein viel zu bieten.

Autor:

Uwe Heinrich aus Wesel

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