Reihe über Umwelt „vor der Haustür“: Wasser

„Unser Wasser ist ein absolut sicheres Lebensmittel“, sagt Hansjörg Sander, Geschäftsführer des Verbund-Wasserwerks Wittenn, VWW.
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„Wir schaffen Transparenz bei Umweltbelastungen vor Ort“, verspricht Johannes Remmel, und hat eine Umweltkarte ins Netz gestellt. Mit dieser Karte zeigt uns der NRW-Umweltminister Qualität und Belastung von Wasser, Luft und Natur im wahren Wortsinn vor der eigenen Haustür. Wir haben diese neue Transparenz zum Anlass genommen für eine Reihe über die Umweltqualität in Witten und beginnen mit dem Thema „Trinkwasser“.

Machen Sie auch mit bei unserer kleinen Umfrage (rechts auf der Seite): Vertrauen Sie dem Wittener Wasser? Trinken Sie Wasser aus dem Hahn?

„Die Ergebnisse sind sehr gut“, sagt Thomas Lindner von den Stadtwerken Witten bei der Vorstellung der Trinkwasserjahreswerte von 2011. „Und sie verbessern sich kontinuierlich.“
Das bestätigt erneut die Analyse des Labors des Verbund-Wasserwerks Witten. Dort werden an 365 Tagen im Jahr Proben aus dem Wasserwerk untersucht und Jahresmittelwerte gebildet. Die Werte sind deutlich besser, als es die Anforderungen der Trinkwasserverordnung verlangen.
So kann sogar Babynahrung unbesorgt mit dem Leitungswasser zubereitet werden. „Unser Wasser ist ein absolut sicheres Lebensmittel“, bestätigt Hansjörg Sander, Geschäftsführer des Verbund-Wasserwerks Wittenn, VWW.
Rund 120 Liter Wasser werden im Schnitt pro Tag und Person im Ennepe-Ruhr-Kreis verbraucht. „Der Verbrauch ist sogar leicht rückläufig, ein bis 2 Prozent im Jahr“, sagt Sander. Gut für die Umwelt, nicht ganz so gut für das Wasserwerk beziehungsweise die Stadtwerke. Sander: „Wir haben auch bei niedrigem Verbrauch dieselben Fixkosten für die Wasseraufbereitung.“
„Es gibt auch Stoffe im Wasser der Ruhr, die nicht ­herausgefiltert werden können. Wir haben jedoch einen sehr guten Überblick über das, was wirklich drin ist, und wissen deshalb, dass für unser Trinkwasser da keine Gefahr besteht“, sagt Hansjörg Sander.
Die Parameter und Grenzwerte für die Trinkwasseranalyse sind vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Kein Grund jedoch für das VWW, sich darauf auszuruhen, dass diese in Witten alle unterschritten werden. Deshalb gibt es Invenstitionen zur Sicherstellung der guten Wasserqualität sowie die Beteiligung an einem Forschungsprojekt.
Noch in diesem Jahr wird eine UV-Anlage zum Desinfizieren gebaut. „Das ist ein besseres Verfahren als die Desinfektion durch Zugabe von Chlor beziehungsweise Chloroxid“, sagt Hansjörg Sander.
Zudem werden neuartige Aktivkohlefilter benutzt, die in die bereits vorhandene Filteranlage integriert werden, um organische Spurenstoffe zu binden.
Zusätzlich beteiligt sich das VWW mit einem kleinen Projekt an dem Forschungsvorhaben „Präventives Risikomanagement in der Trinkwasserversorgung“ - kurz PRiMaT .
In PRiMaT soll ein nachhaltiges und risikobasiertes Gesamtkonzept zum Umgang mit Spurenstoffen und Krankheitserregern in der Trinkwasserversorgung erarbeitet werden. „Das Technologische Zentrum Karlsruhe, mit dem wir schon länger zusammenarbeiten, ist auf uns zugekommen, weil man wusste, dass bei uns die technischen Bedingungen dafür gut sind“, erklärt Klaus Döhmen, von der Aktiengesellschaft für Versorgungs-Unternehmen, AVU.
Bei dem Projekt geht es um elektrochemische Oxidation, die die sogenannte Ozonung als Oxidationsverfahren für Schadstoffe und Krankheitserreger ersetzen soll. „Das neue Verfahren ist eine physikalische Methode mit Strom, also ein chemiefreies Verfahren. Darin sehen wir einen großen Vorteil“, so Döhmen.

Autor:

Annette Schröder aus Bochum

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