Die Oberbürgermeister der Stadt Bochum - ein Überblick

Vom 1. bis zum 8. März 1946 war Tilmann Beckers OB in Bochum.
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  • Vom 1. bis zum 8. März 1946 war Tilmann Beckers OB in Bochum.
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Bis 1994 wurde Bochum von ehrenamtlichen, seit dieser Zeit von hauptamtlichen Oberbürgermeistern geführt.

Tilmann Beckers (1887-1957) war bereits in der Weimarer Republik politisch aktiv. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der CDU-Politiker Direktor der Bogestra. Im Jahre 1946 amtierte er kurzzeitig als Oberbürgermeister der Stadt Bochum, wurde aber von der britischen Militärregierung nicht anerkannt. Dem Rat der Stadt gehörte er von 1948 bis 1950 an.
Auf Betreiben der Militärregierung ersetzte der Sozialdemokrat Willi Geldmacher (1907-1987) Beckers 1946 als Oberbürgermeister. Er blieb bis 1952 im Amt. Von 1947 bis 1954 gehörte er dem nordrhein-westfälischen Landtag an. Zudem war er Vorstandsmitglied der Friedrich Krupp Hüttenwerke AG.
Fritz Heinemann (1903-1975) setzte die Reihe der sozialdemokratischen Oberbürgermeister fort. Seit 1927 Mitglied der SPD, wirkte er nach 1945 auch als Betriebsrat. Im Jahre 1946 wurde er Mitglied des Rats der Stadt Bochum. Dem Landtag gehörte er von 1950 bis 1970 an. Als Oberbürgermeister der Stadt Bochum fungierte er von 1952 bis 1969.
Fritz Claus (1905-1985) steht mit seiner Vita für die Geschichte der Sozialdemokratie vor und nach 1945. Nach einer Lehre als Buchdrucker und Schriftsetzer arbeitete er als Schlosser und Verwaltungsangestellter Im Nationalsozialismus wurde er politisch verfolgt. Von 1969 bis 1975 diente er Bochum als Oberbürgermeister.
Der gelernte Schweißfachingenieur Heinz Eikelbeck (1926-2011) wurde 1964 erstmals für die SPD in den Rat der Stadt Bochum gewählt. Im Jahre 1971 wurde er Fraktionsvorsitzender. Das Amt des Oberbürgermeisters bekleidete er von 1975 bis 1994.
Erster hauptamtlicher Oberbürgermeister der Stadt Bochum wurde 1994 der SPD-Politiker Ernst-Otto Stüber (geb. 1940) , der dieses Amt bis 2004 innehatte. Der ausgebildete Journalist hatte zuvor dem NRW-Landtag angehört. Nach seinem Ausscheiden aus der Politik war Stüber als Vorsitzender des Aufsichtsrats des VfL Bochum von 2010 bis 2012 weiter im Leben der Stadt präsent.
Mit der Sozialdemokratin Dr. Ottilie Scholz (geb. 1948) eroberte 2004 erstmals eine Frau das Bochumer Rathaus. Die studierte Soziologin hatte zuvor bereits seit 1999 als Finanz- und Bezirksdezernentin in Bochum gewirkt. Bei der Wahl im Jahre 2015 kandidierte sie nicht erneut für das Amt der Oberbürgermeisterin.
Aus der Stichwahl ging ihr Parteikollege Thomas Eiskirch (geb. 1970) als neuer Oberbürgermeister hervor. Nach einer Tätigkeit in der Immobilienwirtschaft war er 2005 in den nordrhein-westfälischen Landtag gewählt worden.

Autor:

Nathalie Memmer aus Bochum

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