Therapie-Erfahrungen weitergeben und Hindernisse reflektieren: Bündnis gegen Depression stellt Fragebögen online

Depression ist eine ernst zu nehmende Erkrankung, die sich bei Inanspruchnahme sachgerechter Hilfe in der Regel gut behandeln lässt. Neben der Einnahme von Medikamenten besteht die Möglichkeit der Behandlung durch eine Psychotherapie.

Auch wenn eine psychotherapeutische Behandlung keine Garantie auf Heilung geben kann, so lässt sich die Erkrankung jedoch häufig dahingehend lindern, dass die Lebensqualität aktiv verbessert werden kann.
Der Betroffene kann mit Unterstützung z.B. eines kompetenten Psychotherapeuten lernen, mit der Erkrankung umzugehen, sie als einen Teil seines Lebens zu akzeptieren und zu integrieren.

Viele Betroffene wagen jedoch nicht, eine Behandlung aufzunehmen. Die Erkrankten stehen oftmals ebenso wie deren Angehörige voller Unbehagen vor einer unbekannten Situation, sowohl was das Wissen um die Erkrankung selbst, als auch die Möglichkeiten, den Ablauf und den Inhalt einer Behandlung betrifft.

Das Bochumer Bündnis gegen Depression hat sich zum Ziel gesetzt, verstärkt Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Dabei geht es den Mitgliedern des Vereins ebenso um eine Aufklärung über die Erkrankung selbst, die zunächst einmal grundsätzlich jeden treffen kann, als auch darum, die Scheu vor einer Behandlung abzubauen und bei erkennbarer Erfordernis für Verbesserungen einzutreten.

An diesem Punkt ist die Mithilfe Betroffener und Angehöriger sehr hilfreich.

Das Bündnis möchte wissen, was Betroffene erleben, wenn sie wissen, dass sie krank geworden sind, sich mit dem Gedanken an eine Behandlung tragen, es nicht wagen, den Schritt in eine Therapie zu gehen oder welche Erfahrungen bereits gesammelt wurden.

Gerade im Hinblick auf künftige Veranstaltungen und die Zielsetzungen des Vereins ist es von Interesse, von aufrichtigen Erlebnissen mit Behandlungen zu lesen, die positiver wie negativer Art sein können, oder zu erfahren, was den Erkrankten möglicherweise davon abhält, sich in eine Behandlung zu begeben.

Seit einigen Monaten bietet das Bündnis unter dem Aufruf „Erfahrungsberichte schreiben / Erfahrungen schildern“ auf seiner Internetseite http://www.bochumer-buendnis-depression.de die Möglichkeit des anonymen Ausfüllens zweier Fragebögen und des ebenso anonymen Verfassens und Einstellens freier Erfahrungsberichte.

Die frei formulierten Berichte, in denen Betroffene ebenso wie deren Angehörige über Erfahrungen mit der Therapiesuche, mit möglicherweise nur geführten Erstgesprächen oder mit durchgeführten Psychotherapien und deren Ergebnis berichten sowie Befürchtungen und Ängste bezüglich einer Behandlung schildern können, bieten dabei die Gelegenheit, sich auszutauschen, andere Betroffene am eigenen Erleben teilhaben zu lassen, ihnen Mut zu machen oder auf Aspekte aufmerksam zu machen, die in einer Behandlung problematisch werden können.
Die Anonymität des Berichtenden soll dabei ebenso gewahrt werden, wie die Anonymität von Behandelnden oder Behandlungseinrichtungen, denn die Beiträge werden für andere lesbar auf die Internetseite übernommen http://www.bochumer-buendnis-depression.de/daten/cnt/doc/Erfahrungsberichte.pdf .

Die beiden Fragebögen zu Therapie-Erfahrungen http://www.bochumer-buendnis-depression.de/daten/cnt/doc/Fragebogen_Therapieerfahrung.html und Therapie-Hindernissen http://www.bochumer-buendnis-depression.de/daten/cnt/doc/Fragebogen_Therapiehindernisse.html , die unter anderem auch als Unterstützung bei der Verfassung freier Berichte genutzt werden können, werden zunächst von Mitgliedern des Vereins inhaltlich ausgewertet, bevor nach Vorliegen einer ausreichenden Anzahl von Bögen über Ergebnisse berichtet werden kann.
Es besteht selbstverständlich die Möglichkeit, alle drei Angebote zu nutzen, um sich ausreichend mitzuteilen.

Über eine möglichst rege Nutzung des Angebots würde sich das Bündnis gegen Depression sehr freuen, weil es die Möglichkeit eröffnet, sich die Situation Betroffener und die Sichtweise Angehöriger in Bochum und Umgebung stärker bewusst zu machen, künftig zu planende Veranstaltungen bedarfsgerecht auszurichten und Schwierigkeiten wahrzunehmen, für die mangels Kenntnis derzeit vielleicht der Blick fehlt.

Erste Fragebögen sind schon eingegangen. Es dürfen gern noch sehr viel mehr werden, weshalb hiermit erneut ermuntert werden soll, sich offen mitzuteilen. Nur so kann reagiert und für Veränderungen eingetreten werden.

Autor:

Sabine Schemmann aus Bochum

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