Badminton Team-Europameisterschaft U19 in Lahti, Finnland vom 29.10 bis 02.11.2020
Leona Michalski belegt mit Team Deutschland den 5. Platz

Das gesamte Deutsche Team bei der EM in Lathi
  • Das gesamte Deutsche Team bei der EM in Lathi
  • Foto: Badminton Europe
  • hochgeladen von Gregor Michalski

Die Gelsenkirchenerin Leona Michalski wurde vom Bundestrainer Jugend auch zur diesjährigen Badminton Europameisterschaft in den Spielerkader berufen.
Angesichts der coronabedingten Absagen von Sportveranstaltungen überall auf der Welt war die Freude bei Leona und dem ganzen Team natürlich riesig, dass dieses Turnier trotzdem stattfinden würde.
Dennoch ein Turnier, was unabhängig der sportlichen Gegebenheiten, allen Beteiligten sicherlich dauerhaft in Erinnerung bleiben wird. Die Organisatoren in Finnland hatten den Ausrichtungsort – das olympische Sportzentrum in Lahti – kurzerhand in ein „Blase“ verwandelt, um maximalen Schutz vor möglichen Infektionen mit Covid19 zu garantieren.
So mussten alle teilnehmenden Nationen schon am 25.10.2020 nach Lahti anreisen und schon bei der Einreise einen negativen Corona-Test nachweisen. Danach stand für alle Teilnehmer eine 72 stündig Isolation in dem zugewiesenen Gebäudekomplex an. Das Training und die Mahlzeiten in dieser Zeit waren so organisiert, dass es keinen Kontakt zu den Teams anderer Länder geben konnte und durfte. Erst nach einem weiteren für das gesamte Team notwendigen negativen Covid-19 Test am 28.10.2020, durfte die Mannschaft am Donnerstag überhaupt beim Turnier an den Start gehen. Auch dann galt es direkte Kontakte zu anderen Teams, einzelnen Spielern oder auch Offiziellen nahezu auf “0“ zu reduzieren…
“Das war schon eine sehr ungewohnte Situation“ kommentierte Leona diese vorbereitenden Maßnahmen zum Turnier. “Bei der letzten EM hatten wir direkt Kontakt zu den anderen Teams und konnten uns von Beginn an auch mit den Spielern anderer Nationen austauschen. Das war jetzt komplett anders, aber die Zeit der Isolation hat uns als Team doch irgendwie auch näher zusammengebracht. Wie gut das Konzept hier funktioniert hat, zeigt das Beispiel des Teams aus Litauen. Die hatten beim Test hier am Mittwoch eine Person die positiv auf Corona getestet wurde und daher durfte das ganze Team nicht beim Team-Event antreten. Es ist zwar bitter für die Mannschaft, aber es war jedem, der hier hinkommt, bewusst, dass die Regeln so streng sein müssen um alle anderen hier zu schützen!“

Sportlich begann das Turnier für die deutsche Mannschaft in der Gruppe 1 am Montag 26.10. mit dem Spiel gegen den Gastgeber Finnland. Zum 4:1 Sieg steuerte Leona mit ihrer Hamburger Partnerin Thuc Nguyen den Sieg im Doppel gegen Nella Nyqvist und Julia Salonen (21-7 und 21-12) bei.
Am Freitag stand dem Deutschen Team die Mannschaft von den Färöer-Inseln gegenüber, die erstmal in Ihrer Badmintonhistorie überhaupt die Qualifikation zu einer Europameisterschaft geschafft hatten. Team Germany wurde der Favoritenrolle gerecht und siegte mit 5:0.
Das „Gruppenfinale“ gegen den Titelfavoriten Dänemark am 31.10. endete mit einer knappen 2-3 Niederlage für das deutsche Team. Auch in diesem Spiel konnte Leona das Doppel Partnerin Thuc Nguyen gegen die Däninnen Simona Pilgaard / Anna Siess Ryberg (21-18 und 21-16) gewinnen. Mit dem erreichten 2. Platz in der Gruppe 1 war auch der Einzug ins Viertelfinale gesichert.
Durch die vorgegebenen Auslosungsmodalitäten für die Endrunde kamen als mögliche, weitere Gegner die Sieger der Gruppe 2 (Russland, Setzplatz 2) oder der Gruppe 4 (Frankreich, Setzplatz 2) in Betracht.
Schlussendlich bescherte das Los dem deutschen Team Russland als Gegner. Am Ende musste die Deutsche Mannschaft sich mit 1:3 geschlagen geben, konnte sich aber dennoch über den erreichten Platz 5 freuen!
“Natürlich ist man im ersten Moment enttäuscht über die Niederlage“ berichtete Leona via Skype aus Finnland. “Gegen die späteren Europameister aus Dänemark hatten wir gehofft auch das Herrendoppel zu gewinnen. Dann wären wir als Gruppenerster mit einer besseren Ausgangsposition in die Endrunde gestartet. Aber es hat nicht sollen sein. Im Viertelfinale gegen Russland haben wir die Aufstellung dann sehr stark verändert. Der Plan war, dass wir mit beiden gewonnen Einzeln die Entscheidung dann im letzten Spiel hätten herbeiführen können. Ich hätte mit Thuc gegen Elena Filippova und Anastasiia Shapovalova gespielt, darauf waren wir richtig heiß. Da in der Endrunde die Teamspiele aber beendet werden, wenn ein Team 3 Punkte hat, ist es dazu leider nicht mehr gekommen. Es ist sehr schade, dass wir es nicht ins Halbfinale geschafft haben, aber jeder im Team hat auf und hinter dem Court insbesondere gegen Dänemark und Russland alles gegeben was an dem Tag möglich war! Für mich geht das Individualturnier am Dienstag los. Und darauf liegt jetzt der gesamte Focus“.

Autor:

Gregor Michalski aus Gelsenkirchen

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