Nicht nur Fußgängerzone: Casconcept diskutierte über die geplante Neuordnung des Wochenmarkts

Diese Grafik zeigt, wie sich der Wochenmarkt nach dem Entwurf der Verwaltung an einem Donnerstag in der Fußgängerzone der Altstadt verteilen würde.
  • Diese Grafik zeigt, wie sich der Wochenmarkt nach dem Entwurf der Verwaltung an einem Donnerstag in der Fußgängerzone der Altstadt verteilen würde.
  • Foto: EUV
  • hochgeladen von Vera Demuth

Der Wochenmarkt soll nach Abschluss des Altstadtmarktumbaus in der Fußgängerzone bleiben. Das sieht der Entwurf der städtischen Marktfestsetzung vor, der Anfang März in den politischen Ausschüssen beraten und beschlossen werden soll. Bei einer Versammlung der Standortgemeinschaft Casconcept am Mittwoch (15. Februar) fanden die Pläne jedoch keinen Anklang.

„Wir wollen wissen, wie die Gemeinschaft der Einzelhändler denkt“, benannte der Casconcept-Vorsitzende Matthias Zimmer das Ziel der Mitgliederversammlung, während der EUV-Chef Michael Werner die wesentlichen Eckpunkte der geplanten Marktfestsetzung vorstellte. Sie sieht Flächen auf Teilen der Straßen Am Markt und Im Ort, der Münsterstraße und des Simon-Cohen-Platzes vor, auf denen die Markthändler einen festen Standplatz an allen drei Markttagen haben.
Ausnahmen davon betreffen einige Veranstaltungen in der Altstadt. Am Samstag während des Frühlings- und des Viktualienmarkts solle der Wochenmarkt auf den "Boulevard" zwischen Kunstgalerie und Bank sowie Teile des Marktplatzes ausweichen und am Samstag während der Frühlings- und Herbstkirmes zum Bennertor, erläuterte Werner.

Warnung vor einer Wüste

Während der anschließenden Diskussion lehnten einige Casconcept-Mitglieder grundsätzlich einen Wochenmarkt in der Fußgängerzone ab, zum Beispiel Altstadt-Apotheker Winfried Radinger. "Der Markt gehört auf den Marktplatz. Wir schaffen uns sonst dort eine Wüste", warnte er, dass auch die Geschäfte am Markt ohne die Wochenmarktbesucher leiden würden.
Ulrich Borgerding kritisierte, dass der Abbau der Stände und die Reinigung bis etwa 14.30 Uhr dauerten und Altstadtbesuchern suggerierten, dass die Geschäfte nun geschlossen seien – ein Eindruck, dem Jens Reiter zustimmte. Zudem schilderte Borgerding die Problematik, dass die Geschäfte mehr beeinträchtigt würden, vor denen ein Marktstand mit dem Rücken zum Schaufenster stünde. Er plädierte dafür, den Wochenmarkt entlang des "Boulevards" und um den Reiterbrunnen anzusiedeln, um so zugleich die Parkplatzfläche für die Autos frei zu halten.
Martina Tielker (Castroper Leselust) dagegen schlug vor, den Wochenmarkt auf der Basis der Verwaltungsvorlage in der Fußgängerzone zu belassen, aber weiter zu entzerren und auch Lambertusplatz sowie "Boulevard" mit einzubeziehen.

Keine Stimme für Verwaltungsvorschlag

Bei der abschließenden Abstimmung erhielt dieser Vorschlag zehn Stimmen, während neun Mitglieder für die altbewährte Rückkehr des Wochenmarkts auf den Altstadtmarkt votierten. Für Ulrich Borgerdings Anregung stimmten vier Mitglieder, für den Entwurf der Verwaltung niemand.
Dies sei eine Tendenz, betonte Matthias Zimmer zum Ende der Versammlung und fasste zusammen, dass der Wochenmarkt ein elementarer Bestandteil Castrop-Rauxels sei und die Wünsche der Casconcept-Mitglieder in die Richtung gingen, den Altstadtmarkt zu berücksichtigen, "aber trotzdem den Standort Altstadt mit zu beleben".

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