Mega-Unwetter tobt durch die Stadt

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„Der komplette Biesenkamp war dunkel. Über mir wurden 12 bis 17 Freibäder geleert. Jedes Mal, wenn ein Blitz die Castroper Innenstadt erhellte, flog ein Stück Baum an meinem Fenster vorbei“, schildert Marco Hoppe bei uns im Internet seine Eindrücke des Unwetters, das am Pfingstmontag wütete und auch in unserer Stadt eine Spur der Verwüstung hinterließ.

„Man konnte das Unheil schon fast fühlen, als sich der Himmel verdunkelte“, schreibt Harry Schmidt. „Und wenn man morgens durch die Straßen fuhr, bekam man einen ungefähren Überblick, was in dieser unheilvollen Nacht passiert ist. “
Rund 250 Einsatzmeldungen gingen laut Feuerwehr-Chef Jürgen Schmidt in der Nacht bei der Feuerwehr ein. Bis Dienstagmittag sei es den rund 150 Einsatzkräften der Feuerwehr und des THW gelungen, etwa die Hälfte der Meldungen abzuarbeiten. Auch der EUV war mit sämtlichen verfügbaren Mitarbeitern im Dauereinsatz.

Zunächst sei es darum gegangen, die Hauptverkehrsstraßen wieder frei zu bekommen. „Wir haben uns quasi durch das gesamte Stadtgebiet gesägt“, so Schmidt. Auf „kosmetische Einsätze“, wie das Freiräumen von Bürgersteigen, habe man aufgrund der Vielzahl an entstandenen Schäden zunächst verzichten müssen. Das Gewitter und der damit verbundene Sturm hätten Castrop-Rauxel deutlich schlimmer getroffen als seinerzeit „Kyrill“.

„So ein Unwetter habe ich persönlich noch nie erlebt“, sagt THW-Ortsbeauftragter Olaf Linser. Das THW war schwerpunktmäßig in Ickern unterwegs und half, die Hauptverkehrswege freizuschaffen. Um 6 Uhr morgens hätten die THW-Helfer ihre Arbeit beendet. „Um 14 Uhr haben wir uns wiedergetroffen und die Fahrzeuge aufgerüstet“, erklärt Linsner.

Von: Verena Wengorz und Nina Möhlmeier

Autor:

Lokalkompass Castrop-Rauxel aus Castrop-Rauxel

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