"Problemhaus" in Habinghorst macht weiter Probleme

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Das Haus Lange Straße 107 war Thema beim Stadtteilspaziergang durch Habinghorst.

Ein Teil der Bewohner des Hauses Lange Straße 107 sorgt bei einigen Habinghorstern weiterhin für Unmut. Während des Stadtteilspaziergangs mit Bürgermeister Rajko Kravanja am Mittwoch (8. August) berichteten sie von Problemen im Bereich Quer-/Nordstraße.

Manche Bewohner des "Problemhauses" stellten dort ihre Sprinter ab, mit denen sie als "Klüngelskerle" tätig seien, lüden Dinge von einem Auto ins andere um, legten alte Teppiche und Fernseher auf der Straße ab und schmissen Abfall in die Hecken der umliegenden Wohnhäuser. Hinzu komme Lärmbelästigung. "Das ist seit über einem Jahr so, aber es wird schlimmer", sagte ein Anwohner. Anrufe bei Polizei und Ordnungsamt hätten bislang nichts gebracht.
Marco Boschanski vom Bereich Ordnungswesen kennt die Situation, zeigte aber auch die Grenzen dessen auf, was das Amt tun könne: "Umpacken ist nicht verboten, ruhestörender Lärm natürlich ja." Er forderte die Anwohner auf, sich im Ordnungsamt zu melden, sobald Probleme aufträten. Kravanja regte an, die Problematik im Ausschuss für Bürgerbeteiligung und Stadtteilentwicklung aufzugreifen.
Den Vorschlag einiger Anwohner, ein einseitiges Halteverbot an der Querstraße einzurichten, um wieder eine Straßenreinigung zu gewährleisten, nahm EUV-Chef Michael Werner auf, verwies aber darauf, dass man so das Problem eventuell verlagere.
Was das Haus Lange Straße 107 selbst angeht, erinnerte Philipp Röhnert, Leiter des Bereichs Stadtplanung und Bauordnung, daran, dass eine Begehung im Februar 2017 keine Überbelegung und eklatanten Rechtsverstöße ergeben habe. "Im Großen und Ganzen ist das Haus baulich in Ordnung." Und nach dem Brand im Februar dieses Jahres seien die beiden betroffenen Etagen saniert und wieder vollständig bewohnt.

Poller vor Penny vorgeschlagen

Auf Parkprobleme an der Kreuzung Lange Straße/Kampstraße wies Bernd Goerke (SPD) hin. Die zugeparkten Einmündungen behinderten die Feuerwehr, und auch vor Penny werde verkehrswidrig geparkt, so dass Menschen mit Rollator oder Kinderwagen den Gehweg nicht nutzen könnten. Da die Kontrollen des Ordnungsamts keine Wirkung zeigten, schlug Goerke vor, im Bereich Lange Straße 91-97 Poller zu installieren. Auch dieses Thema soll auf Anregung von Rajko Kravanja im Bürgerausschuss aufgegriffen werden.
Mit dem Bau von zwei dreigeschossigen Häusern mit insgesamt 42 Seniorenwohnungen auf dem Habinghorster Markt hat Konstantinos Boulbos begonnen. Der Bauherr hofft, dass die Gebäude Ende 2019 fertiggestellt seien. Ein Teil des Platzes in Verlängerung der Querstraße soll für den Wochenmarkt erhalten bleiben. Die Straße östlich und südlich des Platzes solle nach Abschluss der Baumaßnahme saniert werden, kündigte Michael Werner an.
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