Dinslaken punktet mit Zechenwerkstatt und blauer Bude
Stadt Dinslaken wird mit Bundespreis Kooperative Stadt ausgezeichnet

Dinslaken konnte gerade durch den Erbpachtvertrag zur Gestaltung der Zechenwerkstatt sowie mit dem Übertragungsvertrag für die blaue Bude punkten. Auf dem Foto: Lea Eickhoff, Janet Rauch, Michaela Eislöffel, Henning Spreckelmeyer (Stabsstelle Nachhaltige Entwicklung).
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  • Dinslaken konnte gerade durch den Erbpachtvertrag zur Gestaltung der Zechenwerkstatt sowie mit dem Übertragungsvertrag für die blaue Bude punkten. Auf dem Foto: Lea Eickhoff, Janet Rauch, Michaela Eislöffel, Henning Spreckelmeyer (Stabsstelle Nachhaltige Entwicklung).
  • Foto: Stadt Dinslaken
  • hochgeladen von Claudia Grosseloser

Die Stadt Dinslaken wurde mit dem Bundespreis „kooperative Stadt“ ausgezeichnet. Der Preis wird vergeben für vorbildliche Beispiele einer Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Ausgezeichnet wurde Dinslaken durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat.

Die Stadt Dinslaken hatte sich gemeinsam mit der Initiative Zechenwerkstatt sowie mit dem Forum Lohberg beworben. Gerade durch den gemeinsam ausgehandelten Erbpachtvertrag zur Gestaltung der Zechenwerkstatt sowie mit dem Übertragungsvertrag für die blaue Bude in Lohberg konnte Dinslaken punkten. Zusätzlich wurde das zivilgesellschaftliche Engagement für Nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet.

Erlebbarkeit des Ortes ermöglichen

Ziel ist nicht nur, den bedeutsamen Ort zu bewahren und herzurichten, sondern auch für die Bewohnerschaft Lohbergs und darüber hinaus zugänglich zu machen und somit die Erlebbarkeit des Ortes zu ermöglichen. Damit liegt neben dem Erhalt des Denkmals mit der beabsichtigten Nutzung ein besonderer Mehrwert vor. Denn über ihren kulturhistorischen Wert als Baudenkmal hinaus besitzt die Zechenwerkstatt, vor allem durch die bisherige Ausrichtung und Arbeit des Initiativkreises Zechenwerkstatt, als Ort für große Veranstaltungen, Begegnungen und das Machen – von Bürger*innen für Bürger*innen – eine maßgebliche identitätsstiftende Wirkung in Dinslaken, in der Region und insbesondere in Lohberg.

„Wo gemeinsam und miteinander gearbeitet wird, sind die besten Ergebnisse möglich“, betont Dinlakens Bürgermeisterin Michaela Eislöffel. „Ich freue mich sehr über die Wertschätzung und Bestärkung, die mit der Auszeichnung verbunden sind. Zugleich bedanke ich mich herzlich bei der Initiative Zechenwerkstatt, dem Forum Lohberg und allen Mitwirkenden für die Zusammenarbeit.“

Janet Rauch vom Forum Lohberg unterstreicht: „Als Bürgerverein ist für uns wesentlich, dass alle Gespräche auf Augenhöhe stattfinden – ohne jegliches Machtgehabe. Die Stadt Dinslaken hat mit dem Verein gemeinsam konstruktive Lösungen für das Vorhaben erarbeitet. Durch die Form der Beteiligung schafft die Kommune Akzeptanz und Vertrauen. Das Forum Lohberg begrüßt den Vorstoß der Stabsstelle für nachhaltige Entwicklung, solch kooperativen Modelle öffentlich zu machen: Bürgerbeteiligung soll Schule machen!“

Und Lea Eickhoff, Geschäftsführerin der Initiative Zechenwerkstatt, betont: „Wir freuen uns zusammen mit der Stadtverwaltung sehr über den gewonnenen Bundespreis, der nochmals zeigt, dass es gemeinsam besser geht: mit den Ideen und dem Engagement von mutigen Bürgerinitiativen und einer offenen Stadtverwaltung, die den Rahmen für dieses gemeinnützige Handeln schafft. Wir schätzen es, mit der Stadtverwaltung und der Politik Partner an der Seite zu haben, mit denen wir gemeinschaftlich Lösungen suchen und finden können. “

Gesucht waren Kommunen ab 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern

Ausgelobt worden war der Preis im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik, einer Gemeinschaftsinitiative von Bund, Ländern und Gemeinden. Gesucht waren Kommunen ab 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, die auf verschiedenen Ebenen und in unterschiedlichen Fachbereichen mit zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren zusammenarbeiten. Bewerben konnten sich alle Kommunen mit laufenden sowie bereits umgesetzten Kooperationsprojekten der Stadtentwicklung.

Über 80 Bewerbungen für Bundespreis

Prämiert wurden Kommunen, die rechtliche, politische und institutionelle Instrumente etabliert haben, damit Vereine, Nachbarschaftsgruppen und soziokulturelle Akteure besser an Stadtentwicklung mitwirken können. Der Bundespreis rückt dadurch das zivilgesellschaftliche Engagement in das Blickfeld der Öffentlichkeit und unterstreicht die Bedeutung kreativer Stadtmacherinnen und -macher. Über 80 Bewerbungen waren beim Ministerium eingegangen.
Andere Preisträger neben Dinslaken sind Kiel, Mannheim, Aachen, Halle/Saale, Nürnberg, Berlin (Mitte), Tübingen, Schwerte, Landau (Pfalz), Dessau-Roßlau, Wittenberge, Eltville am Rhein.

Weitere Informationen gibt es online unter www.koop-stadt.de 

Dinslaken konnte gerade durch den Erbpachtvertrag zur Gestaltung der Zechenwerkstatt sowie mit dem Übertragungsvertrag für die blaue Bude punkten. Auf dem Foto: Lea Eickhoff, Janet Rauch, Michaela Eislöffel, Henning Spreckelmeyer (Stabsstelle Nachhaltige Entwicklung).
Bürgermeisterin Michaela Eislöffel freut sich über die Auszeichnung.
Autor:

Lokalkompass Dinslaken-Voerde-Hünxe aus Dinslaken

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