Ballons statt großer Feier in Dortmund
Kampf gegen Schulmüdigkeit

Schüler*innen aus einem Unterstützungsangebot haben bereits erste Ballons mit ihren Wünschen bestückt. | Foto: GrünBau
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Der Kontakt- und Beratungsverbund feiert sein 20jähriges Bestehen in schwierigen Zeiten – und wird denn je mehr gebraucht. 

Aufgrund der Corona-Situation feiert der Kontakt- und Beratungsverbund (KUBDO), der sich für schulmüde und schulverweigernde Kinder und Jugendliche in Dortmund einsetzt, dieses Jubiläum mit einer besonderen Aktion. „Um weiter auf unser Angebot aufmerksam zu machen, werden wir gemeinsam mit Ansprechpartner*innen an Schulen zum Thema Schulmüdigkeit in dieser Woche Luftballons steigen lassen. Diese Ballons werden Wünsche zur Verringerung von Schulmüdigkeit in den Himmel tragen“, erläutert Katrin Meyersieck Beraterin von KUBDO.

Ängste nach Lockdown

Die Aktion startet an den jeweiligen Schulen am Freitag, 3.12.um 12Uhr. Zeitgleich werden dann in ganz Dortmund die Luftballons losgelassen. Die Rückmeldungen aus der Beratungsarbeit zeigen, dass das Thema Schulabsentismus im Verlauf der Pandemie neue Gruppen erfasst, wie z.B. Kinder und Jugendliche, die nach dem Lockdown, aufgrund von Ängsten, den Weg nicht in die Schule zurückgefunden haben, sowie diejenigen, die massiv Unterrichtsinhalte beim Distanzlernen verpasst haben und deshalb die Schule verweigern.

Notwendige Technik fehlt

In der Beratung hat sich außerdem gezeigt, dass nicht alle Kinder und Jugendliche in gleichem Maße über die notwendigen Zugänge zum Internet, die nötige Technik sowie über die erforderlichen Basiskenntnisse der digitalen Anwendungsmöglichkeiten und Software verfügen. Deshalb wollen die Mitarbeiter*innen des Kontakt- und Beratungsverbundes auf ihr Beratungsangebot aufmerksam machen: "Wir sind für alle Betroffenen unter der Hotline Nummer 0231-5010017 und über unsere Homepage www.kub-dortmund.de erreichbar“, macht Oliver Uzunkol deutlich. Nicht nur die Schüler*innen und ihre Eltern können die Beratung aufsuchen. Auch Lehrer*innen, Schulsozialarbeiter*innen sowie Fachkräfte der Jugendhilfe und anderer Stellen können sich bei Fällen von Schulverweigerung an die Mitarbeiter*innen wenden.

Schüler*innen aus einem Unterstützungsangebot haben bereits erste Ballons mit ihren Wünschen bestückt. | Foto: GrünBau
Oliver Uzunkol, Angela Dietz und Katrin Meyersieck vom Kontakt- und Beratungsverbund. | Foto: KUB
Autor:

Lokalkompass Dortmund-City aus Dortmund-City

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