Rat der Stadt Dortmund: Erhöhung der Eintrittsgelder für Zoo, Hallenbäder und Westfalenpark beschlossen

Utz Kowalewski, Fraktionssprecher der Partei DIE LINKE im Rat zu Dortmund erklärt zu den beschlossenen Erhöhungen der Eintrittsgelder und der deshalb befürchteten Besucherrückgänge: "Wir haben sorge, dass daraus ein Minus-Geschäft wird."
  • Utz Kowalewski, Fraktionssprecher der Partei DIE LINKE im Rat zu Dortmund erklärt zu den beschlossenen Erhöhungen der Eintrittsgelder und der deshalb befürchteten Besucherrückgänge: "Wir haben sorge, dass daraus ein Minus-Geschäft wird."
  • Foto: www.dielinke-dortmund.de
  • hochgeladen von Carsten Klink

Gegen die Stimmen von LINKEN und Grünen hat der Dortmunder Rat in seiner Sitzung am Donnerstag die Eintrittsgelder für den Zoo, die Hallenbäder und den Westfalenpark beschlossen. Die Ratsmehrheit erhofft sich Mehreinnahmen von rund € 180.000. DIE LINKE im Rat begründeten die Ablehnung der Eintrittsgelderhöhung: „Durch eine Erhöhung der Eintrittsgelder werden nicht automatisch mehr Einnahmen erzeugt, weil damit auch ein Rückgang der Besucherzahlen verbunden sein kann“, befürchtet der Fraktionssprecher Utz Kowalewski.

Massiver Rückgang der Besucherzahlen erwartet

Tatsächlich können DIE LINKEN diese These durch die Besucherzahleneinbrüche nach den letzten Preiserhöhungen am Beispiel des Zoos belegen. Der Zoo hatte 2003 noch 530.000 Besucher. Nach der Eintrittspreiserhöhung im Jahr 2004 sanken die Besucherzahlen auf nur noch 490.000 Besucher ab. Ein Rückgang von 40.000 Besuchern. Bei der Eintrittspreiserhöhung 2010 zeigte sich dieser Effekt noch drastischer. Hatte der Zoo im Jahr 2009 noch die gleiche Besucherzahl wie im Jahr 2004, sorgte die Eintrittspreiserhöhung zum 1.1.2010 für einen massiven Besuchereinbruch auf nur noch 390.000 Besucher – ein Rückgang von 100.000 Besuchern innerhalb eines Jahres. Die Zahl von 390.000 Besuchern bleib dann bis heute konstant, so dass auch von einer mittelfristigen Erholung nicht ausgegangen werden kann.

„Die Preisschraube ist also deutlich überdreht worden. Solche massiven Besucherrückgänge können durch Eintrittsgelderhöhungen nicht aufgefangen werden. Letztlich waren die Erhöhungen der Eintrittsgelder damit ein Minusgeschäft sowohl für die Dortmunder Bürgerinnen und Bürger, aber auch für die Stadt und den Zoo“, erläutert Kowalewski. Die Mehrheit im Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften hat dem Rat allerdings gegen die Stimmen der LINKEN erneut eine Erhöhung der Eintrittspreise empfohlen.

Autor:

Carsten Klink aus Dortmund-Ost

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