Am Montag ging nichts mehr bei der 116117 Terminvergabe für die Corona-Impfung: Hotline überlastet
80-Jährige sorgen sich um späten Corona-Schutz

Am Montagmorgen scheiterten viele der über 80-Jährigen, bei dem Versuch einen Termin für die Corona-Impfung zu bekommen, an der Hotline oder Fehler-Meldung auf der Seite der Online-Termin-Vergabe.
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  • Am Montagmorgen scheiterten viele der über 80-Jährigen, bei dem Versuch einen Termin für die Corona-Impfung zu bekommen, an der Hotline oder Fehler-Meldung auf der Seite der Online-Termin-Vergabe.
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Wer am Montagmorgen geglaubt hatte, mit etwas Geduld einen Termin an der 116117-Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) im Februar zu ergattern, wurde enttäuscht. Viele über 80 Jährige, Verwandte und Helfer, die das für die Senioren erledigen wollten, scheiterten an der Überlastung der Termin-Vergabe.  

Es passierte, was auch in anderen Bundesländern zuvor passierte: Das System war bei dem Ansturm der Terminwünsche schnell überlastet. Und wer es nach Stunden geschafft hatte und bei der Hotline nach vielen Anrufen einen Mitarbeiter erwischt hatte, musste erfahren, dass auch er gerade "nicht ins System kam, um einen Termin zu vereinbaren." Viele wurden vertröstet es später wieder zu versuchen. Nicht ganz einfach war es sicher auch für viele Ältere auf der Internetseite Mail-Adresse und Handynummer einzugeben und dann nach vielen Code-Eingaben und Fehlermeldungen zu erfahren, dass es "derzeit keine Termine mehr gibt."  Die Telefonnummern und die Internetseite waren total überlastet. Es wurde um Geduld gebeten, was vielen Älteren bei der Sorge vor einer Erkrankung sicher nicht leicht fällt. 

Hotline und Webseite für Buchung überlastet

Extrem viele Zugriffe auf die Webseiten zur Buchung einer Corona-Impfung und ein hohes Anruferaufkommen bei der Hotline 116 117 haben zu erheblichen Verzögerungen bei der Terminbuchung für die über 80-jährigen Impfberechtigten in NRW geführt. Dies führte zu  längeren Wartezeiten bei Anrufen und Verzögerungen sowohl beim Aufrufen der Webseiten als auch bei der Bestätigung von Terminen per EMail.
"Es wird unter Hochdruck an der Beseitigung der Engpässe gearbeitet und die KVen bitten mit
Blick auf die derzeitige Systemauslastung alle, die einen Termin buchen möchten, um Geduld", informiert die Sprecherin der KV Westfalen Lippe, "Alle, die die Möglichkeit haben, einen Termin zu einem späteren Zeitpunkt zu buchen, sollten von dieser Möglichkeit Gebrauch machen." 

Fast 1 Mio. wollen einen Termin machen

Die Gruppe der Impfberechtigten, die seit gestern und in den kommenden Wochen Termine vereinbaren kann, umfasst in Nordrhein-Westfalen fast eine Million Menschen und ist trotz der gewaltigen Call Center-Kapazitäten mit rund 1.200 Mitarbeitern für die Termin-Telefonie und den eigens zur Terminbuchung geschaffenen Online-Portalen so groß, dass es bei der Terminvergabe zumindest zum Start zu Engpässen kommt.

116 117 nicht zusätzlich belasten

Wichtig: Alle, die laut Corona-Impfverordnung nicht zur Gruppe der über 80-Jährigen gehören, werden ausdrücklich gebeten erst dann anzurufen, wenn auch für sie die Terminvergabe startet. Zudem sollten die telefonischen Anmeldemöglichkeiten für eine Corona-Impfung vor allem zur Terminvermittlung und nicht für allgemeine Fragen zur Corona-Impfung in Anspruch genommen werden, um die Leitungen nicht zusätzlich zu belasten. Die telefonische Terminvergabe ist täglich zwischen 8 und 22 Uhr möglich, online rund um die Uhr.

Erste Impfen bis 30. April

„Niemand muss sich Sorgen um seine Impfung beziehungsweise seinen Termin machen. Es
ist ausreichend Zeit und Vorlauf für die Terminvergabe, zumal es bis Ende April dauern wird,
bis wir allein die Gruppe der über 80-Jährigen mit Blick auf die verfügbaren Mengen an Impfstoff ein erstes Mal geimpft haben. Jeder, der geimpft werden möchte, wird drankommen,
aber eben nicht sofort. Niemand muss befürchten, zu spät zu kommen.

Weitere Impfstoffdosen werden erwartet

Wir gehen davon aus, dass wir in den kommenden Wochen weitere Impfstoffdosen erhalten werden, wodurch sich auch die Terminkapazität erhöhen wird“, erklären Dr. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein und Dr. Dirk Spelmeyer, Vorstandsvorsitzender der KV WestfalenLippe.
Die Impfstoffmengen reichen zunächst nur, um ab dem 8. Februar pro Woche etwa
70.000 Menschen in Impfzentren in Nordrhein-Westfalen zu impfen. Bis Anfang April stehen
damit nach aktuellem Stand rund 560.000 Impfstoffdosen zur Verfügung.

Am Montagmorgen scheiterten viele der über 80-Jährigen, bei dem Versuch einen Termin für die Corona-Impfung zu bekommen, an der Hotline oder Fehler-Meldung auf der Seite der Online-Termin-Vergabe.
Auf mehreren Seiten des Aufklärungsblattes zum Impfstoff  werden Namen und Adresse des zu Impfenden eingetragen sowie Erkrankungen und Allergien abgefragt. Nach der Impfung unterschreibt der Arzt das Merkblatt stellt eine Impfbescheinigung aus oder trägt die Impfe ins mitgebrachte Impfbuch ein.
Autor:

Antje Geiß aus Dortmund-City

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