Dortmunderin stellte Eilantrag: Das Verwaltungsgericht hob die gegen ihre Familie verhängte Quarantäne auf.
Coronavirus: 13 weitere positive Testergebnisse

Unter 1,8 Prozent der in Dortmund getesteten Reiserückkehrer aus Risikogebieten hatten beim Corona-test ein positives Ergebnis.
  • Unter 1,8 Prozent der in Dortmund getesteten Reiserückkehrer aus Risikogebieten hatten beim Corona-test ein positives Ergebnis.
  • Foto: Klinikum Dortmund
  • hochgeladen von Antje Geiß

Das Gesundheitsamt hatte die Quarantäne für drei Haushaltsmitglieder eines Reiserückkehrers verhängt, der engen Kontakt zu einem mit SARS-CoV-2-Infizierten hatte. Die Stadt respektiert die Entscheidung des Gerichts für diesen Einzelfall. Auch künftig wird jedoch der Fokus des Gesundheitsamts auf dem Bevölkerungsschutz liegen.

Das Gesundheitsamt hat sich daher entschieden, bei seiner bisherigen Verfahrensweise zu bleiben. Auch in Zukunft können in entsprechenden Fallkonstellationen ganze Haushalte unter Quarantäne gestellt werden, in denen eine potentiell infektiöse Person lebt.

Konsequent Infektionsketten unterbrechen

„Wir haben es mit einem neuartigen Virus zu tun, über das wir viele Dinge noch nicht abschließend wissen. Aus den bisherigen Erfahrungen können wir aber schließen, dass Übertragungen des Virus in familiären Zusammenhängen eine wichtige Rolle bei der Weiterverbreitung des Virus spielen. Dementsprechend konsequent gehen wir vor, wenn es darum geht, potentielle Infektionsketten erst gar nicht entstehen zu lassen“, sagt Zoerner.

Quarantäne ausführlicher begründen

Konsequenzen für das weitere Vorgehen werde der Beschluss des Verwaltungsgerichts dennoch haben. „Wir haben aus diesem Fall gelernt, dass wir unsere Entscheidungen zur Quarantäne ausführlicher begründen müssen“, sagt Gesundheitsdezernentin Birgit Zoerner. Die entsprechenden Bescheide werden daher dahingehend überarbeitet.

Anpassungen durch Gesundheitsamt

Der Stadt Dortmund ist bewusst, dass ihre Entscheidungen zu Quarantäne-Anordnungen in manchen Fällen über die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hinausgehen. Das RKI verweist in diesem Zusammenhang jedoch ausdrücklich darauf, dass seine Empfehlungen im Rahmen einer Risikobewertung der Situation vor Ort durch das zuständige Gesundheitsamt angepasst werden können. Das hat das Dortmunder Gesundheitsamt beherzigt. „Wir werden an dieser Linie festhalten, und der Erfolg gibt uns recht“, sagt Zoerner mit Blick auf die vergleichsweise niedrigen Infektionszahlen in Dortmund.

PositiveTestergebnisse

Mittwoch (2.9.2020) sind 13 positive Testergebnisse hinzugekommen. Unter den neu Infizierten befinden sich drei Reiserückkehrer*innen. Vier der Fälle stehen in einem familiären Zusammenhang.

Seit dem ersten Auftreten der Erkrankung in Dortmund liegen insgesamt 1664 positive Tests vor. 1516 Menschen haben die Erkrankung bereits überstanden und gelten als genesen. Derzeit sind in Dortmund 128 Menschen infiziert.

Zurzeit 10 Corona- Patient*innen stationär

Zurzeit werden in Dortmund 10 Corona-Patient*innen stationär behandelt, zwei von ihnen intensivmedizinisch sowie beatmet.

In Dortmund gibt es bislang 13 Todesfälle im ursächlichen Zusammenhang mit Covid-19. Weitere sieben mit SARS-CoV-2 infizierte Patient*innen verstarben aufgrund anderer Ursachen.

Reiserückkehrer*innen

In der vergangenen Woche (35. KW) wurden an den beiden Dortmunder Teststellen am Flughafen sowie am Klinikum Nord 5.386 Reiserückkehrende getestet. Von ihnen hatten 93 ein positives Testergebnis. Dies entspricht einer Positivrate von 1,73 Prozent. In den Flughafen-Testungen sind dabei auch Tests von Reiserückkehrer*innen enthalten, die ihren Wohnsitz nicht in Dortmund haben.

Autor:

M Hengesbach aus Dortmund-City

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