Bürgerforum Scharnhorst hat getagt: Zahlreiche hoch interessante Berichte im Begegnungszentrum

Geschäftsführer Detlev Thißen (stehend) begrüßte die Teilnehmer der ersten Sitzung 2018 des Bürgerforums Scharnhorst für sicheres und schöneres Wohnen.
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  • Geschäftsführer Detlev Thißen (stehend) begrüßte die Teilnehmer der ersten Sitzung 2018 des Bürgerforums Scharnhorst für sicheres und schöneres Wohnen.
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Rund 40 Mitglieder und Gäste des Bürgerforums Scharnhorst für sicheres und schönes Wohnen kamen auf Einladung von Geschäftsführer Detlev Thißen im städtischen Seniorenbegegnungszentrum an der Gleiwitzstraße zur ersten Sitzung der Arbeitsgruppe in 2018 zusammen.

EDG-Pressesprecherin Petra Hartmann berichtete über ihre Tätigkeit und stellte die für den 9. Juni geplante stadtweite Aktion "Sauberes Dortmund" vor: "Mach mit: Werde Tatortreiniger!" lautet der Appell an diesem Samstag. Schulen und Kindergärten können indes bereits am Freitag, 8. Juni, tätig werden. Zurzeit gibt es laut Hartmann bereits 80 Anmeldungen von Schulen, Kindergärten etc. Eine Anmeldung könne telefonisch oder per Internet erfolgen. Anmeldeschluss ist der 11. Mai. Das Material wird von der Entsorgung Dortmund (EDG) gestellt, der Abfall wird zeitnah abgeholt.

Polizeibeamter Dirk Hinz von der Polizeiwache Scharnhorst berichtete aus dem Bezirksdienst, der Stadt, dem Land und dem Bund.Die Anzahl der Straftaten im Stadtbezirk Scharnhorst geht, so Hinz, gegen Null. Im Einkaufszentrum könnten die Bürger auch abends beruhigt hindurch gehen. Seniorinnen und Senioren sind indes aufgerufen, ihre Taschen immer geschlossen zu halten. Dies gelte besonders beim Transport im Rollator. Hinz mahnte zur Vorsicht, wenn man andere auf ein begangenes Fehlverhalten anspricht. Die Reaktion können eventuell zu Gewalttaten führen.

Pfarrer Michael Bahrenberg vom Schalom-Zentrum der Friedenskirchengemeinde Dortmund-Nordost informierte über den vom 19. bis 23. Juni 2019 in Dortmund stattfindenden Evangelischen Kirchentag. Dortmund dürfte Gastgeber für circa 40.000 Dauergäste werden. 8000 werden privat untergebracht, die meisten Gäste werden indes in Schulen übernachten. Wer bereit ist zu helfen, kann sich bei Michael Bahrenberg (Tel. 807378) oder Herrn Henter (Tel. 7289900) melden.

Florian Ebrecht, Prokurist der Spar- und Bauverein eG,  berichtete über Aktuelles aus der Wohnungswirtschaft. Das aktuelle Grundsteuergesetz sei verfassungswidrig. Es gelte noch zwei Jahre, dann gebe es eine Übergangsfrist von fünf Jahren. Bis Ende 2025 müsse es aber eine neue Berechnungsgrundlage geben. Die neue EU-weite Datenschutzgrundverordnung tritt laut Ebrecht zum 25. Mai 2018 in Kraft. Die Daten sollen nicht dauerhaft gespeichert werden. Es gehe hierbei besonders um die Löschungsfristen von personenbezogenen Daten.

Die Mitglieder waren vom Umgang der mit 12.000 Wohneinheiten in Dortmund und Umgebung, davon 214 in Scharnhorst, größten Wohnungsgenossenschaft in NRW und eine der fünf größten in Deutschland, mit ihren Mietern überaus angetan. So wurden für Instandhaltung und Wohnwert-Verbesserung insgesamt (in tausend Euro) 2016 13.428, in 2017 16.073 von der Spar- und Bauverein eG investiert. Die anwesenden LEG-Mieter, insbesondere die ehemaligen Gagfah- und Ruhr-Lippe-Mieter, beklagten sich unter anderem massiv über die fehlenden bzw. unerreichbaren Ansprechpartner. Dies sei ein unhaltbarer Zustand. Auf eine Frage aus dem Teilnehmerkreis hin sagte Ebrecht, dass die Vertreter der Wohnungsgesellschaften im engen Austausch untereinander stünden. Er wolle versuchen, die angesprochenen Probleme beim nächsten Treffen mit aufzugreifen.

Uwe Lomb von der Feuerwehr Dortmund referierte über Brandschutz-Erziehung. Die Prüfung von elektrischen Geräten sei nicht einfach. Am sichersten seien die Geräte mit folgenden Prüfzeichen: GS, VDS, TÜV-Nord oder TÜV-Süd. Die Geräte seien meistens auch etwas teurer. In den Kindergärten gebe es zuerst eine Brandschutzerziehung, danach dürften die Kinder die Feuerwache besuchen. 4500 Kinder würden geschult, zurzeit liefen 280 Maßnahmen. Lomb verwies auf einen Aufkleber „Kinderfinder“, der man in 60 cm Höhe an der Kinderzimmertür aufkleben sollte. Im Brandfall werde dieser von den Feuerwehrleuten sofort wahrgenommen. Zudem sagte Lomb, dass Kohlenmonoxid-Warner immer wichtiger würden.

Wie Lomb berichtete wird die Zahl der Rettungswagen in Dortmund von derzeit 17 auf 34 verdoppelt. In Sachen Erweiterung bzw. Neubau der Feuerwache 6 (Scharnhorst) schlug Uwe Lomb vor, einmal deren Wachleiter einzuladen. Weiterreichende Informationen als bereits veröffentlicht seien ihm nicht bekannt. Bürgerforums-Geschäftsführer Thißen will sich zudem hinsichtlich eines Besichtigungstermins im Feuerwehr-Ausbildungszentrum in Lindenhorst abstimmen.

Detlev Thißen selbst berichtet über seine Kommunikation mit der Unternehmensgruppe Häusser Bau und dem Sicherheitsdienst Mahovic in Sachen EKS. Der Dienst der Sicherheitskräfte sollte ausgeweitet bzw. umstrukturiert werden, d.h. Nachmittagsstunden sollten in den Nachtbereich verlegt werden.

Der Scharnhorster Bezirksbürgermeister Heinz Pasterny berichtete u.a. über die vielfältige Arbeit der Bezirksvertretung Scharnhorst. Angesichts der 38 Anträge von Vereinen und Organisationen auf Förderung könnten nicht alle wunschgemäß erfüllt werden. Pasterny gab zudem Auskunft über den aktuellen Stand in puncto Rahmenplan Westfalenhütte und zum Neubau von Kreisverkehren an den Kreuzungen Flughafenstraße/Buschei, Flughafen-/Gleiwitzstraße und Flughafen-/Hostedder Straße.

Die größten Schäden an der Kreuzung Flughafenstraße/Buschei, die in einem sehr schlechten Zustand ist, würden beseitigt, bis der geplante Kreisverkehr gebaut wird, sagte der Bezirksbürgermeister.Auf dem Gelände der Westfalenhütte sind, so Pasterny, einige neue Straßen geplant. Dadurch sollen möglichst kurze Wege zu den Schnellstraßen und Autobahnen entstehen. Diese sollen die umliegenden Straßen, insbesondere die Straße Im Karrenberg von den zahlreichen Lastkraftwagen entlasten. Weiterhin sei - in ferner Zukunft - daran gedacht, die U-Bahn, die bisher am Hoesch-Museum endet, weiter durch das Westfalenhütten-Gelände bis zur Rüschebrinkstraße fahren zu lassen. Auf dem Gelände der Westfalenhütte hätten sich bisher viele Firmen angesiedelt und es würden auch noch viele hinzukommen, so Pasternys Einschätzung. 

Autor:

Ralf K. Braun aus Dortmund-Ost

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