Stadtverwaltung antwortet
Mögliche Coronavirusverbreitung über Haustiere kein Thema

In der letzten Ratsversammlung antwortete die Verwaltung zu COVID 19 Infektionen bei Haustieren. Dazu wurden folgende, zwei Zusatzfragen gestellt:

Warum informiert die Verwaltung, der Krisenstab, das Gesundheitsamt Coronainfizierte Menschen über dieses Riskio trotzdem nicht, denn die Verwaltung verwies in ihrer Antwort auch auf das Friedrich-Löffler-Institut, welches einschätzt, dass kein Erkrankungsrisikio für Haustiere bestehe?

Warum wird trotzdem nicht auf die Studie der italienischen Forscher bei 540 Hunden und 277 Katzen aus Haushalten mit Corona-Patienten in besonders stark von Corona betroffenen Gebieten wie der Lombardei hingewiesen (Quelle: https://www.dw.com/de/coronavirus-menschen-k%C3%B6nnen-tiere-wie-hunde-und-katzen-mit-sars-cov-2-infizieren/a-54417545),so dass der Coronainfizierte Mensch es wenigstens einmal gehört oder gelesen hat?

Für die Verwaltung antwortete die zuständige Beigeordnete Helga Stulgies: „Der Nachweis von Corona-Antikörpern gegen das Covid-19-Virus ist nicht gleichbedeutend mit einer Erkrankung von Hunden und Katzen, wie bereits in der Beantwortung der Anfrage erläutert wurde.
Ob besondere Schutzmaßnahmen für Tiere empfohlen werden sollten, hängt davon ab, ob Erkrankungen bei Tieren oder Reinfektionen auf den Menschen nachweisbar bzw. erkennbar sind.
Um solche Bewertungen vornehmen zu können, wurde in Deutschland eine entsprechende Meldepflicht über Tiererkrankungen oder positive Virusnachweise eingeführt (siehe Verordnung über meldepflichtige Tierkrankheiten; § 1 in Verbindung mit der Anlage, Nr. 22a). Meldepflichtig sind praktizierende Tierärzte und Tierärztinnen, Untersuchungslabore sowie Veterinärämter.

Wie bereits ebenfalls zur Beantwortung der Ratsanfrage erläutert, gibt es in Düsseldorf auch weiterhin und trotz der hohen Zahl der an Covid-19-infizierten Menschen keine Meldung über erkrankte Tiere.
Aus diesem Grund bleibt es bei der dargestellten Risikobewertung des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI), der das Institut für Verbraucherschutz und Veterinärwesen in Absprache mit dem Gesundheitsamt weiterhin folgt.

.
Die Aus- und Bewertung internationaler und nationaler Studien zu Tierkrankheiten in Verbindung mit eigenen Forschungen erfolgt durch das FLI. Der zur Zusatzfrage herangezogene Bericht über eine Studie aus Italien ist dem FLI bekannt. Der Präsident des Instituts, Herr Prof. Dr. Mettenleiter wird darin zu den Ergebnissen mehrfach zitiert.
Die Erkenntnisse aus der Studie wurden bei der Risikobewertung des Bundesinstituts berücksichtigt und führten zu keiner Änderung der bisherigen Einschätzung.

Die Verwaltung wird sich selbstverständlich sofort an Tierhalter wenden, wenn sich die Risikobewertung zur Infektionslage von Haustieren ändert und weitergehende Empfehlungen zum Umgang mit Haustieren sinnvoll erscheinen.“

Torsten Lemmer, Ratsherr und Geschäftsführer der Ratsgruppe Tierschutz / FREIE WÄHLER merkt an: „Die Verwaltung teilt mit, dass es in Düsseldorf trotz der hohen Zahl der an Covid-19-infizierten Menschen keine Meldung über erkrankte Tiere gibt und das sie Tierhalter informiert, wenn sich die Risikobewertung zur Infektionslage von Haustieren ändert bzw. weitergehende Empfehlungen zum Umgang mit Haustieren sinnvoll erscheinen.

Nun denn, wäre es nicht trotzdem besser, aktiv, vorbeugend, frühzeitig auf eine mögliche Gefahr hinzuweisen? Bei wievielen der bisher rund 20.000 Düsseldorfer, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, leben Haustiere? Und was wäre, wenn diese sich doch anstecken und das Virus an Dritte weitergeben?“

Fotos: pixabay

Autor:

Alexander Führer (Tierschutz / Freie Wähler) aus Düsseldorf

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