Stadt präsentiert Modell und Broschüre zu den Ausbauvarianten
Ausbau A 59 – Chance für Duisburg

OB Sören Link, Bundestagsabgeordneter Mahmut Özdemir, Stadtentwicklungsdezernent Carsten Tum und Stadtplanerin Merle Möhlenbeck vor dem Modell.
  • OB Sören Link, Bundestagsabgeordneter Mahmut Özdemir, Stadtentwicklungsdezernent Carsten Tum und Stadtplanerin Merle Möhlenbeck vor dem Modell.
  • Foto: Stadt Duisburg
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Der anstehende Ausbau der A59 in Duisburg ist neben dem Neubau der A40-Rheinbrücke Neuenkamp und dem Ausbau des Autobahnkreuzes Kaiserberg die zukünftig bedeutsamste Infrastrukturmaßnahme für den Logistikstandort Duisburg.

Aus Sicht der Stadt Duisburg bietet die mögliche Tunnelvariante im Abschnitt Meiderich und ein parallel verlaufender Radschnellweg für den Ausbau der A59 die einmalige Chance, für die Zukunft des Duisburger Nordens durch Stadtreparatur die städtebauliche Entwicklung positiv zu gestalten und neue Verbindungen und lebenswerte Räume zu schaffen. Dies betrifft insbesondere die Stadtteile Meiderich und Hamborn. Oberbürgermeister Sören Link und Beigeordneter Carsten Tum haben am Montag ein Modell der Planungsvarianten und eine Broschüre der Stadt Duisburg zum A59-Ausbau vorgestellt, das sehr eindrücklich den Unterschied zwischen Hochstraße und Tunnellösung aufzeigt. Die unterirdische Variante von der Bürgermeister-Pütz-Straße bis zum Autobahnkreuz Duisburg-Nord besteht aus einem etwa 1,7 Kilometer langen Tunnel.
Das Modell zeigt, wie der Stadtraum von einer solchen Lösung profitieren kann. Zentrale städtische Strukturen wurden durch den Bau der „Nord-Süd-Achse“ massiv überlagert und unwiederbringlich zerstört.
Die Wirkung der Hochstraße verhindert die Entstehung qualitativ hochwertiger, urbaner und lebenswerter Räume im Bereich des Verlaufs der A59.
OB Sören Link hebt die Position der Stadt Duisburg hervor: „Wir sind an einer leistungsfähigen, sicheren und wirtschaftlichen Infrastruktur interessiert. Es dürfen jedoch nicht alleine die technischen und wirtschaftlichen Belange die Entscheidungsgrundlage bilden. Der Ausbau bietet die einmalige Chance, für die kommenden Jahrzehnte auch die städtebauliche und ökologische Situation besonders des durch Industrie stark belasteten Duisburger Nordens grundlegend zu verbessern.“
Mit dem geplanten sechsspurigen Ausbau der A59 - zweifellos einem der größten Vorhaben dieser Art in NRW - soll die Stadt Duisburg eine den heutigen und zukünftigen Verkehren entsprechende Verkehrsinfrastruktur erhalten. Dabei ist die Einbindung einer schnellen Radwegeverbindung in die Planung von großer Bedeutung.
Beigeordneter Carsten Tum erläutert die bevorzugte Planungsvariante: „Hier können die bundes- und landesverkehrspolitischen Ziele zur Förderung der Nahmobilität in herausragender Weise integriert und umgesetzt werden. In Hochlage kann ein Radschnellweg beispielsweise unter der Brücke verlaufen, in Tunnellage kann die Radwegetrasse auf dem Tunnel durch die gestaltete Grünverbindung geführt werden.“
Die A59 ist für Duisburg nicht nur eine wichtige Anbindung an das Bundesfernstraßennetz, sondern hat auch eine erhebliche innerstädtische Verbindungsfunktion zwischen Nord und Süd, die durch die Hafenanlagen und die Ruhr getrennt sind. Ihre Errichtung hat ab Ende der 1950er Jahre massiv zur Entlastung der innerstädtischen Verkehre beigetragen und letztlich auch die Entwicklung Duisburgs zur internationalen Logistikdrehscheibe mit begünstigt. Gleichwohl stellt die Trasse der A59, insbesondere die Abschnitte in Hochlage, eine große Zäsur im Stadtgefüge dar.
Durch einen Ausbau der A59 in Tunnellage kann im Stadtteil Meiderich eine umfassende Stadtreparatur erfolgen. Die Ausbildung neuer städtebaulicher Strukturen und Räume würde das erneute Zusammenwachsen Meiderichs ermöglichen und darüber hinaus großen Bereichen des Duisburger Nordens neue Impulse geben. Für die Stadt Duisburg bietet sich an dieser Stelle die einzigartige Möglichkeit, die Fehler der Vergangenheit zu korrigieren. OB Sören Link, Bundestagsabgeordneter Mahmut Özdemir, Stadtentwicklungsdezernent Carsten Tum und Stadtplanerin Merle Möhlenbeck vor dem Modell. Foto: Stadt Duisburg

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