64. Sermer Karnevalszug lockte rund 18.000 Jecken in das „Kappesdorf“ im Duisburger Süden

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Auch in diesem Jahr feierten die Narren aus Nah und Fern in der südlichsten Narrenhochburg in einer tollen, jecken Atmosphäre den über die Grenzen der Stadt hinaus bekannten, 64. Sermer Zug. Das war Straßenkarneval vom Feinsten.

Bunte und phantasievolle Kostüme, auf der Straße tanzende Jecken, so kennt man den Sermer Karneval. Am Sonntag Nachmittag strömten sie von Hüttenheim kommend oder über den Heidberg und von Mündelheim und Wittlaer in das närrische Dörfchen.

Am Breitenkamp hatten sich die Wagen und Gruppen aufgestellt um von dort pünktlich um 14.11 Uhr einmal um den Ort zu gehen. Über die Dorfstraße ging es zurück bis zum „Kasselle Pitter Platz“ in das große Festzelt.

Auf der „Ehrentribüne“ gleich gegenüber der Vereinsgaststätte „Zu den drei Linden“ trafen sich die Ehrengäste und in seiner herrlichen Art kündigte Südstern Urgestein Heinz Baltes, wie auch in den letzten 40 Jahren, die einzelnen Teilnehmer mit so mancher süffisanten Pointe und flotten Sprüchen an.

Und dann „ging dat Trömmelsche“. Den Anfang des Zuges bildeten natürlich wie in jedem Jahr der „Spielmannszug Serm“ und die „Blaskapelle Rheintreue Serm“.

Die Fußgruppe der „Bastifrauen“ war zu einer „Fahrenden Gruppe“ geworden und fuhr in einer Kindereisenbahn mit. Die „Wurstsammler“ folgten mit ihrem neuen Leiter, Marc Brüning. Sie waren wieder tagelang durch das Dorf geeilt und verteilten nun lecker „Flönz“ und „Fleischwosch“ und Käsehäppchen an die Narren am Zugweg.

Mit dabei auch die befreundete „Narrenzunft Homberg“ mit ihrem neuen Flaggschiff „Mercator“, gefolgt von der Fußgruppe „Blau Männer“ - „die machen heute Blau“ so die Bemerkung von Heinz Baltes.

Auch die nächste Fußgruppe geht seit Jahren im Sermer Zug mit, die „Pinnekes“. Und auch aus den „Nachbardörfern“ Mündelheim und Ungelsheim waren zwei altbekannte Gruppen mit dabei. Der „Spielmannzug Mündelheim“ sorgte einmal mehr für Stimmung mit Märschen und Schunkelliedern. Ihm folgte auf dem Fusse der Wagen der „Roten Teufel“ aus Ungelsheim auf dem ein Vulkan qualmte.

Die KG Königreich Duissern mit ihrem Präsidenten Manfred Brey an der spitze war mit Fußgruppe und ihrem neu gestaltete Wagen mit dabei.

Herrlich und phantasievoll die nun folgende Fußgruppe „Zauberwald“, die mit ihren tollen und selbstgeschneiderten Kostümen einen Preis verdient haben.

Die Gulaschkanone durfte natürlich auch nicht fehlen, und wurde noch wenige Stunden vorher aus ihr eine schmackhafte Erbsensuppe gereicht, war sie nun mit „Kamelle“ gefüllt, welche die Kochmannschaft an die Narren verteilte.

Und dann folgte der älteste Karnevalsverein Duisburgs mit einer großen Abordnung, erstmals auch wieder mit einer Fußgruppe und dem Wagen der „Alten Garde“.

Der Wagen der Freitagsrunde vom „Reiterhof Benger“ im Stil des Steinzeitmobils der „Familie Feuerstein“ sorgte nicht nur mit Leckereien für die Aufmerksamkeit der Zuschauer. Die Konfettikanone schoss einen wahren „Konfettiregen“ auf die Narren am Zugweg.

Ein weiterer „Hingucker“ war die Fußgruppe „Die verrückten Hühner“, die als riesige rosa Blüten im Umzug mitgingen.

Als „1. Sermer Hunnenhorde“ ging dieses Mal die Fußgruppe „Unabhängige Narren Serm“ mit. Herrlich die tollen selbstgeschneiderten Kostüme. Auch sie sind aus dem Sermer Zug nicht mehr wegzudenken.

Und auch die „Pikantjes“ haben wohl Wochen und Monate lang an ihren farbenfrohen „Rokoko Kostümen“ geschneidert. Auch sie waren ein Highlight bei den vielen Kostümen, die man in dem farbenfrohen Zug sah.

Die „Sound Fanfares“ folgten und spielten flotte Karnevalsschlager und Partyhits auf ihrem Wagen.

Schön der Wagen der „Tellkompanie“ mit ihrem kleinen Seitenhieb auf die schwierige Suche eines Schützenkönigs für Serm im vergangenen Jahr.

Als überdimensionale „Lebkuchenherzen“ gingen „Die Sermerellas“ mit, gefolgt von der „KAB St. Michael“ aus Wanheimerort, dem „Spielmannszug Hagen“ und einer Gruppe „Froschkönige“.

Es folgte der Wagen der Südsternchen mit Kinderprinz Alessandro Knuff, der mit Hofmarschall Dennis Neumann und seinen Paginnen Stina Düren und Sonja Osten fleißig Kamelle warf. Herrlich die Fußgruppe „Die dollen Hippen“.

Danach kamen die „Konfettis“ die sich in diesem Jahr phantasievoll als „Meeresbewohner“ kostümiert hatten und sogar ein U – Boot fuhr in der Gruppe mit.

Der Wagen des „Elferrats“ kündigte den bevorstehenden Höhepunkt des Zuges an, den Wagen des Sermer Prinzen.

Dazwischen marschierte die Guggemusik „Albgeischda“ und dann kam er, der Prinzenwagen, auf dem die Sermer Tollität 2012, Prinz Axel Bausch I. mit seinem Hofmarschall Manfred Merfeld und den warm "eingepackten" Paginnen die Fahrt durch die Narrenschar sichtlich genossen.

Den Abschluss bildeten der Spielmannszug Bottrop und der Wagen „Narrenhochburg Serm“ mit der Prinzengarde und den Amazonen an Bord.

Und alle Teilnehmer waren bester Laune. Bereits am Ortseingang und auch schon auf den Zuwegen sorgten Ordnungsamt und Polizei dafür, dass die Rettungsdienste nicht zu viel Arbeit hatte, Und dennoch gab es einige Verletzte und viele Betrunkene am Rande des Zuges. Dieser verlief störungsfrei und friedlich.

Die Sicherheitsauflagen waren alle erfüllt und die KG Südstern konnte auch genug Ordner vorweisen. Hierfür sprachen Präsident Bernd Schulz sowie der Sermer Prinz Axel I. (Bausch) und sein Hofmarschall Manfred Merfeld allen Helfern ihren ganz besonderen Dank aus.

Neben den Teilnehmern am Sermer Festzug bat Prinz Axel I. auch Detlef Schmidt und mich auf die Bühne des Festzeltes um uns seinen Prinzenorden zu überreichen, und gleich darauf erhielten wir auch noch denselben der "KG Südstern".

Wir bedanken uns an dieser Stelle recht herzlich für die ehrenvolle Auszeichnung!

Im Festzelt feierten Teilnehmer und Zuschauer noch bis in die späten Abendstunden hinein den Ausklang eines wieder einmal gelungenen Karnevalszuges in „Kappes Serm“.

Und die Fotostrecke von Detlef Schmidt ist hier zu finden:

http://www.lokalkompass.de/duisburg/vereinsleben/fotostrecke-64-sermer-karnevalszug-lockte-rund-18000-jecken-in-das-kappesdorf-im-duisburger-sueden-d141603.html/action/lesen/1/recommend/1/

Autor:

Harald Molder aus Duisburg

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