Anzeige

Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit im April
Trotz der Corona Pandemie zeigt sich der Arbeitsmarkt in Duisburg stabil und aufnahmefähig

„Im April ist die Zahl der arbeitslosen Menschen in Duisburg um 153 leicht gestiegen und liegt aktuell bei 32.907 Personen. Die Arbeitslosenquote liegt bei 12,7 Prozent. Im Vergleich zu allen anderen Personengruppen ist bei den langzeitarbeitslosen Menschen in Duisburg ein deutlich stärkerer Anstieg zu verzeichnen, hier sind 314 Personen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen als im März. Die durch die Corona Pandemie angespannte Lage am Arbeitsmarkt macht es den Menschen, die bereits länger arbeitslos sind, besonders schwer, eine neue Beschäftigung zu finden. Um dem entgegen zu wirken, ist Qualifizierung der wesentliche Schlüssel. Hierzu verfügen Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg über zahlreiche Angebote. Trotz der Corona Pandemie zeigt sich der Arbeitsmarkt in Duisburg stabil und aufnahmefä-hig. Denn auf der Stellenseite sehen wir mit 3.466 freien Stellen Potential für den Wiedereinstieg in Beschäftigung. Dieser Bestand freier Arbeitsplätze liegt aktuell mit einem Plus von 46 leicht über dem Vormonat. Im April haben 1.489 Menschen eine neue Beschäftigung aufge-nommen und ihre Arbeitslosigkeit beenden können.“, erklärt Marcus Zimmermann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg. „Traditionell sind die Branchen Gesundheit und Soziales, Produktion und Fertigung sowie Verkehr und Logistik in Duisburg besonders stark; hier allein verzeichnen wir 62 Prozent aller freien Stellen im Stadtgebiet. “

Arbeitslosigkeit

Mit 32.907 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren 153 Personen mehr als im März von Arbeitslosigkeit betroffen (+0,5 Prozent). Damit waren in diesem Mo-nat 2.821 Personen oder 9,4 Prozent mehr als noch vor einem Jahr arbeitslos gemeldet.
Die Arbeitslosenquote lag im April bei 12,7 Prozent, 0,1 Prozentpunkt über dem Wert vom März. Im April 2020 lag sie bei 11,7 Prozent und damit um 1,0 Prozentpunkte unter dem aktuellen Wert.
Arbeitslosigkeit nach Personengruppen
Mit 2.453 Personen waren im April 22 junge Leute unter 25 mehr von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als im März. Diese Zahlen liegen um 44 oder 1,8 Prozent unter dem Wert von April 2020.
Die Zahl der über 50-Jährigen Arbeitslosen stieg im April um 149 oder 1,5 Prozent auf aktuell 10.084 und liegt um 1.357 (15,5 Prozent) über dem Vorjahreswert.
Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre stieg im April auf 6.192 (+115). Das waren 1.007 Personen oder 19,4 Prozent mehr als im April 2020.
Im April ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber dem Vormonat gestiegen und liegt aktuell bei 15.178 Personen; 314 mehr als im Vormonat. Der aktuelle Wert befindet sich um 3.902 Personen oder 34,6 Prozent über dem Vorjahreswert.

Im Berichtsmonat stieg die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 14.231 (+96 oder +0,7 Prozent), und damit sind es gegenüber dem April des Vorjahres 1.220 oder 9,4 Prozent mehr.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)

Betrachtet man die Arbeitsmarktentwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so liegt die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) im April bei 3,1 Prozent; im März lag sie bei 3,3 Prozent und im Vorjahresmonat bei 2,8 Prozent.
Im aktuellen Monat waren 8.139 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 333 oder 3,9 Prozent weniger arbeitslose Personen als noch im März. Vor einem Jahr, im April 2020, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 927 oder 12,9 Prozent weniger Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen.


Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)

In der Grundsicherung (SGB II) liegt die Arbeitslosenquote bei 9,6 Prozent, im März lag sie bei 9,4 Prozent und im April letzten Jahres bei 8,9 Prozent.
24.768 Personen (+486 und +2,0 Prozent gegenüber dem Vormonat) waren im April in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum April 2020 sind in der Grundsicherung aktuell 1.894 Menschen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen.

Arbeitskräftenachfrage

Im April wurden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Duisburg und des jobcenter Duisburg insgesamt 669 freie Arbeitsstellen gemeldet, das waren 34 weniger als im März und 264 mehr als im April 2020. Nachfrage nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zeigten im Berichtsmonat vor allem die Berufsbereiche „Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung“ sowie „Rohstoffgewinnung, Produktion, Fertigung“ gefolgt von „Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit“. Der Bestand an gemeldeten Stellen ist von März zu April gestiegen (+46) und liegt mit 3.466 um 554 Stellen unter dem Vorjahresniveau.

Kurzarbeit

Im April dieses Monats haben 43 Duisburger Betriebe für 197 Beschäftigte Kurzarbeit ange-zeigt. Wie viele die Kurzarbeit dann tatsächlich in Anspruch nehmen, zeigt sich erst nach einer Wartezeit von sechs Monaten. Somit liegen aktuell die realisierten Kurzarbeiterzahlen für 7 Monate der Corona-Pandemie des Jahres 2020 vor: im April 2020 befanden sich in Duisburg 1.460 Betriebe in Kurzarbeit, davon waren 8.191 Mitarbeiter/innen betroffen. Im April waren es 2.493 Betriebe mit 18.687 Beschäftigten, im Mai 2.126 Betriebe mit 25.324 Beschäftigten, im Juni 1.696 Betriebe mit 24.070 Beschäftigten, Juli 1.351 mit 19.232 Beschäftigten, im August 1.190 Betriebe mit 17.162 Beschäftigten, im September 1.049 Betriebe mit 15.039 Beschäftig-ten und im Oktober 1.020 Betriebe mit 11.234 Beschäftigten.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung ist im April gestiegen – um 198 Personen oder 0,5 Prozent auf aktuell 41.713 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Unterbeschäftigung in Duisburg um 2.819 oder 7,2 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung liegt im April wie bereits im März bei 78,9 Prozent Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 15,7 Prozent (März 2021: 15,6 und April 2020: 14,7).
In die Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in ent-lastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen, für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle.

Ausbildungsmarkt

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober 2020 meldeten sich 2.612 Bewerber/innen für Berufsausbildungsstellen (16 mehr als im Vorjahreszeitraum). Arbeitgeber mel-deten der Agentur für Arbeit Duisburg im gleichen Zeitraum 2.213 Ausbildungsstellen, 147 weniger als im Vorjahr. Das entspricht einem Rückgang um 6,2% zum vergleichbaren Vor-jahreszeitraum. Im April 2021 waren noch 1.378 Bewerber unversorgt (+3,5% im Vergleich zu April 2020). Dem stehen 1.413 noch unbesetzte Ausbildungsstellen gegenüber (-2,5% im Vergleich zum Vorjahresmonat). 1.234 Jugendliche waren im April bereits versorgt, dies sind 2,5 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die kostenlosen Servicenummern lauten:

• für Kunden der Agentur für Arbeit:
0800 4 555500
Zusätzlich die Sammelrufnummer 0203 302 1111

• für Arbeitgeber: 0800 4 555520

Kundinnen und Kunden der Arbeitsagentur Duisburg stehen darüber hinaus unsere eServices unter www.arbeitsagentur.de/eServices zur Verfügung.

Autor:

Agentur für Arbeit Duisburg aus Duisburg

Wintgensstrasse 29-33, 47058 Duisburg
+49 201 1814403
Duisburg.PresseMarketing@arbeitsagentur.de
Webseite von Agentur für Arbeit Duisburg
following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.