Polizeipräsidentin zieht nach einem Jahr Videoüberwachung in Marxloh Bilanz

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Dr. Elke Bartels,Polizeipräsidentin Duisburg. FOTO UND COPYRIGHT: HANNES KIRCHNER 21-12-2016
Duisburg: Videoüberwachung |

Die Kameras am Pollmanneck in Marxloh haben den gewünschten Erfolg gebracht", zeigte sich Polizeipräsidentin Dr. Elke Bartels nach einem Jahr Videobeobachtung in Duisburg zufrieden.

Durchschnittlich zehnmal pro Monat ergaben sich aus der Beobachtung der Kameras polizeiliche Einsätze. Daraus resultierten in den ersten drei Quartalen 84 Strafverfahren u.a. wegen Diebstahls, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung, aber auch Raub, Bedrohung oder Nötigung. "Dieses Ergebnis zeigt", so Bartels, "dass wir den richtigen Ort gewählt haben." Die Bilanz beweist aber auch, dass es keinen Verdrängungseffekt gegeben hat und weiterhin Straftaten rund um das Pollmanneck begangen werden. Damit besteht die Rechtsgrundlage für die Videobeobachtung weiter. Die Polizeipräsidentin hat daher entschieden, die Videobeobachtung bis zum 31. Juli 2018 fortzusetzen.
Bereits unmittelbar nach Inbetriebnahme der Anlage am 6. Januar hatten junge Männer versucht herauszufinden, wie die Videobeobachtung wirkt. Gegen 19.30 Uhr bildete sich dort eine Ansammlung von Menschen. Bereits nach 60 Sekunden, also bevor etwas passieren konnte, erfolgte eine Überprüfung. Am 19. Februar schlugen sich mehrere Personen in der Nähe des Pollmannkreuzes. In dem Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung konnten die Tatverdächtigen im Nachgang auf den Videobildern identifiziert werden.
Am 7. April konnte der Videobeobachter blitzschnell helfen, als am Pollmannkreuz eine Frau kollabierte. Ein Rettungswagen brachte die Patientin in ein Krankenhaus. Am 5. Mai gab es auf der Wolfstraße einen größeren Streit, bei dem auch scharf geschossen wurde. Zwar ereignete sich die Schussabgabe außerhalb des Beobachtungsbereiches, allerdings konnten die Tatverdächtigen mit ihren Pkw von einer Kamera erfasst und aufgezeichnet werden.
Der bislang letzte Vorfall ereignete sich am 25. Oktober. Vor laufenden Kameras wurde ein Kind von einem Auto angefahren. Nachdem der Videobeobachter umgehend die Rettungskette für das schwerverletzte Kind in Gang gesetzt hatte, konnten die Aufnahmen als Beweismittel für die weitere Bearbeitung des Verkehrsunfalls verwendet werden.
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